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„Den Rechtsanspruch für Mutter-Kind-Kuren in die Wirklichkeit umsetzen" - Familiendezernentin Sylke Emmermann und das Diakonische Werk plädieren für das Hausarzt-Prinzip

29.05.2007 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

„Den Rechtsanspruch für Mutter-Kind-Kuren in die Wirklichkeit umsetzen"

Familiendezernentin Sylke Emmermann und das Diakonische Werk plädieren für das Hausarzt-Prinzip

VOGELSBERGKREIS. 29. Mai 2007.

 

„Es ist gut, dass es seit April diesen Jahres einen klaren Rechtsanspruch für die Gewährung von Mutter-Kind-Kuren gibt. Diese notwendige Rechtssicherheit für viele Mütter darf nun nicht durch lebensferne zentralistische Überprüfungsmethoden wieder ausgehöhlt werden." Dies sagte die Familiendezernentin des Vogelsbergkreises, Sylke Emmermann, die vor wenigen Tagen zu diesem Thema ein Gespräch mit der Leiterin des Diakonischen Werks Vogelsberg (DW) in Lauterbach, Christa Wachter, führte. Vielmehr wolle das DW den Frauen Mut machen, langfristig etwas für die Erhaltung ihrer Gesundheit zu tun.

 

Emmermann und Wachter appellieren an die heimischen Bundestagsabgeordneten Michael Brand und Rüdiger Veit, „nach der Einführung dieses wichtigen Gesetzes jetzt den betroffenen Müttern beizustehen und auf die zielführende Umsetzung zu achten." Denn während in der Vergangenheit oft ein „Gezerre" zwischen Krankenkasse und Rentenversicherungsträger an der Tagesordnung gewesen sei, bestehe nun die Gefahr, dass von einer Zentrale eingesetzte Ärzte, die die Patientin gar nicht kennen, über die Notwendigkeit einer Kur entscheiden sollen. Hinzu käme die Gefahr, dass für die Begutachtung lange Wege zurückzulegen seien. „Es kann nicht sein, dass die Schwelle für eine berechtigte Inanspruchnahme gleich wieder angehoben wird", kritisierte Emmermann.

 

Emmermann und Wachter halten es dagegen für wesentlich vernünftiger – übrigens in Anlehnung an die Eckpunkte der Gesundheitsreform mit dem Schwerpunkt Prävention und der „Lotsenfunktion"– den Hausarzt zu dem jeweiligen Antrag auf Mutter-Kind-Kur zu befragen. „Gerade hier ist das Hausarzt-Prinzip zielführend", so Emmermann. Denn der Hausarzt kenne die gesamte Familie und könne am besten beurteilen, ob ein Erschöpfungszustand vorliege, der mit Hilfe einer Mutter-Kind-Kur gemildert werden könne. Dies habe auch familienstabilisierende Auswirkungen, was das Gesetz ausdrücklich vorsehe.

 

Das Müttergenesungswerk, getragen von mehreren deutschen Wohlfahrtsverbänden, habe das Ziel, die Gesundheit der Mütter zu fördern. Das Diakonische Werk Vogelsberg habe im vergangenen Jahr 92 Frauen in der Beratung gehabt, 41 Anträge hätten zu 21 Zusagen geführt. Die Ablehnungsrate sei mit 20 extrem hoch gewesen. Dies sei nicht im Sinne einer wirksamen Gesundheitsvorbeugung, meinte Emmermann. In den Beratungen kümmere sich das DW um die Vorbereitung des Antrags, mögliche Widerspruchsverfahren, um die Frage „Welches Haus passt am besten zu dieser Mutter" sowie um die Begleitung „zurück in den Alltag", berichteten Christa Wachter und Diplom-Sozialpädagogin Michaela Schindler. Emmermann lobte die fundierte und „unverzichtbare Arbeit des Diakonischen Werks".

Emmermann und Wachter rufen die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, das Müttergenesungswerk mit einer Spende zu unterstützen. Die Adresse: Elly-Heuss-Knapp-Stiftung, Bank für Sozialwirtschaft München, BLZ 700.205.00, Konto 8880.

Informationen:

Telefon 030 / 33002929

www.muettergenesungswerk.de

und über das

Diakonische Werk Vogelsberg
Schlitzer Straße 2 (direkt neben dem Bahnhof), 36341 Lauterbach

Telefon 06641 / 3041

beratungsstelle(at)diakonie-vogelsberg.de

Ein klares Ja zu den Mutter-Kind-Kuren: Unser Foto zeigt (von links) Diplom-Sozialpädagogin Michaela Schindler, die Leiterin des Diakonischen Werks Vogelsberg, Christa Wachter, und Familiendezernentin Sylke Emmermann.

 

Foto: Vogelsbergkreis