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Keine dioxinhaltigen Lebensmittel im Vogelsbergkreis gefunden

09.07.1999 Von: Pressestelle Landratsamt

Lebensmittelkontrolleure fanden

keine dioxinhaltigen Lebensmittel

Auch Futtermittel wurden überprüft - Täglich unterwegs

VOGELSBERGKREIS ( ). Die drei Fachleute für Lebensmittelkontrolle des Staatlichen Amtes für Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen des Vogelsbergkreises sind seit Ende Mai täglich unterwegs, um in Lebensmittelmärkten und -geschäften des Kreises zu überprüfen, dass keine mit Dioxin belasteten Lebensmittel aus Belgien an die Verbraucher abgegeben werden, teilt der Leiter des Veterinäramtes, Dr. Reinhart Gößler, mit.

Aus dem umfangreichen Retourenmaterial nach Belgien wurden einige Proben entnommen (zum Beispiel Joghurt, Käse, Eierravioli). Die Laboruntersuchung ergab keine Beanstandungen. Nichts auszusetzen hatten die Kontrolleure auch bei Nutztierhaltern, die Fertigfutter verwenden. Es wurden keine Futtermittel belgischer Herkunft vorgefunden. Futtermittelproben - auch aus deutscher Herkunft - wurden im Labor untersucht. Ergebnis: keine Einwände.

Am 28. Mai 1999 war über das Schnellwarnsystem der Europäischen Union in Bonn eine Meldung des belgischen Gesundheitsministers eingegangen, wonach in Belgien alle Geflügelprodukte und Eier wegen einer möglichen Kontamination mit Dioxin aus dem Markt genommen würden. Die Verbraucher wurden aufgefordert, kein Geflügel und keine Eier aus Belgien zu essen. Später wurde diese Warnung auch auf Schweine- und Rindfleisch bzw. Produkte daraus ausgedehnt. Als Ursache für einen möglichen Dioxingehalt in den genannten Lebensmitteln wurden 57 Tonnen dioxinhaltiges Fett angenommen, die ein belgischer Futtermittelproduzent zur Herstellung von Fertigfutter verwendet hatte. Eine Verfütterung war an landwirtschaftliche Nutztiere erfolgt.

Nach der europaweiten Warnung reagierten die Lebensmittel-Vertriebsorganisationen in Deutschland schnell und nahmen alle entsprechenden belgischen Waren aus dem Verkehr und schickten sie ins Ursprungsland zurück.

Bundesweit und somit auch für den Vogelsbergkreis könne festgestellt werden, so Dr. Gößler, dass die Untersuchungsergebnisse deutscher Erzeugnisse die Unbedenklichkeit für den Verbraucher bestätigten.