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Landrat Marx beeindruckt vom pädagogischen Konzept der Gemeinschaft Altenschlirf

06.09.2006 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat vom pädagogischen Konzept in

der Gemeinschaft Altenschlirf beeindruckt

Rudolf Marx: „Hier wird Entwicklung ermöglicht,

weil die Potenziale der Menschen erkannt werden“

 

 

Der Landrat besucht die Gemeinschaft Altenschlirf. Unser Bild zeigt Rudolf Marx im Gespräch mit Geschäftsführer Pierre Haas (Zweiter von rechts) und Werkstattleiter Christian Bachmann (rechts).

Bild: Vogelsbergkreis

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<strong>VOGELSBERGKREIS ( ). „Ich freue mich für die behinderten Menschen, dass sie so kompetent betreut werden. Man spürt schnell, dass sie hier gut aufgehoben sind und dass sie sich hier entwickeln können.“ Dies sagte Landrat Rudolf Marx, als er sich vor wenigen Tagen gemeinsam mit Pierre Haas, Sprecher des Geschäftsleitungsteams, die Gemeinschaft Altenschlirf anschaute. In der Einrichtung des Vereins „Gemeinschaft für Heilpädagogik und Sozialtherapie e.V.“ wohnen und arbeiten 116 Menschen. Mit 150 Beschäftigten ist die Gemeinschaft Altenschlirf der größte Arbeitgeber in der Großgemeinde Herbstein.

Landrat Marx lobte den erfolgreichen pädagogischen Ansatz der Einrichtung: „Durch die Vielfalt des Angebots in dieser wertvollen Einrichtung, durch Offenheit und genaues Hinschauen werden die Potenziale und individuellen Unterschiede der anvertrauten Menschen erkannt, was persönliche Entwicklung optimal ermöglicht.“ Wesentliche Merkmale der Gemeinschaft Altenschlirf sind die Wohnhäuser, in denen jeweils acht bis zehn Bewohner in Selbstversorgung zusammen leben, und 12 verschiedene Werkstätten.

Wohn- und Freizeitverhalten erhielten durch die individuellen Wohngruppen eine eigene Prägung, was für die gesamte Gemeinschaft eine Bereicherung sei, berichtete Pierre Haas. Die Differenziertheit der Lebensformen verschaffe die Möglichkeit „sich zu leben“. Dies erzeuge Harmonie und auch Sicherheit. Es komme darauf an, allen Altersgruppen und Interessen gerecht zu werden, um eine Atmosphäre der Entwicklung und der Zufriedenheit herzustellen.

Wichtig ist den Verantwortlichen, dass das Konzept der Offenheit nach innen auch nach außen in die Öffentlichkeit wirkt. Die Integration der Gemeinschaft und ihrer Menschen in die Bevölkerung könne als gelungen angesehen werden, sagte Pierre Haas. Vielfältige kulturelle Angebote der Gemeinschaft würden von Menschen aus der gesamten Region gerne genutzt. Die harmonischen Beziehungen zum Dorf Altenschlirf, zu seinen Vereinen und auch zur Landwirtschaft sei für die Entwicklung der gesamten Einrichtung von hoher Bedeutung.

Werkstattleiter Christian Bachmann machte an den Beispielen Schreinerei, Landschaftspflege, Gärtnerei, Wollwerkstatt, Bäckerei, Kerzenzieherei und Käserei deutlich, dass sich jeder Angehörige der Gemeinschaft nach seinen Wünschen und Fähigkeiten einbringen könne und nachhaltig wirkende Erfolgserlebnisse habe. Entstehungsprozesse von Produkten seien transparent und konkret erlebbar, was große Zufriedenheit schaffe – bei den Herstellern und bei den Verbrauchern. Bei der Vermarktung der Produkte seien Qualität, Vertrauen und Vielfalt die Garanten des geschäftlichen Erfolgs.

Zu dem 1982 gegründeten Verein, der seinen Sitz in Stockhausen hat, gehören neben den Hausgemeinschaften und den Werkstätten auch der Kindergarten in Eisenbach und die Fachschule für Sozialwirtschaft, die gegenwärtig etwa 45 Heilerziehungspfleger/innen ausbildet. Im Praxisteil sind die Schüler auch in der Gemeinschaft Altenschlirf tätig. Die Werkstätten bilden auch selbst aus, vor allem die Bäckerei, die Schreinerei, die Käserei und die Landwirtschaft.