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Gegen Fachkräftemangel: Projekt „Auf Achse!“ bildet 20 Männer zu LKW- oder Busfahrern aus - KVA arbeitet mit Partnerbetrieben und Fahrschulen zusammen – Gute Aussichten für qualifizierte Berufskraftfahrer

06.11.2007 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Gegen Fachkräftemangel: Projekt „Auf Achse!“
bildet 20 Männer zu LKW- oder Busfahrern aus

KVA arbeitet mit Partnerbetrieben und Fahrschulen zusammen – Gute Aussichten für qualifizierte Berufskraftfahrer

VOGELSBERGKREIS.   6. November 2007.

„Wir sind davon überzeugt, dass Sie alle im Anschluss an Ihre Ausbildung innerhalb kürzester Zeit eine Stelle finden werden“, ist sich Wolfgang Pfeiffer, Geschäftsführer der Fahrschule Pfeiffer in Schotten, sicher. Er habe viele Kontakte zu Unternehmen aus dem Transportgewerbe und höre immer wieder vom großen Bedarf an qualifizierten Berufskraftfahrern.
Diese Einschätzung teilt nicht nur sein Fahrlehrerkollege Arno Stumpf aus Alsfeld, sondern auch die drei Unternehmer aus der Region, die der Einladung von Holger Will, Projektverantwortlicher in der KVA, gefolgt waren. Deutschlandweit werden aktuell Hunderte von LKW-Fahrern gesucht, überwiegend im Fernverkehr und bei Speditionen.

Thomas Schmidt von „GO! Express & Logistik Alsfeld GmbH“ ist auf gut qualifizierte und flexible Berufskraftfahrer angewiesen: „Wir sind immer dann gefragt, wenn irgendwo Lieferschwierigkeiten bei einem Unternehmen auftreten,“ berichtet er den Projektteilnehmern, „dann müssen wir sehr flexibel sein und kurzfristig zum Beispiel Ware von Hamburg nach Hessen holen.“ Bedarf an Kraftfahrern signalisierte auch Andy Bohn von der „Umweltdienste Bohn GmbH“ in Schwalmtal. Als einer der Mit-Initiatoren von „Auf Achse!“ hatte er schon im vorigen Projekt an der praktischen Qualifizierung zukünftiger Fahrer mitgearbeitet. „In unserem Unternehmen besteht eigentlich immer die Möglichkeit, sich seinen Platz zu erarbeiten. Besonders wichtig ist bei uns aber Fahrpraxis mit 40-Tonnern und Ladekränen sowie Fahrsicherheit auf unbefestigten Wegen,“ so Bohn weiter, „Langholztransporte erfordern schon spezielle Kenntnisse, die ein zukünftiger Mitarbeiter aber gerne während einer Praktikumsphase erlernen kann.“

Teilnehmer, die schon im Besitz des LKW-Führerscheins sind, haben die Möglichkeit gewählt, den Busführerschein zu erwerben. Denn auch Busfahrer werden gesucht, wie Geschäftsführer Seelbach von „Nau GmbH & Co. KG Omnibusverkehr“ in Kirchhain berichtete. Aktuell könnte er für den Linienverkehr in Alsfeld und Umgebung ein bis zwei Stellen besetzen.

Schon im November soll der theoretische Teil der Ausbildung bei der Fahrschule Pfeiffer absolviert werden. Dieser beinhaltet Grund- und Zusatzqualifikationen wie Staplerschein, Ladekran sowie die Gefahrgutscheine für Stückgut und Tank. Ein wichtiger Punkt für die zukünftigen Fahrer und interessierte Unternehmen: Die Kosten für den Führerscheinerwerb sind derzeit noch vergleichsweise gering. In den nächsten Jahren wird der Zugang für Berufskraftfahrer durch EU-Richtlinien erschwert und wegen regelmäßig erforderlichen Weiterbildungen auch deutlich teurer. Die Finanzierung der Qualifizierung wird durch ein Darlehen der KVA sichergestellt.

Erste Kontakte wurden schon nach der Informationsveranstaltung mit den Unternehmern geknüpft. Damit die frisch ausgebildeten Fahrer auch innerhalb kürzester Zeit „auf Achse“ gehen können, sind hiermit weitere Firmen des Speditions- und Transportgewerbes eingeladen, ihren Kraftfahrerbedarf bei Herrn Will unter Telefonnummer 06641 977-497 anzumelden. Zur Einarbeitung könnten Praktika und Lohnkostenzuschüsse mit dem Arbeitgeberservice der KVA vereinbart werden.

 


„Auf Achse!“ Die KVA arbeitet eng mit heimischen Unternehmen zusammen, um die Chancen für Berufskraftfahrer deutlich zu erhöhen. Unser Foto zeigt (von links): Gebrüder Schmidt (Geschäftsführer von GO! Express in Alsfeld), Wolfgang Pfeiffer und Arno Stumpf (Fahrschullehrer in Schotten und Alsfeld), Andy Bohn (Umweltdienste Bohn GmbH), Geschäftsführer Seelbach von Nau GmbH & Co. KG Omnibusverkehr in Kirchhain, Holger Will (Projektleitung in der KVA) und Christa Eichenauer vom Arbeitgeberservice der KVA.
Foto: Vogelsbergkreis