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Ein Hörgenuss in der Landesmusikakademie in Schlitz - Workshop-Chor "Der Vulkan singt" bot internationale Folklore - Brillante Inszenierung in exzellenter Akustik

12.11.2007 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Die gelungene Welt-Uraufführung
eines Chors, den es
bis Donnerstag noch gar nicht gab

 

Workshop „Der Vulkan singt“ in der Landesmusikakademie in Schlitz - Brillante Inszenierung in exzellenter Akustik - Volle Motivation

VOGELSBERGKREIS.  12. November 2007.
 
Der Vogelsbergkreis und die ansässigen sechs regionalen Sängerbünde hatten nach Schlitz in die Landesmusikakademie eingeladen, um herauszufinden, wie es sich anhört, wenn der Vulkan singt – und zwar dieses Mal „internationale Folklore“. Das Ergebnis: etwa 200 Zuhörerinnen und Zuhörer waren Zeuge einer gelungenen Inszenierung des knapp 60-köpfigen Workshop-Chors aus der gesamten Region Vogelsberg, der 30 Lieder aus 15 Ländern in acht verschiedenen Sprachen – darunter Hebräisch, Serbokroatisch, Ungarisch und Norwegisch – vortrug.

Chordirektorin Sabine Spahn (links) - Schirmherr Landrat Rudolf Marx (rechts).

Die Vielfalt, die Bandbreite und die gesangliche Qualität beeindruckten nicht nur das Auditorium insgesamt, sondern auch den Schirmherrn des kreisweiten Kulturprojekts, Landrat Rudolf Marx, sowie den Hausherrn der Landesmusikakademie, Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer im Besonderen. Beide gaben bei ihrer Begrüßung ihrer Freude darüber Ausdruck, dass die Ausgabe Nummer fünf des singenden Vulkans gerade in dem „dafür wie geschaffenen“ großen Konzertssaal der Musikakademie in der Hallenburg stattfand. Landrat Marx dankte Sabine Spahn und den Sängerbünden für ihr großes Engagement und den Sponsoren OVAG, Sparkasse Oberhessen und GWV Fulda für ihre Unterstützung.

Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer begrüßt rund 200 Zuhörer.
 
Chordirektor Willi Becker machte auf die Besonderheit des Projekts – dem er „deutschland- und europaweit viele Nachahmer“ wünschte – aufmerksam: „Machen Sie sich bitte klar: das hier ist eine Welturaufführung eines Chors, den es bis Donnerstag Nachmittag noch gar nicht gab.“ Die Teilnehmer des Workshops hatten sich in nur drei Tagen der umfangreichen und teils diffizilen Chorliteratur gewidmet. In dem von Willi Becker und der vor Ort verantwortlichen Chorleiterin Sabine Spahn liebevoll zusammengestellten Repertoire wechselten sich in den Liedern aus drei Kontinenten feine Brillanz, exakte Transparenz, beeindruckende Klangfülle und treffsichere, beherzte Intonation in einer stimmungsvollen Ausgewogenheit – von zart-melancholisch bis heiter-beschwingt, ja bis „witzig“ – ab. Und das alles in der perfekten exzellenten Akustik des Konzertsaals der Akademie. Ein einziger Hörgenuss.


 
Viel Abwechslung brachten in der über zweistündigen Darbietung auch die integralen Auftritte der „Jungen Vocalisten“ (Foto oben) unter der Leitung von Sabine Spahn (links), die etwa die Hälfte der Lieder in einer Besetzung von 15 Sängerinnen und Sängern (zumeist sehr junge) zum Vortrage brachten. Zu ihrem Repertoire gehörten unter anderem deutsche und schwedische Volkslieder und eine siebengliedrige Hommage an den Alsfelder Komponisten Paul Zoll, der in diesem Jahr 100 geworden wäre.



Chordirektor Willi Becker dirigiert den 60-köpfigen Workshop-Chor

Die knapp 60 Sängerinnen und Sänger, die von Donnerstag bis Sonntag in der Landesmusikakademie mit Willi Becker und Sabine Spahn „in Klausur“ waren, spannen ihren Reigen von Ungarn, über Dalmatien, Norwegen, Finnland, Schottland, Tschechien – hier waren es berührende Stücke von Antonin Dvorak -, Lateinamerika bis nach Israel. Sowohl Spahn als auch Becker waren mal Dirigenten, mal Mit-Sänger, mal saß Becker am Flügel. Dort begleitete auch in perfekter Harmonie und Einfühlsamkeit die Alsfelder Künstlerin Marina Pletner das große vierstimmige Ensemble.
 
Der Parforceritt durch die Kontinente neigte sich mit „Amazing Graze“ in tatsächlicher Grazie dem Ende entgegen. Als die 60 Sängerinnen und Sänger beim vorletzten Lied „Neigen sich die Stunden“ im gesamten großen Saal verteilt hatten und bei bestem Timing durch das „Doppel-Dirigat“ Spahn/Becker inmitten der Zuschauer sangen, hielt es sie nicht mehr auf ihren Stühlen: es gab stehende Ovationen. Zur „Belohnung“ durfte das Auditorium dann ganz zum Schluss bei „Guantanamera“ den Refrain mitsingen.
 
Bei der Verabschiedung dankte Chordirektor Becker der heimischen Politik „für so viel Aufgeschlossenheit, was die Förderung von Kultur anbelangt – das ist beileibe nicht überall so“, lobte er. Landrat Marx als Schirmherr des seit 1999 zweijährlich durchgeführten Projekts versprach: „Das wird weitergeführt werden.“ Sabine Spahn und Erich Ruhl, im Kreishaus organisatorisch mit dem Projekt befasst, sehen in der erneut gelungenen Inszenierung eine „Visitenkarte für die Schönheit des Chorgesangs“.

 

   Chorgesang: helle Freude

 Marina Pletner am Flügel

Bürgermeister und Landrat  

60 Sängerinnen und Sänger mischen sich unter die 200 Zuhörer und inszenieren im "Doppel-Dirigat" das Lied "Neigen sich die Stunden." Darauf folgte: stehender Beifall.

Landrat Marx (rechts) dankt Sabine Spahn (links nebem dem LR) und Chordirektor Willi Becker (links).


 
 
Links im Bild Chordirektor Willi Becker.

Fotos: Pressestelle Vogelsbergkreis

 

30 Lieder am 11. November 2007 – Der Vulkan singt – Landesmusikakademie in Schlitz

Großer Chor:
Ungarn – Lajos Bárdos – Pandur andandori
Dalmatien – Volkslied – Plovi, plovi
Norwegen – Tor Skauge – Kjerringa med staven
Finnland – Volksweise, arr. Gunnar Eriksson – Vem kann segla förutan vind Norwegen – Wilhelm Peterson-Berger – Pá Fjeldesli Schottland – Schottische Weise, arr. Gunnar Eriksson – Ge mig en dag
 
Junge Vocalisten:
Schweden – Anders Nyberg – Länger leve livet
Schweden – Traditionell, arr. Carsten Gerlitz – Limu, limu, lima Deutschland – Volkslied, arr. Hellmut Wormsbächer – Dat du min Leevsten büst Deutschland – Volkslied, arr. Carsten Gerlitz – Rosestock, Holderblüh (mit 3 Ecken) Deutschland – Volkslied, arr. Volker Wangenheim – Ein Vogel wollte Hochzeit machen
 
Großer Chor:
Tchechien – Antonin Dvorák – Aus: Sechs Klänge aus Mähren (Nr. 1 und Nr. 6, Die Trennung, Die Zuversicht)
 
*** Pause
 
Junge Vocalisten:
Spanien – Paul Zoll – Spanisches Liederspiel (7 Lieder:
O, mein Vöglein – Wo gehst du hin? – O, Lorbeer grün – Wiegenlied – Ach, deine Augen – Wo holst du Wasser? – Bei deinem schönen Feste (Fest der Madonna)
 
Großer Chor:
Lateinamerika – Traditional – Un poquito cantas
Deutschland – Volkslied, arr. Friedrich Silcher – In einem kühlen Grunde
 
Junge Vocalisten:
Nordamerika – Indianische Weise – Evening Rise
Südamerika – Volkslied, arr. Electo Silva – Dulce Embeleso Südamerika – Volkslied, arr. Josefina Severino – Por el Camino
 
Großer Chor:
Israel – Volksweise, arr. Tova Porat – El Haderech
England – Gospel, arr. Lorenz Maierhofer – I sing holy Schottland – Volksweise, arr. Peter Hammersteen – Amazing Graze Deutschland – Volkslied, arr. Lorenz Maierhofer – Neigen sich die Stunden Mittelamerika – Traditional, arr. Electo Silva – Guantanamera

***
gesungene Sprachen:
 
Deutsch
Englisch
Hebräisch
Schwedisch
Norwegisch
Spanisch
Serbokroatisch
Ungarisch