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Erfolgreich bei neuen Ausbildungsplätzen

05.07.1999 Von: Vogelsberg Consult GmbH

„50 Ausbildungsplätze können sich sehen lassen“

 

Beratungsgremium der Koordinierungsstelle KORA diskutiert 17 Projekte der regionalen Arbeitsmarktpolitik

 

 

Vogelsbergkreis ( ). „Die Koordinierungsstelle für regionale Arbeitsmarktpolitik (KORA), angesiedelt bei der LEADER GmbH, sollte von Beginn an in den Austausch mit Expertinnen und Experten der Region eingebunden sein. Die gemeinsame Arbeit entspricht der Philosophie unseres Hauses.“ Mit diesen Worten begrüßte LEADER-Geschäftsführer Thomas Schaumberg dieser Tage das Beratungsgremium der KORA, das die Projekte der Koordinierungsstelle der vergangenen eineinhalb Jahre revue passieren ließ.

 

KORA-Projektleiter Harald Finke stellte dem Beratungsgremium, das von Vertreterinnen und Vertretern der IHK, der Kreishandwerkerschaft, des Arbeitgeberverbandes Mittelhessen, des DGB, des Arbeitsamtes sowie der Kreisverwaltung getragen wird, die 17 Projekte vor, die die KORA in den vergangenen 18 Monaten umgesetzt hat.

 

Die Palette der Aktivitäten, die die Runde auf den Prüfstand stellte, reicht von der Initiierung von Ausbildungsverbünden bis zur gemeinsamen Arbeitsgruppe mit der Jugendfeuerwehr des Vogelsbergkreises, die sich in einer vielbeachteten Broschüre „Jugend und Arbeit“ mit dem Thema Ausbildung befaßt. „Letztlich“, so Finke, „zählt aber nur das Produkt – in unserem Fall sind es inzwischen mehr als 50 zusätzliche Ausbildungsverhältnisse, an denen die KORA beteiligt war.“

 

Geschäftsführer Thomas Schaumberg meinte, daß sich der Durchschnitt von knapp drei Ausbildungsplätzen pro Monat durchaus sehen lassen könne. „Aber wir wollen uns weiterhin verbessern, denn nun steht Qualitätssicherung an“, gab Schaumberg das Thema der Diskussion vor.

 

Vorab jedoch begrüßte er den designierten Geschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektrounternehmen Mittelhessen, Dr. Dirk Hohn. Dieser zeigte sich insbesondere am „Marktplatz Ausbildung“ (wir berichteten) interessiert, weil es sich um ein Projekt handle, das den Kreis geeigneter Bewerberinnen und Bewerber um Ausbildungsplätze in der Industrie erweitere. Bemerkenswert sei, daß ein Unternehmen der Metallindustrie im Rahmen des Marktplatz Ausbildung einen passenden Auszubildenden gefunden habe. Für den nächsten Marktplatz, der in Alsfeld stattfinden wird, signalisierte er daher die Unterstützung seines Verbandes.

 

Reiner Schepp, Ausbildungsberater der IHK Gießen-Friedberg, schlug vor, die Akquise zusätzlicher Ausbildungsplätze noch intensiver in die Betriebe zu verlagern. „Letztlich ist es das Gespräch mit der Unternehmensführung, das den größten Erfolg verspricht.“ Klaus Merget, Berufsberater des Arbeitsamtes im Vogelsbergkreis, verwies auf eine vergleichende Untersuchung, wonach deutlich werde, daß ein überproportional hoher Anteil der Mittel für Ausbildungsförderung im Land Hessen an Firmen aus dem Vogelsbergkreis geflossen sei. „Dies ist sicherlich auch ein Erfolg der Informationskampagne der KORA, der der heimischen Wirtschaft zu gute kommt.“ Darüber hinaus sei positiv zu vermerken, daß sich die Zusammenarbeit der an der Ausbildungsförderung im Kreis Beteiligten deutlich verbessert habe.

 

Erwin Mönnig, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft für den Vogelsbergkreis, sieht die wirtschaftliche Situation des Handwerks als „derzeit angespannt“ an und er hofft daher, daß das Handwerk die Zahl der Ausbildungsverhältnisse des vergangenen Jahres halten kann. Dies sei jedoch erst im Herbst genau festzustellen. Insgesamt sei die Koordinierungsstelle KORA im Rahmen der Ausbildungsmarktpolitik des Kreises als Schritt in die richtige Richtung anzusehen.

Gudrun Huber, Frauenbeauftragte des Landkreises, verwies darauf, daß die Bandbreite beruflicher Perspektiven für Mädchen weitaus größer sei als gemeinhin wahrgenommen. Daher sollte weiterhin für untypische Berufe für junge Frauen geworben werden.

Als „Anknüpfung an der richtigen Stelle“ bezeichnete Herbert Zechel, Leiter des Arbeitsamtes Alsfeld, den Schwerpunkt Ausbildungsförderung der KORA. Die berufliche Ausbildung sei nach wie vor der entscheidende Einstieg in den Werdegang. Die Koordinierungsstelle leiste daher einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs der Zukunft.

Hildegard Maaß, DGB Fulda-Vogelsberg, bezog sich auf die Vielfalt der Projekte. „KORA widmet sich mit den Themen ‚Berufsorientierung Jugendlicher‘, ,‚Unternehmensförderung‘ und der Ausbildung Benachteiligter beiden Seiten des Ausbildungsmarktes sowie auch denen, die besondere Probleme haben. Dies scheint mir das Besondere zu sein – und der Erfolg gibt diesem Ansatz recht.“

 

Zum Abschluß des Fachgesprächs dankte Schaumberg Harald Finke und Andrea Schönfeld für den Aufbau und die Etablierung der Koordinierungsstelle, die sich vom Projekt zum ständigen Arbeitsgebiet der Regionalentwicklung gemausert habe. Schon jetzt sei gesichert, daß die regionale Arbeitsmarktpolitik eine Hauptaufgabe der neu gegründeten Vogelsberg Consult – Gesellschaft für Regionalentwicklung und Wirtschaftsförderung (wir berichteten) sei. Auch die „Philosophie des Miteinander“ gehe von der LEADER GmbH in die Vogelsberg Consult über. Daher lud Schaumberg das Beratungsgremium abschließend zur weiteren Mitarbeit an der Verbesserung des regionalen Arbeitsmarktes ein, „mit gebündelter Kompetenz und unter neuem Logo, aber mit den gleichen Zielen.“