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Partnerkreise Vogelsberg und Oberhavel klar für Erhalt der Option bei Hartz IV - Landrat Rudolf Marx hatte Sozialdezernent Michael Garske zu Gast – Kreisübergreifende Kooperation mit dem BZL?

17.06.2008 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Partnerkreise Vogelsberg und Oberhavel klar
für Erhalt der Option bei Hartz IV

Landrat Marx hatte Sozialdezernent Garske zu Gast – Kreisübergreifende Kooperation mit dem BZL?

VOGELSBERGKREIS.   17. Juni 2008.

Die Sozialdezernenten des Vogelsbergkreises und des brandenburgischen Partnerkreises Oberhavel sind sich zu hundert Prozent einig: die Option, sprich die alleinige kommunale Zuständigkeit im Bereich Hartz IV, soll fortgeführt und stabilisiert werden. Vor wenigen Tagen begrüßte Landrat Rudolf Marx „gute Freunde aus Oranienburg“: den Sozialdezernenten Michael Garske und Fachbereichsleiter Bernd Schulz, der sich zum wiederholten Male mit seinem Vogelsberger Amtskollegen Werner Köhler über die Praxis der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen austauschte. Die Kreise Vogelsberg und Oberhavel sind seit 1991 partnerschaftlich verbunden und blicken auf viele gemeinsame Projekte in der Jugend- und Sozialpolitik zurück.

Landrat Marx betonte bei der Begrüßung, die durchweg positiven Erfahrungen bei der Herstellung von Passgenauigkeit von Bewerbern und die genaue Kenntnis des Bedarfs der heimischen Wirtschaft machten die Fortführung des Optionsmodells „zwingend notwendig“. Auch die Nachbarkreise Gießen und Wetterau wollten künftig selbst für den Bereich des Sozialgesetzbuches zwei zuständig sein; der Vogelsbergkreis habe bereits seine Unterstützung aufgrund dreieinhalbjähriger Erfahrungen zugesagt. „Wir Landkreise können es besser“, machte Marx deutlich und übte Kritik an den Vorschlägen aus Berlin, „Kooperative Jobcenter“ einzuführen, was im Kern die vernünftige Betreuung und Vermittlung „aus einer Hand“ wieder abschaffe. Die Bürger hätten dann wieder zwei Ansprechpartner.

Bei einem Besuch des bundesweit agierenden Bildungs- und Technologiezentrums für Elektro- und Informationstechnik in Lauterbach (BZL) zeigten sich die Gäste aus Brandenburg beeindruckt von der Vielfalt der dortigen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. BZL-Geschäftsführer Stefan Eisenbach, der bereits seit Jahren mit dem Vogelsberger Amt für soziale Sicherung zusammenarbeitet, sagte zu, in Brandenburg mitzuhelfen Kontakte herzustellen, die womöglich für Kunden der dortigen Hartz-IV-Behörde neue Perspektiven aufzeigen könnten.

Das bundesweit am Aus- und Weiterbildungsmarkt tätige BZL mit seiner hochmodernen Ausstattung kooperiert direkt mit Betrieben des Handwerks und der Industrie. „Marktorienierung ist unser oberster Grundsatz“, machten Stefan Eisenbach und Dozent Wolfgang Post deutlich. Das BZL ist eines von nur insgesamt sechs zertifizierten Kompetenzzentren als bundesweites Schulungszentrum für Elektro- und Informationssysteme mit starker innovativer Ausrichtung. Zurzeit werden etwa 150 Lernende beschult. Das BZL hat 32 Mitarbeiter, davon 23 Ingenieure und Meister als Trainer. Eisenbach berichtete von einem starken Bedarf der Wirtschaft an Fachleuten, aber auch an angelernten Kräften. So bildet das BZL im Auftrag der KVA Fachhelfer im Elektrohandwerk aus, die alle nach Bestehen ihrer Prüfung eine Garantie haben, in einen Job übernommen zu werden. Eisenbach bestätigte einen „Einstellungswandel“ bei den meisten Unternehmen, nun auch wieder Arbeitnehmer einzustellen, die über 50 Jahre alt sind.

In Schotten überzeugten sich Landrat Marx, Amtsleiter Köhler, SGB-II-Sachgebietsleiter Bruno Eurich, Dezernent Garske und Fachbereichsleiter Schulz bei der Gemeinnützigen Schottener REHA von der breiten Palette und hohen Qualität in der Betreuung behinderter Menschen. Die Bereichsleiterin der Werkstatt für behinderte Menschen, Cornelia Reinders, berichtete von der sehr guten Zusammenarbeit mit der Vogelsberger Kommunalen Vermittlungsagentur und neuen Wegen des Erkennens und Sicherns von Chancen auch für Menschen, die zuvor kaum eine Perspektive hatten.

Der Sachgebietsleiter der KVA, Bruno Eurich, erläuterte die „Lotsenfunktion“, die die Beratungsstelle B:24 in Lauterbach habe. Sie wird von der REHA, dem Haus am Kirschberg und der Neuen Arbeit getragen. In der Einrichtung in Schotten arbeiten zurzeit etwa 40 junge Menschen unter 25 Jahren, die „Kunden“ der KVA sind.

Im Naturschutzzentrum auf dem Hoherodskopf stellte Naturpark-Geschäftsführer Rudolf Heuchert-Frischmuth den Gästen aus Brandenburg das erweiterte Konzept dieser Einrichtung vor und berichtete von guten Erfolgen in der touristischen Entwicklung der Region Vogelsberg. Der 1956 gegründete Naturpark Hoher Vogelsberg ist der älteste seiner Art in Deutschland. Landrat Marx ist der Vorsitzende der hessischen Naturparke. Im Oberhavelkreis gibt es zwei Naturparke: Den Westavelland- und Stechlin-Neurupin-Naturpark.

 

SCHOTTEN: Besuch aus Brandenburg in der Gemeinnützigen Schottener REHA. Unser Foto zeigt (von links) den Sozialdezernenten des Oberhavelkreises, Michael Garske, die Bereichsleiterin der Werkstatt für behinderte Menschen, Cornelia Reinders, den Vogelsberger Landrat Rudolf Marx, den Fachbereichsleiter SGB II in Oranienburg, Bernd Schulz, den Sachgebietsleiter der Vogelsberger Kommunalen Vermittlungsagentur, Bruno Eurich und den Chef des Amtes für soziale Sicherung, Werner Köhler.
Foto: Pressestelle Vogelsbergkreis

 

LAUTERBACH: Das bundesweit tätige Bildungs- und Technologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik in Lauterbach (BZL) als möglichen Partner bei der Vermittlung von Arbeitsuchenden auch in Brandenburg kennen gelernt – unser Foto zeigt (von links) den Sozialdezernenten des Oberhavelkreises, Michael Garske, den Vogelsberger Landrat Rudolf Marx, den Fachbereichsleiter SGB II in Oranienburg, Bernd Schulz, und den Geschäftsführer des BZL, Stefan Eisenbach.
Foto: Pressestelle Vogelsbergkreis

 

Der Vogelsberg ist Wassergewinnungsregion – und eine touristische Destitation im Aufwind: Gäste aus dem mit dem Vogelsbergkreis verschwisterten Landkreis Oberhavel informieren sich im Naturschutzzentrum am Hoherodskopf. Unser Foto zeigt (von links) den Sozialdezernenten des Oberhavelkreises, Michael Garske, den Geschäftsführer des Naturparks Hoher Vogelsberg, den Fachbereichsleiter SGB II in Oranienburg, Bernd Schulz, und Landrat Rudolf Marx.
Foto: Pressestelle Vogelsbergkreis