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Jahresbericht 2007 des Veterinäramts – 1854 Lebensmittelkontrollen – Qualitätsmanagement sichert höchstes Niveau - Landrat Marx: Sicherheit für die Verbraucher durch unsere Lebensmittelüberwachung

12.03.2008 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat: Sicherheit für die Verbraucher durch unsere Lebensmittelüberwachung

Jahresbericht 2007 des Veterinäramts – 1854 Lebensmittelkontrollen – Qualitätsmanagement sichert höchstes Niveau

VOGELSBERGKREIS. 12. März 2008.

Die Mitarbeiter des Sachgebietes Lebensmittelüberwachung führten im Jahr 2007 im Rahmen der Überwachung der 1.535 ansässigen Betriebe 1.854 Kontrollen durch. 587 Proben von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen wurden durch die Lebensmittelkontrolleure erhoben und im Hessischen Landeslabor untersucht. Davon wurden 69 Proben, das entspricht 11,7 Prozent beanstandet. Hierbei ist aber wichtig zu wissen, dass es sich ganz überwiegend um Kennzeichnungsmängel handelte. Insgesamt mussten 147 Kilogramm Lebensmittel unschädlich beseitigt werden, da sie für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet waren. 15 Proben wurden von Verbrauchern im Rahmen einer Beschwerde abgegeben.

„Aufgabe der amtlichen Lebensmittelüberwachung ist es, den Verbraucher vor gesundheitlichen Gefahren sowie vor Irreführung und Täuschung zu schützen.“ Darauf macht Landrat Rudolf im Jahrebericht des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz aufmerksam. Die amtliche Lebensmittelüberwachung hat darauf zu achten, dass die in Rechtsvorschriften festgelegten Grundregeln zum Schutz der Verbraucher eingehalten werden. Um eine einheitliche Vorgehensweise in ganz Hessen sicherzustellen, arbeitet die amtliche Lebensmittelüberwachung nach den Prinzipien des QM-Systems (Qualitätsmanagement).

Neben der Einhaltung der Betriebs-, Produktions- und Personalhygiene wird eine Kontrolle des Eigenkontrollsystems nach HACCP-Grundsätzen vorgenommen. Dieses Gefahrensicherungskonzept beschreibt Maßnahmen, die ein Unternehmer im Herstellungsprozess ergreift um eine für den Verbraucher gesundheitsrelevante Kontamination des Lebensmittels auszuschließen. Die Auswahl der zu kontrollierenden Betriebe erfolgt risikoorientiert, d.h., die Kontrollfrequenz hängt von der Art des Produktes (Grad der Verderblichkeit), Größe des Betriebes, Verhalten des Unternehmers und dem Umfang der Eigenkontrollen ab.
Schwerpunkt der Arbeit waren 2007 umfangreiche Beratungen und Durchführung von Kontrollen der registrierten selbst schlachtenden Metzgereien im Hinblick auf die 2009 anstehenden EU-Zulassungen. Es wurden auch Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung des Kreises überprüft und Informationen zur Erstellung eines Gefahrensicherungskonzeptes gegeben.

EU-Schnellwarnsystem

Die Arbeit der Lebensmittelüberwachung wird zunehmend durch Beanstandungen von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen beeinflusst, die über das sogenannte EU-Schnellwarnsystem bekannt gemacht werden. Das Schnellwarnsystem dient dem raschen Austausch von Informationen zwischen der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten. Es tritt dann in Aktion, wenn ein Produkt ein Risiko für den Verbraucher darstellt. Durch die Weitergabe der Informationen und der Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen wird die Entstehung von Krisen zu einem möglichst frühen Zeitpunkt entgegengesteuert. Durch den Vogelsbergkreis wurde die Schnellwarnung im Jahr 2007 viermal ausgelöst. Beanstandungsgründe waren z.B. Benzol in Fasermalern, verbotene Substanzen in Rädern eines Spielzeugautos, ein erhöhter Bleigehalt in Tellern aus Keramik oder gentechnisch veränderter Reis.

Lkw-Kontrollen

In Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Amt für Güterfernverkehr wurden im Jahr 2007 insgesamt 62 Transportkontrollen durchgeführt. In neun Fällen kam es zu Beanstandungen. Die Beanstandungsgründe waren überwiegend hygienischer und baulicher Art.

Bei Nichteinhaltung lebensmittelrechtlicher Vorschriften , ob in Bezug auf Hygiene im Betrieb oder die Produktqualität führt, sofern die Mängel nicht geringer Natur sind oder unmittelbar abgestellt wurden, zur Einleitung von weiteren Verwaltungsmaßnahmen.
In 31 Fällen mussten gebührenpflichtige Verwarnungen vorgenommen und 16 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden.

Sowohl den Gewerbetreibenden als auch den Verbrauchern stehen die Lebensmittelüberwachungsbehörde sowohl für Beratungen als auch für Beschwerden zur Verfügung.