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Blauzungenkrankheit - Das Veterinäramt informiert - Transportverbote und Einschränkungen bei Ausstellungen - Keine Gefahr für Menschen

18.09.2006 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Tiertransporte verboten und Einschränkungen bei Ausstellungen

Blauzungenkrankheit: Vogelsbergkreis liegt im Sperrgebiet – Veterinäramt informiert über eine „bisher afrikanische Krankheit“

VOGELSBERGKREIS ( ). Seit Samstag, 16. September, liegt auch der Vogelsbergkreis im Beobachtungsgebiet der Blauzungenkrankheit. Außer den östlichsten hessischen Landkreisen sind ganz Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und große Teile von Rheinland-Pfalz in das Sperrgebiet einbezogen. Innerhalb Hessens ist bisher noch kein Fall von Blauzungenkrankheit festgestellt worden. Der Mensch ist für diese Erkrankung nicht empfänglich. Von den Produkten erkrankter Tiere geht keine Gefahr für den Verbraucher aus. Dies teilt das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz mit.

Blauzungenkrankheit ist eine bisher nur in Afrika und am Mittelmeer aufgetretene Virusinfektion der Wiederkäuer (Rinder, Schafe, Ziegen, aber auch Wild wie Rehe und Hirsche), die ausschließlich durch Mücken und eventuell andere blutsaugende Insekten übertragen werden kann. Die Krankheit äußert sich durch Fieber sowie schmerzhafte Blutungen an Lippen, im Maul aber auch am Kronsaum der Klauen, so dass Lahmheiten auftreten. Im Extremfall kommt es auch zur Schwellung und Blauverfärbung der Zunge, woher die Krankheit ihren Namen hat.

Das Verbringen von oben genannten empfänglichen Tieren aus dem Sperrgebiet heraus ist verboten. Ausnahmen von dem Transportverbot können beim Veterinäramt erfragt werden und müssen vom Veterinäramt genehmigt werden. Nicht empfängliche Tierarten wie zum Beispiel Schweine und Pferde sind von dem Transportverbot nicht betroffen.

Für den genehmigungspflichtigen Transport aus dem Beobachtungsgebiet heraus sind insbesondere für empfängliche Nutz- und Zuchttiere Quarantänemaßnahmen mit Insektizid-Behandlungen und Blutuntersuchungen erforderlich.

Auch Ausstellungen, Märkte und Auktionen mit den empfänglichen Tierarten unterliegen entsprechenden Auflagen, so dass mit vertretbarem Aufwand die Weiterverbreitung infizierter Tiere und infizierter Stechmücken vermieden werden kann. Der Veranstalter sollte sich rechtzeitig mit dem zuständigen Veterinäramt in Verbindung setzen.

Auskunft für den Vogelsbergkreis sind erhältlich über das Veterinäramt in Lauterbach unter de

Telefonnummer 06641/91168-0