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Landrat Rudolf Marx überreicht den Sportehrenpreis des Vogelsbergkreises an Heinrich Hau aus Grebenhain und Dirk Wünsch aus Gießen

16.05.2006 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Verleihung des Sportehrenpreises

in der Kreistagssitzung am 15. Mai 2006 in der Stadthalle Alsfeld.

Es gilt das gesprochene Wort.

Sehr geehrter Herr Hau,

sehr geehrter Herr Wünsch,

meine Damen und Herren Kreistagsabgeordneten,

liebe Gäste,

eine große Zahl ehrenamtlich tätiger Menschen in über 200 Sportvereinen ermöglicht im Vogelsbergkreis ein facettenreiches Sportangebot, das allen Bevölkerungsschichten zur Verfügung steht – und das zum fairen Miteinander, zum Zusammenhalt und zur Integration beiträgt.

Eine freiheitliche Gesellschaft braucht das freiwillige Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Wer aus eigener Initiative Verantwortung für andere, für die Gemeinschaft, für den Staat übernimmt, ist der beste Garant für unsere freiheitliche Demokratie. Und wo findet man diese Menschen besser als in unseren Vereinen, beispielsweise in den Sportvereinen, in denen sich bürgerschaftliches Engagement in so vielfältiger Weise entfaltet, sei durch die aktiven Sportlerinnen und Sportler oder durch im Verein ehrenamtlich Tätige, die im Vorstand, als Trainer und Betreuer Verantwortung tragen. Ohne ihr Wirken im Hintergrund wären die sportlichen Leistungen der Aktiven gar nicht möglich.

Meine Damen und Herren,

ich freue mich sehr, heute im Rahmen dieser konstituierenden Kreistagssitzung zwei Persönlichkeiten mit dem Sportehrenpreis 2005 des Vogelsbergkreises auszeichnen zu können, die sich um den Sport in unserem Heimatkreis in besonderer Weise verdient gemacht haben. Es sind Herr Heinrich Hau aus Grebenhain und Herr Dirk Wünsch aus Gießen. Ihnen, meine Herren, darf ich heute den Sportehrenpreis des Vogelsbergkreises, der 1988 zum ersten Mal verliehen wurde, überreichen.

Bevor ich die Urkunden verlese, möchte ich Ihnen, meine sehr verehrten Damen und Herren, die Geehrten kurz vorstellen:

Herr Heinrich Hau ist gebürtig aus Freiensteinau-Neustall, lebt heute mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Grebenhain-Herchenhain und arbeitet als Filialleiter einer KfZ-Werkstatt in Schotten. Sie sehen also, meine Damen und Herren, der Geehrte ist im Hohen Vogelsberg zu Hause. Das mag ein erster Hinweis sein für die von ihm aktuell betriebenen Sportarten, nämlich Skilanglauf und Rollskiwettkampfsport.

So war es aber nicht immer. Am Anfang seiner Sportlerkarriere stand das runde Leder im Mittelpunkt aller Aktivitäten. Eine Verletzung erzwang dann aber eine sportliche Neuorientierung, und bei jemandem, der mit einer ehemaligen Skilangläuferin verheiratet ist, wundert es nicht, dass der Skisport ins Blickfeld rückte. Ehrgeizig und zielstrebig trainiert Heinrich Hau. Morgens um 5 Uhr kann man den Geehrten schon beim Training erleben, und nicht selten ist er auch nachts mit Stirnlampe im Oberwald von Herchenhain unterwegs. Dieses nachhaltige Training hat reiche Früchte getragen. Von 1987 bis heute hat der Geehrte eine große Zahl von überregionalen Wettkämpfen bestritten. Er war am Start bei Deutschen Meisterschaften und Europameisterschaften und hat sehr beachtenswerte Erfolge erzielt. Hinzu kommen ungezählte Medaillen im Skilanglauf bei Hessischen Nordischen Meisterschaften des Hessischen Skiverbandes sowie eine Vielzahl von Medaillen bei Hessischen Rollski-Meisterschaften im Sommer des Hessischen Skiverbandes. Herr Hau ist Mitglied des Nationalteams Rollski des Deutschen Skiverbandes seit 1990.

Eine bemerkenswerte sportliche Vita hat auch Dirk Wünsch. Der Geehrte wurde 1966 in Laubach geboren. Verschrieben hat er sich einem sehr schönen, nicht alltäglichen Sport, dem Rhönradturnen.

Dirk Wünsch lebt in Gießen, und dass ich ihn dennoch heute mit dem Sportehrenpreis des Vogelsbergkreises auszeichnen darf, hat einen guten Grund, meine Damen und Herren. Bürgermeister Weitzel weiß es, der Geehrte ist als Trainer und Vorsitzender des Turn- und Sportvereins Groß-Eichen eine verlässliche Größe im Vereinssport unseres Heimatkreises. Er hat nicht nur selbst herausragende sportliche Erfolge errungen, er gibt seine Erfahrungen heute auch als Trainer an junge Menschen weiter, die er ebenfalls für den Sport begeistern und zu Höchstleistungen motivieren kann.

Begonnen mit dem Rhönradturnen hat Dirk Wünsch schon im Alter von 8 Jahren. Dass er – wie so viele Jungen in diesem Alter auch noch Fußball spielte – will ich zumindest erwähnen.

Schon im Alter von 12 Jahren wurde er in den D-Kader Rhönradturnen des Hessischen Turnverbandes berufen. Er nahm regelmäßig an Deutschen Schüler- und Jugendmeisterschaften im Rhönradturnen teil.

Nach dem Abitur 1986 unterzog er sich einer Übungsleiterausbildung beim Hessischen Turnerverband und erwarb auch die F-Lizenz Rhönradturnen, heute heißt es Trainer C-Linzenz. Mit dem Erwerb der Trainer-B-Lizenz Rhönradturnen im Deutschen Turnbund in 2000 erreichte er die höchste Lizenzstufe.

Dirk Wünsch beendete seine aktive Wettkampf-Karriere in 1991 mit einem 7. Platz bei der 2. Europameisterschaft Rhönradturnen im italienischen Consenza.

Das Mehr an Freizeit füllte er mit Tätigkeiten beim Hessischen Turnverband als D-Kader Trainer und Mitglied des Landesfachausschusses Rhönradturnen als Pressewart. Das Amt des Landesfachwartes Rhönradturnen im Hessischen Turnverband hatte der Geehrte von 1992 bis 1998 inne.

Mit dem Sport im Vogelsbergkreis kam der Geehrte erstmals 1990 in Berührung. Seinerzeit wechselte Dirk Wünsch zum TSV Groß-Eichen und begann dort mit dem Aufbau einer Wettkampfgruppe Rhönradturnen.

Seine Trainertätigkeit war bis heute von vielen Erfolgen gekennzeichnet.

Es würde den Rahmen dieses Grußwortes sprengen, alle Medaillen aufzuzählen, die von ihm trainierte Sporttalente errungen haben

In jedem Fall dürfen Sie, lieber Herr Wünsch, sehr stolz auf die erreichten Leistungen Ihrer Schützlinge sein, die zum Beispiel im Nationalkader des Deutschen Turnerbundes für Ihren Verein Ehre eingelegt haben.

 

 

Meine Damen und Herren,

es gäbe sicherlich noch viel mehr zu sagen über das herausragende und zeitlich umfassende ehrenamtliche Engagement des Geehrten im Verband und auf der Ebene des Turn- und Sportvereins. Ich will mich stattdessen beschränken und nur noch ein weiteres Highlight des Sportkalenders unseres Landkreises ansprechen, das mit dem Namen von Dirk Wünsch untrennbar verbunden ist. Ich meine die Groß-Eichener-Rhönradshow, die 2003 zum 2. Mal stattfand, und sich als echter Besuchermagnet erwiesen hat. Fast 1000 Zuschauer haben dieses Sporterlebnis in der TSV-Turnhalle in Groß-Eichen miterlebt und waren begeistert von den Darbietungen.

Meine Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Hau,

sehr geehrter Herr Wünsch,

Sie waren beide, jeder auf seine Weise, in Ihrem Sport sehr erfolgreich und können mit Stolz und Freude auf herausragende Leistungen blicken. Zu diesen Erfolgen darf ich Sie als Landrat von Herzen beglückwünschen. Zugleich danke ich Ihnen für Ihr beispielhaftes Engagement für den Sport, das dazu beiträgt, im Vogelsbergkreis ein attraktives und zeitgemäßes sportliches Angebot zu sichern.

Sie haben Ihren Verein und Ihre Gemeinde bei regionalen und überregionalen Wettkämpfen würdig vertreten

Ihre Leistungen verdienen Lob und Anerkennung. Für die Politik mögen Ihre Erfolge Ansporn sein, den Sport auch weiterhin tatkräftig zu unterstützen, damit das so wichtige ehrenamtliche Engagement im Breitensport trotz knapper öffentlicher Mittel auch in Zukunft eine verlässliche Unterstützung erfährt. .

Meine Damen und Herren,

der Kreisausschuss und die Sportkommission haben es beschlossen – und es ist ein guter Beschluss:

Sehr geehrter Herr Hau, sehr geehrter Herr Wünsch, ich freue mich, dass ich Ihnen jetzt die Urkunden und die Pokale des Sportehrenpreises 2005 des Vogelsbergkreises überreichen darf . Ich gratuliere aufs Herzlichste.