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Vogelsbergbahn ist Rückgrat des ÖPNV"

07.04.1999 Von: Vogelsbergkreis - Pressestelle - 36339 Lauterbach

Minister Klemm und RMV-Geschäftsführer zu

Besuch bei Vogelsberger Verkehrsgesellschaft

 

VOGELSBERGKREIS ( ). Bei einem Besuch des Hessischen Verkehrsministers Lothar Klemm und des RMV-Geschäftsführers Volker Sparmann im Alsfelder Bahnhof hat der Geschäftsführer der Vogelsberger Verkehrsgesellschaft (VBV), Armin Klein, auf die hohe Bedeutung der Vogelsbergbahn als "unverzichtbarer Achse zwischen den Oberzentren Fulda und Gießen" hingewiesen.

 

Landrat Lipphardt, der Aufsichtsratsvorsitzende der VBV, und die gesamte Kreispolitik halten die Vogelsbergbahn für sehr wichtig. Das klare Vogelsberger Bekenntnis zum RMV habe ganz erheblich damit zu tun, daß nur der RMV die Gewähr biete, die Vogelsbergbahn auf mittlere und lange Sicht zu erhalten und sie für die Kunden noch attraktiver zu machen.

 

Daß die Vogelsbergbahn - nicht zuletzt auch aufgrund nachhaltiger Bemühungen der VBV - in den Bedarfsplan zum Bundes-Schienenwege-Ausbau-Gesetz (BSchwAG) für den Fünfjahreszeitraum 1998-2003 aufgenommen wurde, beweise, daß das Land Hessen, die Deutsche Bahn AG und der Rhein-Main-Verkehrsverbund der Modernisierung der Bahn oberste Priorität einräumen. Dem Öffentlichen Personennahverkehr komme aus ökonomischen und ökologischen Gründen eine hohe Bedeutung zu.

 

Die Vogelsbergbahn ist das Rückgrat der ÖPNV-Bedienung im nördlichen Kreisgebiet. Die Mittelzentren Alsfeld und Lauterbach sind von ihr zuverlässig angebunden. Sie stellt die Achse Fulda-Gießen sicher. Sie hat wichtige Zubringerfunktionen zu deren Regionalverkehrsknoten. Beispielhaft nenne ich den Interregio Siegen-Hagen-Frankfurt in Gießen und den ICE in Fulda als wichtiger Nord-Süd-Verbindung.

 

Die Vogelsbergbahn ist den Vogelsbergern wichtig, sie wird gut genutzt. 1000 Ein- und Aussteiger in Alsfeld, 900 in Lauterbach und 500 in Mücke täglich belegen die Akzeptanz und die Notwendigkeit. Auch die kleineren Orte an der Strecke sind nicht abgekoppelt. Doch was gut ist, kann und soll natürlich noch besser werden. Mit der Bestellung von jährlichen Verkehrsleistungen in Höhe von 300.000 DM hat die VBV ein deutliches Signal gesetzt.

 

Im Interesse der Kunden der VBV soll die Reisezeit abgesenkt werden. Ziel ist die Erhöhung der Streckengeschwindigkeit auf mindestens 120 km/h und der Einsatz von Neigezügen im schnellen Regionalverkehr.

 

Mit der Verbesserung der Infrastruktur lasse sich, so VBV-Geschäftsführer Klein, das Zugangebot auf stündlich bis halbstündlich verkehrende RegionalBahnen (Halt an jedem Bahnhof) zwischen Gießen und Fulda erweitern. Zweistündlich eingesetzte RegionalExpreßzüge mit Halt in Mücke, Alsfeld und Lauterbach könnten verdichtet werden. Darüber hinaus sei eine Ausdehnung des Betriebs in den schwach genutzten Zeiten anzustreben.

 

Im Interesse unserer Kunden strebe man eine noch bessere Fahrplanzuverlässigkeit an. Hier heißt das Stichwort: Mehr Flexibilität durch verbesserte Infrastruktur. Benötigt werden zusätzliche Kreuzungsmöglichkeiten. Wichtig sei auch, daß es nicht zu weiteren Streckenrückbauten komme.

 

Zur Ausschöpfung der Potentiale im Regionalverkehr sowie im Nachbar-Ortsverkehr Lauterbach-Alsfeld solle die Einrichtung eines neuen Haltepunktes in Alsfeld-Altenburg vorgenommen werden.