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85 Millionen Euro Umsatz auf dem Grundstücksmarkt im Vogelsbergkreis - Gutachterausschuss legt dem Landrat erstmals einen Grundstücksmarktbericht vor

06.06.2008 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

85 Millionen Euro Umsatz auf dem
Grundstücksmarkt im Vogelsbergkreis

Gutachterausschuss legt dem Landrat
erstmals einen Grundstücksmarktbericht vor

VOGELSBERGKREIS.   4. Juni 2008.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte und sonstige Wertermittlungen hat vor wenigen Tagen den ersten Grundstückmarktbericht für den Bereich des Vogelsbergkreises herausgegeben und am Freitag an Landrat Rudolf Marx überreicht. „Der Bericht soll Grundlagen und Informationen für die am Grundstücksmarkt beteiligten Personen und Institutionen bereitstellen und Entwicklungen aufzeigen“, beschreibt Lothar Dude-Georg als Vorsitzender die Vorstellungen des Ausschusses.

Eingebettet in einen Abriss über statistische Grunddaten zum Landkreis, z. B. Bevölkerungsdichte und Flächennutzungen in den einzelnen Gemeinden, soll der Bericht einen Überblick über das Marktgeschehen vermitteln, Vergleiche aufzeigen und insbesondere Entwicklungen gegenüber den Vorjahren erkennen lassen. „Es soll mehr Markttransparenz hergestellt werden“, sagte Gerhard Rohde, Abteilungsleiter Geoinformationsmanagement im Amt für Bodenmanagement in Fulda.

Im Jahr 2007 wurden annähernd 85 Millionen Euro mit 1.396 Kaufverträgen und einer Fläche von 921 Hektar im Vogelsbergkreis umgesetzt. Spitzenreiter ist die Stadt Alsfeld mit einem Geldumsatz von 21 Mio. Euro, gefolgt von Lauterbach (16 Mio. Euro) und Mücke (8 Mio. Euro). 41 % aller Verträge beziehen sich auf land- und forstwirtschaftliche Grundstücke. Mit Wohngebäuden bebaute Grundstücke haben einen Anteil von 35 %. Verträge zu unbebauten Grundstücken in Wohn- und Mischgebieten sind mit 8 % vertreten. Die restlichen 16 % verteilen sich auf Wohnungseigentum, Gewerbe und sonstige Grundstücke. Während die Zahl der Kaufverträge gegenüber dem Jahr 2006 um 22 % zunahm, ging der Geldumsatz um 5 % zurück. Die Zunahme bei der Vertragsanzahl geht in erster Linie auf eine erhebliche Steigerung von 63 % bei land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken zurück. Dagegen wurden gegenüber dem Vorjahr 16 % weniger Bauplätze veräußert. Der im Teilmarkt der Wohngebäude bestehende Angebotsüberhang drückt sich in einem Rückgang des mittleren Gesamtpreises um 10 % aus.

Der 36-seitige Bericht enthält zu verschiedenen Teilmärkten, wie zum Beispiel für landwirtschaftliche Grundstücke und bebaute Wohngrundstücke (Wohnhäuser) mehrere Auswertungen. Unter anderem können überschlägig Werte pro Quadratmeter Wohnfläche, sogenannte Gebäudefaktoren, für freistehende Ein- und Zweifamilienhäusern entnommen werden. Allerdings weist der für die Geschäftsstellen mehrerer Gutachterausschüsse im Amt für Bodenmanagement zuständige Abteilungsleiter Gerhard Rohde darauf hin, dass der Leser nicht davon ausgehen kann, mit dem komprimierten Datenmaterial den „Verkehrswert“ eines Grundstücks genau bestimmen zu können. Die vielfältigen wertbestimmenden Eigenschaften eines Grundstücks seien nur in einem Verkehrswertgutachten fachgerecht zu berücksichtigen.

Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses gibt diesen zukünftig jährlich erscheinenden Bericht für alle am Grundstücksmarktgeschehen Interessierte zum Selbstkostenpreis von 30 Euro heraus. Dort gibt man auch gerne Auskünfte zu Bodenrichtwerten und zur Erstattung von Gutachten für bebaute und unbebaute Grundstücke.

Auskünfte erteilt die Außenstelle des Amtes für Bodenmanagement, Adolf-Spieß-Straße 28, in Lauterbach unter 06641/9662-0 oder die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, Washingtonallee 1 (Amt für Bodenmanagement), 36041 Fulda, Tel.: 0661/8334-201, die unter dem Namen des Geschäftsstellenleiters Wolfgang Keil auch über Email erreichbar ist (wolfgang.keil(at)hvbg.hessen.de).

 

Landrat Rudolf Marx (Mitte) nimmt den erstmals erstellten Grundstücksmarktbericht für den Bereich des Vogelsbergkreises entgegen. Bodenmanagement-Abteilungsleiter Gerhard Rohde und Gutachterausschuss-Vorsitzender Lothar Dude-Georg erläutern die Einzelheiten.
Foto: Pressestelle Vogelsbergkreis