Kontakt
Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises
Goldhelg 20
36341Lauterbach (Hessen)
Telefax: +49 6641 9775 333

B 254 wird für den Lkw-Transit-Verkehr komplett gesperrt - Landrat Marx: Eine Entlastung für viele Tausend Vogelsberger Bürger

11.10.2006 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

„Eine Entlastung für viele Tausend

Vogelsberger Bürger an der B 254“

Landrat Rudolf Marx begrüßt Entscheidung des

Verkehrsministers: Fahrverbot für Lkw über 12 Tonnen

VOGELSBERGKREIS ( ). „Das wird eine spürbare Entlastung für Tausende von Vogelsberger Bürgern entlang der Bundesstraße 254 werden.“ Mit diesen Worten begrüßt Landrat Rudolf Marx die Entscheidung von Verkehrsminister Dr. Alois Rhiel, auch die B 254 für den Durchgangs-Lkw-Verkehr komplett zu sperren. Die Anordnung gilt für Lastkraftwagen, die über 12 Tonnen wiegen und die nicht in der Region be- oder entladen werden. Betroffen ist die B 254 vom Hattenbach-Dreieck bis zur Autobahnauffahrt Fulda-Süd. Im Bereich des Vogelsbergkreises ist dies die gesamte Strecke von Alsfeld-Heidelbach bis Wartenberg-Landenhausen.

Die Anordnung des Lkw-Fahrverbots hatte das Verkehrsministerium vor wenigen Tagen über das Regierungspräsidium in Kassel veranlasst. Zuvor waren die Regierungspräsidien in Nord- und Mittelhessen fachlich angehört worden. In der Anordnung des RP Kassel heißt es: „Zum Schutz der Wohnbevölkerung vor den erheblichen Auswirkungen veränderter Verkehrsverhältnisse, die durch die Erhebung der Maut hervorgerufen worden sind, wird ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 12 Tonnen im Durchgangsverkehr auf der B 254 angeordnet.“ Eine Befristung der Maßnahme ist nicht vorgesehen. Die entsprechenden Verbots-Schilder werden in den kommenden Wochen aufgestellt.

Wirtschaftsminister Dr. Rhiel hatte bereits im August Fahrverbote auf weiteren Bundesstraßenstrecken in Hessen angekündigt und auf die Bedeutung des Schutzes der Anwohner vor Lärm, Abgasen und Erschütterungen hingewiesen. Die Landesregierung will insgesamt sechs Bundesstraßen in Mittel- und Nordhessen auf einer Strecke von mehr als 400 Kilometern für Lastwagen über 12 Tonnen tags und nachts sperren.

Aus Sicht von Dr. Rhiel und Landrat Marx sollen die Lastwagen für den Transit statt der Bundesstraßen die Autobahnen benutzen, also insbesondere die A 5 und die A 7. Wie das Verkehrsministerium mitteilte, gebe es bundesweit keine vergleichbar weiträumige Sperrung von Bundesstraßen zum Schutz von Anwohnern. Die geplanten Sperrungen seien möglich geworden durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO). Paragraph 45 Absatz 9 regelt jetzt die Sperrbeschilderung für Lkw neu. Zentrales Ziel sei die Rückverlagerung der „Mautausweichverkehre“. Die Änderung der StVO bringe nun eine „dauerhaft rechtssichere Lösung“ im Interesse der Bevölkerung, betont Landrat Marx in seiner Bewertung der Verfügung.

Verkehrslärm sei auch für viele südhessische Bürger ein Problem, hatte Dr. Rhiel erklärt. Die Zählungen in Nord- und Mittelhessen hätten jedoch ergeben, das teilweise bis zu zehnmal mehr Lkw unterwegs waren als in Südhessen. Im Gegensatz zum Norden und zur Mitte Hessen seien die Grenzwerte in Südhessen tagsüber nicht überschritten gewesen.