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Marx: Europa hilft Arbeitslosen, Chancen zu schaffen

19.07.1999 Von: Pressestelle Landratsamt

Marx: Europa hilft Arbeitslosen,

Chancen zu schaffen

Sieben Sozialhilfeempfänger arbeiten

bei der „Neuen Arbeit Vogelsberg“

VOGELSBERGKREIS ( ). Erster Kreisbeigeordneter Rudolf Marx zieht eine positive Zwischenbilanz der Beschäftigung von Sozialhilfeempfängern bei der „Neuen Arbeit Vogelsberg gGmbH“ in Alsfeld, deren Aufsichtsratsvorsitzender er ist. Das Landesprogramm „Arbeit statt Sozialhilfe“ helfe mit, Menschen bei ihrer Qualifizierung zu helfen und ihnen Chancen bei der Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen. „Was der Vogelsbergkreis will, und was die Neue Arbeit Vogelsberg praktiziert, ist Hilfe zur Selbsthilfe“, unterstreicht Marx. Besonders hebt der Erste Kreisbeigeordnete die Unterstützung des Landes Hessen und der Europäischen Union bei dem Projekt hervor.

Am 1. Juni 1998 haben sieben Sozialhilfeempfänger eine zweijährige Tätigkeit bei der Neuen Arbeit Vogelsberg gGmbH begonnen. Sie arbeiten in den Bereichen Elektrogeräte-Recycling, Möbel, Gebrauchtwaren, Gärtnerei und Landschaftspflege. Zum 31. Mai 1999 schieden zwei Personen aus der Maßnahme aus, davon eine aus Krankheitsgründen. Der andere Teilnehmer der Maßnahme konnte bereits eine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt finden. Die zwei Stellen wurden sofort am 1. Juni 1999 durch zwei weitere Sozialhilfeempfänger nachbesetzt.

Das gesamte Projekt kostet rund eine Million Mark, was sich - so Sozialdezernent Rudolf Marx - schon nach wenigen Jahren „rechne“. „Wir finanzieren Arbeit statt Arbeitslosigkeit und entlasten damit mittelfristig unseren Sozialhilfe-Etat“, betont Marx. Der Kreis muss von den Gesamtkosten rund zwei Drittel selbst finanzieren, Fördermittel erhält er in Höhe von 313.330 Mark, davon 160.000 Mark von der EU aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und vom Land Hessen 153.330 Mark.

Die Teilnehmer des Landesprogramms werden während der 24 Monate von Mitarbeitern der Neuen Arbeit Vogelsberg sozialpädagogisch betreut. Die Betreuung umfasst die Hilfe zur Selbsthilfe in allgemeinen Lebens- und Sozialfragen, aber auch Schuldnerberatung und die Vermittlung von Fachberatungen und Hilfestellungen bei Anträgen aller Art. Ferner wird die Qualifizierung pädagogisch begleitet, und nicht zuletzt stehen die Betreuer mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um die konkrete Vermittlung zukünftiger Arbeitsplätze geht. Der Erste Kreisbeigeordnete ist optimistisch, dass das Projekt Mitte des nächsten Jahres erfolgreich abgeschlossen werden kann.