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Kreistag am 28. November 2007 in Romrod - Landrat Marx berichtet aus der Arbeit des Kreisausschusses - Themen: Marktplatz Ausbildung / Der Vulkan singt / Xpert Ausbildung / Kreispartnerschaft Oberhavel / Bündnis für Familie / BioRegioHolz / Schülerbeförderung

29.11.2007 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Sitzung des Kreistages des Vogelsbergkreises am Mittwoch, 28. November 2007, in Romrod, Bürgerhaus

Bericht aus der Arbeit des Kreisausschusses
Landrat Rudolf Marx berichtet

THEMEN:
1. Gelungen zum fünften Mal: Marktplatz Ausbildung
2. Gelungen zum fünften Mal: Der Vulkan singt
3. Gelungen in 102 Fällen: Xpert EDV-Ausbildung bei der VHS
4. Neue Impulse in der Kreispartnerschaft: Landfrauen aus Oberhavel zu Besuch im
    Vogelsberg
5. Gelungener Auftakt: Drei Regionaltreffen zeigen: Bündnis für Familie ist gewollt
6. Nicht gelungen: Verhinderung der Kürzung des Bundeszuschusses bei Mieten
    in Bereich Hartz IV
7. Gelungen: Erste Maßnahme im Projekt BioRegioHolz in Ruhlkirchen
8. Effizient: Versetzte Schulanfangszeiten optimieren die Schülerbeförderung

1500 Besucher – 133 Berufe – 52 Aussteller – Ausbildungsmesse Marktplatz Ausbildung so erfolgreich wie nie

Eine große Chance für unsere Jugend und für unsere heimischen Unternehmen wurde hervorragend genutzt. So viel Schüler, Aussteller und Berufe wie nie zuvor. Schon die 4. Ausbildungsmesse im vergangenen Jahr in Alsfeld konnte mit Rekorden aufwarten – aber die Nummer fünf des „Marktplatzes Ausbildung“ in der Vogelsbergschule Lauterbach konnte am 2. November noch mal deutlich „eins draufpacken“: 1500 Schülerinnen und Schüler informierten sich bei 52 Ausstellern über 133 Berufe – das sind 20 mehr als im vergangenen Jahr und 45 mehr als bei der vorletzten Messe in Lauterbach. Veranstalter war die Vogelsbergschule und unsere KVA. Sehr gut organisiert hat im Auftrag des KA erneut die Vogelsberg Consult diese regional einzigartige Veranstaltung. Vielen Dank dafür.

200 Besucher bei „Der Vulkan singt“ in der Landesmusikakademie

Ebenfalls zum fünften Mal seit 1999 veranstaltete der Kreis zusammen mit allen regionalen Sängerbünden den Workshop „Der Vulkan singt“. 60 Sängerinnen und Sänger nahmen teil. 200 Besucher erlebten in der Landesmusikakademie in Schlitz ein grandioses Abschlusskonzert. Ich danke an dieser Stelle noch einmal den Sponsoren OVAG, Sparkasse Oberhessen und GWV Fulda. Ich danke auch meinem Pressesprecher, Herrn Erich Ruhl, und Frau Chordirektorin Sabine Spahn für die Organisation der Veranstaltung.

Über 100 Menschen wurden nach EU-Standard im Bereich EDV geschult – Hervorragende praxisnahe Konzeption des Kurses durch die VHS

Im Auftrag unserer KVA und mit Unterstützung der EU (Programm Tandem) konnte unsere VHS in den vergangenen zwei Jahren über 100 Personen auf EU-Standard im Bereich EDV auf den neuesten Stand bringen. 65 Prozent haben dabei die Note „Sehr gut“ erreicht. Ich danke an dieser Stelle ausdrücklich der VHS-Projektleiterin Kirsten Wegwerth für die Ausarbeitung einer äußerst praxisbezogenen Lernkonzeption, ohne die das Projekt nicht so erfolgreich verlaufen wäre. Dazu zählt beispielweise, nicht nur Textverarbeitungsprogramme kennen zu lernen, sondern auch gleich zu trainieren, wie man eine gute Bewerbung schreibt.

Neue Impulse für unsere Kreispartnerschaft mit Oberhavel: Landfrauen waren drei Tage zu Gast

In bester Atmosphäre verlief ein Besuch von Landfrauen aus unserem Partnerkreis Oberhavel in Brandenburg. Es ist jetzt schon klar, das die Kontakte vertieft und fortgesetzt werden. Ich danke an dieser Stelle Frau Kreisbeigeordneter Sylke Emmermann und dem Abgeordneten Kurt Wiegel, die dem herzlichen Treffen zum Gelingen verhalfen.

Bündnis für Familie ist auf einem guten Weg

Ich danke erneut Frau Emmermann für ihr starkes Engagement in Sachen „Familien stärken“. Das Bündnis für Familie soll voraussichtlich im Februar 2008 gegründet werden. In GREBENHAIN, ROMROD und LAUTERBACH fanden drei Regionaltreffen statt. 100 interessierte und motivierte Bürgerinnen und Bürger haben ihre Ideen und Wünsche eingebracht. Jetzt wird das Ganze ausgewertet. Der Kreis steht koordinierend zur Seite. Der Fortgang des Projekts ist übrigens im Internet unter vogelsbergkreis.de nachlesbar. Ich freue mich sehr, dass das angestrebte Bündnis mit der Geschäftsführerin der IHK Gießen-Friedberg, Frau Beate Hammerla, eine engagierte Mitstreiterin hat, der das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ sehr wichtig ist – in ganz Mittelhessen (denn sie ist auch Geschäftsführerin des Vereins MitteHessen) und auch bei uns im Vogelsbergkreis.

Schlechte Entscheidung der Koalition in Berlin: Kürzung der Bundesmittel für Wohnen im Bereich Hartz IV reißt uns ein Loch von einer Million in die Kasse

Die Koalition in Berlin hat eine Entscheidung getroffen, die die realen Gegebenheiten in den Landkreisen bewusst ignoriert. Mit ihrer Entscheidung den Anteil des Bundes an den sog. Unterkunftskosten abzusenken, reißt uns die Bundesregierung ein Loch von rund einer Million Euro in die Kreiskasse. Unsere beiden heimischen Bundestagsabgeordneten Brand und Veit konnten sich mit ihren guten Argumenten leider nicht durchsetzen. Es sind vor allem die drastisch gestiegenen Nebenkosten, vor allem fürs Heizen, die unsere Kosten explodieren lassen. Jetzt müssen wir aus eigenen Mitteln nachlegen. Dennoch ist es gut, mit dem Christdemokraten Brand und dem Sozialdemokraten Veit zwei zuverlässige Mitstreiter für unser Modell der Optionskommune SGB II zu haben. Ein erneutes Gespräch vor wenigen Tagen mit den beiden MdBs hat das große Interesse an der Lösung von Praxisproblemen durch den Kontakt der Abgeordneten zum Arbeitsministerium unter Beweis gestellt.

Es besteht noch Hoffnung, dass die Umverteilung zu Lasten der Kreise noch abgewendet werden kann; eine Korrektur der Bundestagsentscheidung ist möglich, weil eine entsprechende Bundesrats-Initiative gestartet wurde, die die Rücknahme des Beschlusses fordert, weil sie den realen Gegebenheiten nicht Rechnung trägt.

BioRegio Holz: Erstes Projekt in der Grundschule Ruhlkirchen

Die erste verwirklichte Maßnahme im Rahmen des Projekt Bio Regio Holz ist eine Holzpellet-Anlage an der Grundschule in Ruhlkirchen. Wir senken die Kohlendioxid-Belastung und können 40 Prozent bei den Energiekosten einsparen. Es gehört zur Redlichkeit zu erwähnen, dass unser Amt für Gebäudemanagement bereits im vergangenen Jahr die Planung für diese neue Anlage abgeschlossen hatte, also noch bevor es zum Vertrag von Vogelsberg, Wetterau und Landesregierung kam. Weitere Biomasse-Anlagen stehen bereits in Grebenhain und Herbstein.

Optimierung der Schülerbeförderung durch versetzte Schul-Anfangszeiten – Alle Schulen haben zugestimmt

In der Kreistagssitzung am 2. Juli 2007 wurde über den Beschluss des Kreisausschusses berichtet, nach dem künftig bei anstehenden Ausschreibungen im Linienverkehr geprüft werden soll, ob durch versetzte Schulanfangszeiten eine Optimierung der Beförderungskapazität und damit eine Einsparung von Bussen möglich ist.

Zum Beginn des Schuljahres 2008/09 stehen die Ausschreibungen der „Linienbündel“ Alsfeld-West und Grebenhain/Freiensteinau/Herbstein an. Mit den  betroffenen Schulen sind in den letzten Wochen intensive Gespräche über eine Änderung der Schulanfangszeiten geführt worden, um die Omnibusse zeitversetzt und damit wirtschaftlicher einsetzen zu können. In Anbetracht der zum Teil weiten Fahrwege haben wir als Schulträger jedoch die Auflage gemacht, dass der früheste Schulbeginn um 7:30  und der späteste -beginn um 8:30 Uhr sein soll.

Bei den Verhandlungen mit den Schulen unter Beteiligung der VGO und des Verkehrsdezernats beim ZOV sind wir auf sehr viel Einsicht und Verständnis gestoßen, obwohl solche Verschiebungen durchaus erhebliche Veränderungen in der Tagesstruktur der betroffenen Schule zu Folge haben können.

Heute kann nun über das erfreuliche Ergebnis berichtet werden, dass alle im Linienbündel Alsfeld-West betroffenen Schulen, nämlich die Gerhart-Hauptmann-Schule, die Geschwister-Scholl-Schule, die Albert-Schweitzer-Schule, die Stadtschule, die Max-Eyth-Schule, die Grundschule Romrod, die Grundschule Ruhlkirchen, die Grundschule Kirtorf, die Grundschule Homberg und die Gesamtschule Homberg den Vorschlägen des Verkehrsdezernats beim ZOV zugestimmt haben und dadurch künftig zwei Omnibusse eingespart werden können. Betroffen vom Linienbündel Grebenhain/Freiensteinau/Herbstein sind die Oberwaldschule Grebenhain, die Grundschule Freiensteinau, die Freiherr-vom-Stein-Schule Herbstein und die Grundschule Lautertal. Auch hier haben die Schulleitungen und die Gremien dieser Schulen zugestimmt, so dass dort weitere zwei Busse eingespart werden können.

Durch ständig rückläufige Schülerzahlen und damit auch rückläufige Einnahmen sah sich der ZOV gezwungen, entweder das Fahrangebot einzuschränken oder die Busse wirtschaftlicher einzusetzen.

Eine Ausdünnung der Fahrpläne im Schülerverkehr hätte stärkere Einschränkungen für die Fahrschüler mit sich gebracht als die nur teilweise notwendige Änderung der Schulanfangszeiten. Deshalb haben wir diesen Weg gewählt.