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Landrat: Lebensmittelkontrolle ist Verbraucherschutz

07.04.1999 Von: Pressestelle Landratsamt

Lipphardt: „Lebensmittelkontrolle

ist aktiver Schutz des Verbrauchers“

Neue Lebensmittelkontrolleurin begrüßt - Amtsleiter

Dr. Gößler freut sich über „Verstärkung des Teams“

VOGELSBERGKREIS ( ). Das Team für die Lebensmittelüberwachung im Vogelsbergkreis ist verstärkt worden. Landrat Hans-Ulrich Lipphardt begrüßte vor kurzem die Diplom-Ingenieurin Eva Engler und freute sich gemeinsam mit dem Leiter des Veterinäramtes, Dr. Reinhart Gößler, dass diese wichtige Aufgabe jetzt wieder von drei Mitarbeitern ausgeführt werden könne. Der Landrat, dem das Staatliche Amt für Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen - so ist die korrekte Bezeichnung des Veterinäramtes - unterstellt ist, hob die Bedeutung der vorbeugenden Arbeit hervor. „Lebensmittelkontrolle ist aktiver Schutz des Verbrauchers“, betonte Lipphardt.

Eva Engler hat vor wenigen Tagen ihre Ausbildung zur Lebensmittelkontrolleurin mit gutem Erfolg bestanden. Dies nahmen Landrat und Amtsleiter zum Anlass, der neuen Mitarbeiterin alles Gute und viel Erfolg bei ihrer Tätigkeit zu wünschen. Die aus Sachsen stammende Ingenieurin fühlt sich nach eigenem Bekunden bereits sehr heimisch im Vogelsbergkreis, hat sie doch bereits seit zwei Jahren hier ihre Ausbildung absolviert.

Die nun „doppelt qualifizierte“ Fachfrau wurde 1969 in Meißen geboren. Sie besuchte dort die Schule und bestand 1988 das Abitur. Danach qualifizierte sie sich zur Diplom-Ingenieurin für Lebensmitteltechnologie. Sie arbeitete dann in der Süß- und Backwarenindustrie Sachsens.

1997 wurde sie im Lauterbacher Veterinäramt zur Ausbildung als Lebensmittelkontrolleurin angestellt. Die Ausbildung fand vor Ort und - im theoretischen Teil - auf der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf statt. Ab sofort ist Frau Engler täglich zum Schutze der Verbraucher im Vogelsbergkreis unterwegs. Knapp 2000 Betriebe gibt es im Kreis, die Lebensmittel herstellen, bearbeiten und verkaufen. Neben der gesetzlich gebotenen Kontrolle steht auch die Beratung dieser Betriebe im Zentrum der Aufgaben der Lebensmittelüberwachung.

„Die zentrale Aufgabe des Staatlichen Amtes für Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen ist es, die Gesundheit des Tieres in einer artgerechten Haltung zu schützen und dem Verbraucher den Genuss eines gesunden Lebensmittels zu ermöglichen“, heißt es denn auch im Jahresbericht des Veterinäramtes. Das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz ist die Grundlage der amtlichen Lebensmittelüberwachung. 751 Gaststätten, 175 Metzgereien, 287 Lebensmittelgeschäfte, 125 Bäckereien und vier Molkereien gab es 1998 im Vogelsbergkreis zu kontrollieren. In all diesen Betrieben wurden im vergangenen Jahr 1437 Kontrollen durchgeführt. 343-mal wurden Proben erhoben. Außerdem wurden bei Straßenkontrollen auch Lebensmitteltransportfahrzeuge überprüft. Die Bilanz aller Proben: 201-mal gab es Beanstandungen von Seiten der Kontrolleure. 13 Verwarnungen wurden ausgesprochen, genauso oft wurden Ordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet. 343-mal wurden Verbraucher direkt beraten bzw. Beschwerden von Verbrauchern bearbeitet. Auch bei Baugenehmigungsverfahren hat die Lebensmittelüberwachung ein Wort mitzureden. 35-mal sind fachbezogene Stellungnahmen erstellt worden.