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Schuldezernent Diening: „Wir haben die gesellschaftliche Realität zur Kenntnis zu nehmen“ - Vogelsbergkreis forciert den Ausbau von Ganztagsschul-Angeboten – Jahresbericht des Schulverwaltungsamts 2007 - "Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Standortfaktor"

10.03.2008 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Diening: „Wir haben die gesellschaftliche
Realität zur Kenntnis zu nehmen“

Vogelsbergkreis forciert den Ausbau von
Ganztagsschul-Angeboten –
Jahresbericht des Schulverwaltungsamts 2007

VOGELSBERGKREIS.   10. März 2008.

„Acht von neun Mittelstufenschulen im Vogelsbergkreis haben mit Schuljahresbeginn ein Ganztagsangebot. Zum Schuljahresbeginn 2008/2009 wird das Angebot komplett sein. Auch drei Grundschulen sind schon mit dabei.“ Darauf macht Schuldezernent Hanns Michael Diening (FDP) im Jahresbericht des Schulverwaltungsamts aufmerksam. An diesen Schulen finden an mindestens drei Nachmittagen bis 14:30 Uhr zusätzliche pädagogische Angebote für die Schüler statt, und es wird ein warmes Mittagessen angeboten. In Maar wurde das Angebot durch die Kooperation mit dem städtischen Kindergarten bis auf 12.45 Uhr ausgeweitet.

Folgende Schulen haben im Vogelsbergkreis ein Ganztagsangebot: Gesamtschule Homberg, Gesamtschule Mücke, Gesamtschule Schlitz, Gesamtschule Grebenhain, Gesamtschule Schotten, Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld, Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach, Schule an der Wascherde Lauterbach, Grundschule Romrod und die Stadtschule Alsfeld.

Durch die Kooperation mit der Stadt Lauterbach konnte bereits ab dem Schuljahr 2007/2008 an der Grundschule Maar das bereits bestehende Betreuungsangebot bis 12:45 Uhr auf fünf ganze Nachmittage ausgeweitet worden. Die Nachmittagsbetreuung wird über den Kindergarten Maar abgewickelt, der dafür das Betreuungspersonal zur Verfügung stellt. Die Grundschule Maar stellt die notwendigen Räumlichkeiten zur Verfügung, nämlich einen Betreuungsraum und die Mitnutzung der Schulküche und des Speiseraums. „Durch diese vernünftige Kooperation, mit der Stadt Lauterbach kann an der Grundschule Maar bereits vor Aufnahme in das Landesprogramm ein Ganztagsbetreuung der Grundschüler angeboten werden“, freut sich Schuldezernent Diening.

„Ausgaben für Bildung sind keine Kosten, sondern Investitionen – unerlässliche obendrein, denn sonst spielen wir mit der Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises“, unterstreicht Diening. „Schließlich sollen nicht nur kurzfristig Chancen gewahrt, sondern vielmehr langfristig „die Herausforderungen des demografischen Wandels beherzt angepackt werden“. Dies gehe nur mit einer intakten und zukunftsorientierten Schullandschaft, die für die junge Generation jetzt und für zuziehende
Familien in der Zukunft das Signal aussendet: der Vogelsbergkreis bietet verlässliche Chancen und eine stabile schulische Infrastruktur, die alle Schulformen, vor allem aber auch neue gesellschaftlich notwendige Angebote realisiert, die der Kreis für die Periode 2006 bis 2011 in ein Gesamtkonzept gegossen hat.

Kraftanstrengung für Bildung und Betreuung: der Kreis
nimmt bis 2011 fast 50 Millionen Euro in die Hand

Sanierungen, Wertverbesserungen, Erweiterungen und Energieeffizienz – das stand und steht schon lange auf der Agenda des Amtes für Gebäudemanagement und des Schulverwaltungsamts. Aber jetzt haben sich Politik und Verwaltung vorgenommen, noch kraftvoller und noch synergetischer vorzugehen: 50 Millionen Euro sollen bis 2011 in die Hand genommen werden, um Lösungen „aus einem Guss" an wesentlichen
Standorten zu stemmen. Allein im zweiten Halbjahr 2007 investierte der Vogelsbergkreis sieben Millionen Euro an 21 Standorten.

Das Prinzip lautet: wenn schon Sanierungen anstehen, die überfällig sind, dann doch gleich das „ganze Programm“: Sanierung, Erweiterung, Umbau, Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung (Dämmung, Lüftungsanlagen, neue Heizzentralen) und – aus Sicht von Diening das gesellschaftspolitisch drängendste Problem: der konsequente Ausbau von Angeboten im Ganztagsbereich, die Schaffung von Verlässlichkeit
bei der Versorgung mit einer ordentlichen Mahlzeit verbunden mit guten und stark erweiterten Möglichkeiten der sinnvollen Nutzung der Zeit bis zum „Feierabend" bzw. bis zu weiteren Angeboten im Nachmittagsbereich.

„Der Vogelsbergkreis hat als einer der ersten Landkreise in Hessen rasch und nachhaltig vom Bundesprogramm IZBB – Investitionsprogramm Zukunft Bildung und Betreuung –
partizipiert. Rund sechs Millionen Euro sind aus Berlin in den vergangenen drei Jahren in den Kreis geflossen, rund eine Million hat der Kreis selbst dazugelegt. Das
Ergebnis: Bereits 2008 sind alle neun Mittelstufenschulen im Kreis mit einer pädagogischen Ganztagsbetreuung ausgestattet – das heißt: Mensa und Mediothek stehen allen Schülerinnen und Schülern zu Verfügung.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Standortfaktor

„Wir haben als verantwortliche Politiker die gesellschaftliche Wirklichkeit zur Kenntnis zu nehmen – doch nicht nur das: wir haben entsprechend zu handeln. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat dabei ganz erheblich mit der Lösung dieser Frage zu tun: Sind meine Kinder verlässlich in der Schule betreut und kann ich vor diesem gesicherten Hintergrund meiner Erwerbstätigkeit beruhigt nachgehen“, macht Hanns Michael Diening deutlich. Und hier trage der Schulträger Vogelsbergkreis die ursprüngliche Verantwortung, zumindest bei der Schaffung der Rahmenbedingungen.

Mit der auf Familienfreundlichkeit ausgerichteten Schulpolitik erreiche die Kreispolitik vier wesentliche Ziele: die individuelle Förderung und die Entfaltung persönlicher Talente werde unterstützt, den Familien werde zuverlässig geholfen, die Gesellschaft werde stabilisiert und schließlich werde die Wettbewerbsfähigkeit der Region gestärkt. Es gehe und die Schaffung eines familienfreundlichen Klimas, das inzwischen „ein harter Standortfaktor“ geworden sei.