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Neues Regionales Entwicklungskonzept bis 2013 mit Schwerpunkten Bioenergie, Dorfkernstärkung und Demographie - Landrat Marx ist erfreut über die große Resonanz bei den Bürgermeistern

16.07.2007 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Marx ist erfreut über die große
Resonanz bei den Bürgermeistern
 
Neues Regionales Entwicklungskonzept bis 2013 mit
Schwerpunkten Bioenergie, Dorfkernstärkung und Demographie

VOGELSBERGKREIS.     16. Juli 2007.
 
Der demographische Wandel und das, was er für eine Region wie den Vogelsbergkreis bedeutet, war das beherrschende Thema einer Beratung am Freitag im Lauterbacher Kreishaus. Landrat Rudolf Marx zeigt sich in einer Presseerklärung sehr erfreut über die „große Resonanz bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern“ auf seine Einladung zur Erarbeitung des Regionalen Entwicklungskonzepts. Es geht dabei um die Sicherung von Fördergeldern der Europäischen Union (LEADER / ELER) in Millionenhöhe.
 
16 von 19 Gemeindeverwaltungen waren am vergangenen Freitag im Landratsamt vertreten und diskutierten intensiv die kommunalen Ziele und Wünsche mit dem Landrat und den Fachleuten in der Kreisverwaltung sowie mit Thomas Schaumberg von der Vogelsberg Consult GmbH, deren Beirat als Regionales Entwicklungsforum Antragsteller in Wiesbaden für die neue Förderperiode bis 2013 ist. Das Spektrum der Debatte reichte von „Die vorhandenen Stärken stärken“ bis „Kleine Ortsteile vor dem Untergang retten“.
 
Marx hofft auf eine weitere verstärkte Mitarbeit der Kommunen im Regionalen Prozess, denn: „Kirchturmdenken und Pessimismus können wir uns wirklich nicht mehr leisten.“ Kernziele einer gemeinsamen Politik seien die Beschäftigungsförderung, die Schaffung von Strukturen zur Bewahrung der Lebensqualität und der Naturlandschaft. Hier sei das Naturschutz-Großprojekt von entscheidender Bedeutung. Das bis Ende August vorzulegende neue Regionale Entwicklungskonzept müsse sich schlüssig und mit klaren Konturen von anderen Regionen abgrenzen, denn der Vogelsbergkreis konkurriere mit 27 Antragstellern – Geld sei aber nur für 15 vorhanden.
 
Margit Wagner und Lorenz Kock vom Amt für den Ländlichen Raum erläuterten die Schwerpunkte, die bis 2013 von entscheidender Bedeutung und als Novum im Anforderungskatalog seitens der EU und des Landes angefordert seien: demographische Entwicklung, Leerstandsmanagement, Dorfkernstärkung, regionale Energieziele, interkommunale Zusammenarbeit – hier wurden von den Bürgermeister etwa ein Dutzend Anregungen eingebracht – und das effiziente Nutzen der Biomasse. Kock: „Wir brauchen Wirkungsgrade von 90 Prozent.“ Hierbei sei die BioRegio Holz, obgleich mit kürzerer Laufzeit, ein deutlicher Impulsgeber, betonte Lorenz Kock.
 
Mit Beginn des neuen EU-Förderzeitraums von 2007 bis 2013 werden vom Land Hessen auf der Grundlage aktualisierter Entwicklungskonzepte die künftigen Förderregionen ausgewählt. Der Vogelsbergkreis werde sich fachkompetent mit seinem Regionalforum (Vogelsberg Consult) und dem Amt für den ländlichen Raum dieser Aufgabenstellung annehmen mit dem Ziel, den Vogelsberg auch weiter als Förderregion weiterhin erfolgreich nach vorne zu bringen, betont Landrat Marx.

Die Bilanz seit Beginn der 80-er Jahre:
Dorferneuerungspolitik (DE) und Regionalentwicklung (RE) haben über

55 Millionen Euro in die Region fließen lassen und damit über 150 Millionen Euro an Investitionen ausgelöst.

72 der 186 Ortsteile im Vogelsbergkreis sind bisher durch DE gefördert worden. Allein seit dem Jahr 2000 haben in der DE 19 Millionen Euro und in der EU-geförderten Regionalentwicklung 4,5 Millionen Euro positiv gewirkt, berichtete Margit Wagner, Sachgebietsleiterin DE/RE.

Die angestoßenen Investitionen bedeuteten immer auch Sicherung von Arbeitsplätzen durch Aufträge fürs heimische Handwerk. Es fließe auch sehr viel Geld in die direkte Stärkung der Wirtschaft und der Arbeitnehmer. Der Vogelsbergkreis sei hessenweit führend bei der Inanspruchnahme von Mitteln der Dorferneuerung (Landesförderung) und Regionalentwicklung (EU-Förderung). Erkennbar führe dieses sinnvoll verwendete Geld des Steuerzahlers zur Stärkung der Struktur des Landkreises, gerade auch bei der Ausbildungsförderung und der Arbeitsplatzsicherung, unterstreicht Landrat Marx in seiner Presseerklärung.
 
Moderiert wurde die Veranstaltung im Kreishaus von Josef Bühler, der bereits vor einigen Tagen die Gesprächsführung auf dem Kongress der hessischen Regionalforen in Schlitz zum gleichen Thema hatte (wir berichteten). Das seither gültige Regionale Entwicklungskonzept wird zurzeit den neuen Richtlinien, die EU und Land Hessen vorgeben, von den Fachleuten im Landratsamt und bei Vogelsberg Consult angepasst. Das Vogelsberger Konzept muss bis Ende August fertig sein und wird dann der Landesregierung zum Auswahlverfahren vorgelegt. Der Landrat rechnet aufgrund der „fachlich äußerst fundierten Antragstellung“ fest damit, dass der Vogelsbergkreis auch bis 2013 „dabei“ ist.