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20-jähriges Bürgermeisterjubiläum von Rainer-Hans Vollmöller - Rudolf Marx dankt für "Umsicht und Weitsicht" - Rede des Landrats in der Feierstunde im Hohhaus

06.07.2007 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller
Kreisstadt Lauterbach
20-jähriges Bürgermeisterjubiläum

Feierstunde am Donnerstag, 5. Juli 2007, 18 Uhr, Hohhaus

Rede von Herrn Landrat Rudolf Marx

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Vollmöller,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

das wundervolle Ambiente des Hohhaus-Palais’ und die spürbare gute Atmosphäre dieser Feierstunde unterstreichen eindrucksvoll, dass der Anlass dieser Zusammenkunft kein gewöhnlicher ist. Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller blickt heute auf ein beeindruckendes Amtsjubiläum zurück: 20 Jahre Bürgermeister; bereits mehr als die Hälfte davon hier in der schönen Kreisstadt Lauterbach.

Ich habe sehr gerne die Einladung zu dieser Feierstunde angenommen, denn es ist mir ein Herzensanliegen, dem Bürgermeiste für seine Tatkraft für diese Stadt und die gesamte Region zu danken. Diese Tatkraft ist verknüpft mit Charaktereigenschaften, die unserem Gemeinwesen gut tun. Rainer Vollmöller hat eine klare Vorstellung davon, wie eine liebenswerte, lebenswerte, aber auch wirtschaftlich überlebensfähige Stadt auszusehen hat. Und er geht dabei auf eine Weise vor, die ich nur begrüßen kann: Er bist beharrlich, aber nicht engstirnig. Er bist weitsichtig, aber nicht leichtsinnig. Er siehst sich selbst gelegentlich als „vorsichtig“, die Akteure im politischen Geschäft bezeichnen dies manchmal als „übervorsichtig“ – aber ich möchte es gerne „UMSICHTIG“ nennen. So sind es vor allem diese Umsicht und diese Weitsicht, für die ich heute danken möchte!

Rainer Vollmöller hat viel für Lauterbach und – ich betone es noch einmal – für die gesamte Region, für den Vogelsbergkreis – erreichen können. Denn eine Stadt wie Lauterbach, Kreisstadt und Mittelzentrum mit großem Einzugsbereich, hat viele Aufgaben, viele Verpflichtungen den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber. Hier immer die richtige Abwägung zwischen Wünschenswertem und Machbarem zu treffen, ist nicht immer einfach. Hier kommt dem Jubilar zugute, dass ihm die Menschen abnehmen, dass er„ einer von ihnen“ bist. Dogmatismus oder das Pachten des Steins der Weisen sind Rainer Vollmöller fremd. Das ist gut für die Politik und vor allem gut für die Menschen.

Ich bin auch gekommen, um für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis zu danken. Denn die oft zitierte „kommunale Familie“ gibt es wirklich – sie ist nicht nur in der hessischen Gemeindeverfassung so ausdrücklich vorgesehen; nein, diese Familie ist für die Erledigung der Aufgaben zielführend und trägt erheblich dazu bei, das Vertrauen der Menschen in die Politik zu stärken.

Das Polarisieren zwischen der städtischen und der Kreisebene ist seine Sache nicht. Wir sind uns da völlig einig, dass dies keiner Seite nützt – vor allem nicht den Bürgern. Für diese Kooperationsbereitschaft im Dienste der Menschen danke ich sehr.

Bevor Rainer Vollmöller seinen Dienst als Bürgermeister in Gemünden an der Worra angetreten hat im Juni 1987, warst er ja auch über zwei Jahre Mitglied des Kreisausschusses unseres Heimatkreises. Ich bin sicher, dass dies für seine politische weitere Karriere kein schlechter Zwischenschritt war...

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

die Stärkung des ländlichen Raums, die behutsame Weiterentwicklung der Lebensgrundlagen und die Bewahrung der Lebensqualität für alle Menschen unseres Heimatkreises ist eine gemeinsame Aufgabe, die uns dauerhaft in der kommunalen Familie der Städte und Gemeinden und des Landkreises verbindet. Die Menschen erwarten viel von uns – auch und gerade angesichts der viel beschworenen „demographischen Entwicklung“. Wir sind gehalten, trotz geringer Mittel, den unabweisbaren Wandel zu gestalten und sich ihm nicht nur anzupassen.

Während der Amtszeit von Bürgermeister Vollmöller wurden erhebliche Investitionen in die Infrastruktur der Stadt Lauterbach getätigt, wobei die Aufgabenschwerpunkte in den Bereichen des Straßenbaus, der Abwasserbeseitigung, der Kanalisation sowie der Wasserversorgung lagen. Zu den wesentlichen Aufgabenfeldern des Bürgermeister gehörte auch die Neuausrichtung der wirtschaftlichen Unternehmen der Stadt. So wurden sukzessive die ehemals drei städtischen Eigenbetriebe in die Stadtwerke Lauterbach GmbH überführt. Den Investitionsschwerpunkt bildete hier die Neugestaltung des Freizeitgeländes einschließlich der Modernisierung des Bäderbereiches. Als Investitionsmaßnahme von besonderer Bedeutung muss auch die Sanierung des Hohhausmuseums angeführt werden.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die erheblichen Anstrengungen im Bereich der Touristik. Schräg gegenüber wurde noch vor gar nicht langer Zeit das neue Tourist-Center in der Stadtmühle – übrigens auch mit kräftiger Unterstützung durch die Europäische Union – in Betrieb genommen. Es ist schön, wie sich unterschiedliche politische Ebenen einem gleichen Ziel verschrieben haben: die Lebensbedingungen der Menschen – auch im ländlichen Raum – zu sichern und zu verbessern.

Meine Damen und Herren,

ich gratuliere Rainer-Hans Vollmöller zu seinem Jubiläum. Ich gratuliere einem vorausschauenden, verantwortungsfähigen Kommunalpolitiker. Wirtschafts- und Sozialkompetenz zeichnen diesen Bürgermeister aus. Er ist Realist und trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, die kommunalpolitisches Handeln erschweren, auch Optimist. Er ist – lassen Sie es mich an dieser Stelle ruhig einmal sagen: Rainer Vollmöller ist ein Mensch, der noch an das Gute im Menschen glaubt und der weiß, dass unsere Mittel als Menschen begrenzt sind. Rainer Vollmöller ist fest verankert im christlichen Glauben, der ihm Halt gibt. Denn Zynismus und Selbstüberschätzung der eigenen Person bzw. der politischen Durchsetzungsmöglichkeiten führen nicht wirklich zum Ziel.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Vollmöller,

nochmals alles erdenklich Gute zum 20-jährigen Amtsjubiläum. Ich wünsche Ihnen Mut, Charakterfestigkeit und Erfolg. Persönlich wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie Glück, Gesundheit und Gottes Segen.