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Frauendezernentin Emmermann gratulierte: „Sie dürfen stolz auf sich sein“ - Weiterer Erfolg im KVA-Projekt „Frida“: Jede zweite Teilnehmerin konnte in den Arbeitsmarkt vermittelt werden

06.06.2008 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Emmermann: „Sie dürfen stolz auf sich sein“

Weiterer Erfolg im KVA-Projekt „Frida“: Jede zweite
Teilnehmerin konnte in den Arbeitsmarkt vermittelt werden

VOGELSBERGKREIS.    4. Juni 2008.    

„Sie dürfen stolz auf sich sein“, sagte Frauendezernentin Sylke Emmermann (CDU), als sie gemeinsam mit Vertreterinnen des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft und der KVA die Teilnahme-Urkunden des Projekts „Frida“ (Frauen in den Arbeitsmarkt) aushändigte. Im Lauterbacher Kreishaus freuten sich 25 Teilnehmerinnen im Alter von 24 bis 54 Jahren über den erfolgreichen Abschluss einer in der Praxis bereits mehrfach bewährten Qualifizierungsmaßnahme. In drei Staffeln hat das Projekt seit 2005 für über 100 Frauen einen dauerhaften neuen Arbeitsplatz gebracht.

Bei der Zeugnisübergabe des dritten Durchlaufs des KVA-Projekts „Frida“ (Frauen in den Arbeitmarkt) konnte die Kommunale Vermittlungsagentur des Vogelsbergkreises einen weiteren beeindruckenden Erfolg verzeichnen: jede Zweite der insgesamt 31 Teilnehmerinnen – 15 Frauen – wurde erfolgreich in Arbeit bzw. in Ausbildung vermittelt. Vier weitere haben bereits in den nächsten Tagen und Wochen gute Aussichten auf einen Job, eine Frau strebt das Fachabitur und will die Fachoberschule besuchen. Von den 31 Frauen sind 25 Mütter, die meisten davon alleinerziehend. Fast zwei Drittel der Frauen hatten bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Auch die Kursteilnehmerinnen, die noch keinen Job gefunden haben, zeigten sich nicht enttäuscht. Sie bleiben noch länger in diesem Programm und haben aus der Sicht der Verantwortlichen von KVA und dem Träger des Projekts, dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, nun erheblich bessere Chancen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. „Wir bleiben für Sie am Ball“, versprachen Nina Mariano, Projektkoordinatorin im Bildungswerk, ihre Kollegin Claudia Bourquain sowie Doris Haberzettl und Jutta Schüler von der KVA. Mariano dankte sowohl dem Vogelsbergkreis und seiner KVA als auch den heimischen Unternehmen für die enge und vertrauensvolle Kooperation. Die Berufsfelder im halbjährigen Praktikum waren der Einzelhandel, der soziale und kaufmännische Bereich, Gastronomie und Produktion.

„Der Kreis ist sehr froh über die traditionell hervorragende Zusammenarbeit von KVA und Bildungswerk und mit den heimischen Firmen, die die Praktika ermöglichen“, sagte Kreisbeigeordnete Emmermann, die sich auch für die „überzeugende Arbeit“ der Betreuerinnen im Projekt bedankte und gratulierte den Frauen. „Verlieren Sie nie den Optimismus“, sagte die Dezernentin.

„Die Teilnehmerinnen haben großes Engagement und Durchhaltevermögen gezeigt“, sagte Diplom-Sozialpädagoginnen Claudia Bourquain, was Jutta Schüler und Doris Haberzettl von der KVA ebenfalls bestätigte. Die Motivation, das Vertrauen und das Selbstwertgefühl der Frauen seien deutlich gewachsen.

Das Projekt „Frida“ (Frauen in den Arbeitsmarkt) – eine Kooperation des Amtes für Soziale Sicherung und des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft – unterstützt Frauen, die – beispielsweise wegen der Erziehung ihrer Kinder – lange Zeit nicht am Arbeitsleben teilgenommen haben und sich neu orientieren wollen. Für andere ist es erforderlich, das früher einmal Erlernte zu aktivieren, zu ergänzen und zu aktualisieren. In der Zusammenarbeit des Hessischen Bildungswerk und der Kommunalen Vermittlungsagentur werden die Frauen individuell weitergebildet, ermutigt, gefördert und begleitet. Das sei eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen des Projekts, da in der Gruppe Frauen unterschiedlichster Altersgruppen und beruflicher sowie sozialer Hintergründe aufgenommen würden, betonte Claudia Bourquain. Unter den 15 im ersten Anlauf erfolgreichen Frauen sind auch vier, die mit einer Ausbildung erstmals beginnen.

Die „Erfolgsgeschichte“ des Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekts „Frida“ (Frauen in den Arbeitsmarkt)“ begann bereits im Mai 1996. Damals hieß das gemeinsame Projekt von Bildungswerk und Landkreis noch „Biso“ (Berufliche Integration von Sozialhilfeempfängern). Seit damals sei die Kooperation ausgezeichnet und weise eine hohe Erfolgsquote auf, sagte Sylke Emmermann.

Das Projekt „Frida“ startete zusammen mit den erweiterten Aufgabenstellungen als „Optionskommune“ im Jahr 2005 (Option bedeutet: der Landkreis kümmert sich um die Arbeit Suchenden im Bereich Arbeitslosengeld zwei). Etwa 100 Frauen haben durch dieses Programm bereits einen neuen Job gefunden. Für rund 80 Frauen verbesserten sich die Chancen erheblich – nicht zuletzt durch die intensiven Kontakte zur heimischen Wirtschaft.

Informationen: KVA-Servicestelle Lauterbach 06641 / 977-250, KVA-Servicestelle Alsfeld 06631 / 792-750. kva(at)vogelsbergkreis.de

 

Freude über den persönlichen Erfolg: 15 Frauen wurden im Projekt „Frida“ in den Arbeitsmarkt vermittelt.
Unser Foto zeigt die Projektteilnehmerinnen und (hintere Reihe, von links): Bildungswerk-Projektkoordinatorin
Nina Mariano, Jutta Schüler (KVA), Frauendezernentin
Sylke Emmermann, Claudia Bourquain (Bildungswerk)
und Doris Haberzettl (KVA).

Foto: Pressestelle Vogelsbergkreis