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Liga der freien Wohlfahrtsverbände im Gespräch mit Landrat Rudolf Marx

29.06.2006 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Liga der freien Wohlfahrtspflege

im Dialog mit dem Landrat

Schwerpunkt: wie kann die soziale Zukunft

im Vogelsbergkreis gestaltet werden?

 

VOGELSBERGKREIS ( ). Die Vertreter und Vertreterinnen des Caritasverbandes, des Deutschen Roten Kreuzes, des Diakonischen Werkes sowie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes luden Landrat Rudolf Marx als den zuständigen Sozial- und Jugenddezernenten zu einem Gedankenaustausch ins Haus am Kirschberg in Lauterbach ein. Der amtierende erste Vorsitzende, Henner Conrad (Paritätischer Wohlfahrtsverband), beglückwünschte den Landrat nachträglich zu seiner Wiederwahl und überreichte im Namen der Liga ein Blumenpräsent.

Der Landrat bedankte sich und wies darauf hin, wie sehr er die jahrelange gute und faire Zusammenarbeit mit den Verbänden schätzt. Er wiederholte seine Bereitschaft, sich in regelmäßigen Abständen mit der Liga zu treffen, um Erfahrungen und fachliche Erkenntnisse auszutauschen, die auch für seine Arbeit sehr wichtig seien.

Seit dem letzten Treffen mit dem Landrat im Herbst 2004 ist auf der sozialpolitischen Ebene viel passiert. Neben der Neustrukturierung der Verwaltung durch die Umsetzung von Hartz IV hielt auch die Kommunalisierung der Förderung Sozialer Hilfen Einzug. Diese Entwicklung machte den Mitgliedern der Liga verstärkt deutlich, dass es immer wichtiger werde zu wissen, wo der Vogelsbergkreis seine sozialpolitischen Ziele habe.

Renate Loth (Caritasverband) sprach erneut den Wunsch nach einem dauerhaften fachlichen Dialog zwischen Fachleuten und verantwortlicher Politik an. „Vieles läuft im Vogelsbergkreis auch in verschiedenen Bereichen bereits sehr gut“, so Christa Wachter (Diakonisches Werk). Es gibt die Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft der Jugendhilfe nach §78 Sozialgesetzbuch VIII, die Psychiatrievereinbarung, AGAPE (Arbeitsgemeinschaft für arbeitspädagogische Eingliederung in der Behindertenhilfe) und neue Initiativen in der Seniorenarbeit. Bereits seit vielen Jahre besteht eine gute und konstruktive Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände mit dem Amt für Soziale Sicherung.

Auf Grund des Wegfalls des Bundessozialhilfegesetzes, in dem die Konstituierung dieser AG festgeschrieben war, werde es im Juli zum Abschluss einer neuen Vereinbarung kommen. „Wünschenswert ist eine Zusammenführung der Ergebnisse dieser Kooperationen, um einerseits einen Überblick über Geleistetes zu haben und Doppelungen zu vermeiden, andererseits um für die Zukunft gemeinsam Perspektiven zu entwickeln“, sagte Renate Loth.

Monika Stein (Deutsches Rotes Kreuz) machte deutlich, dass die absehbaren zukünftigen Entwicklungen schon heute von den Kreisverantwortlichen einbezogen werden sollten. Sozialpolitische Planung erfordere besonders in Zeiten knapper Kassen vorausschauendes Handeln. Ein Schwerpunkt sei die Bedeutung der demographischen Entwicklung zum Beispiel in Bezug auf die Versorgung und Lebenssituation der Senioren oder die Situation der Kindergärten, Schulen und die Jugendarbeit der Vereine bei zurückgehender Kinderzahl.

Landrat Marx unterstützte die Sichtweise der Liga und erklärte, dass eine sozialverträgliche Politik der Kreisverwaltung erste Priorität hat, was aber durch die angespannte finanzielle Haushaltslage immer schwieriger werde. Er begrüßte die Bereitschaft, das Fachwissen aller beteiligten Verbände für einen gemeinsamen Diskurs zur Verfügung zu stellen. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass es nicht darum gehe, in vielen Sitzungen „reichlich Papier zu produzieren“, sondern gemeinsam mit Verwaltung und Politik die soziale Zukunft bei sich verändernden Bedingungen im Vogelsbergkreis zu gestalten zum Wohle der hier lebenden Menschen.