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Vogelsbergkreis und sein Partnerkreis in Brandenburg nehmen an einem Jugendhilfe-Modellprojekt des Bundesfamilienministeriums teil

13.03.2006 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Marx: „Den begonnenen Prozess

zielgerichtet optimieren“

Vogelsbergkreis und „Haus am Kirschberg“ sind

Modellprojektpartner des Bundesfamilienministeriums

VOGELSBERGKREIS ( ). Der Vogelsbergkreis und das „Haus am Kirschberg“ in Lauterbach sind vor wenigen Tagen vom Bundesfamilienministerium als Teilnehmer an dem Modellprogramm „Wirkungsorientierte Jugendhilfe“ auf Bundesebene ausgewählt worden. Mit diesem Tandem aus Jugendamt und dem Leistungserbringer der freien Jugendhilfe, dem Verein „Hilfe für das verlassene Kind e.V.“ soll unter wissenschaftlicher Begleitung die Effizienz im Interesse der Hilfebedürftigen noch weiter gesteigert werden, kommentiert Landrat Rudolf Marx die erfolgreiche Bewerbung seines Amtes für Jugend, Familie und Sport.

Bundesweit ist der Vogelsbergkreis der einzige hessische Landkreis von nur insgesamt 11 Projektpartnern des Ministeriums. Insgesamt hatten sich deutschlandweit etwa 40 Landkreise beworben. Landrat Marx freut sich, dass sich unter den 11 „Auserwählten“ auch der brandenburgische Partnerkreis Oberhavel befindet und erwartet sich einen zusätzlichen Austausch mit seinem Kollegen Landrat Karl-Heinz Schröter und Sozialdezernent Michael Garske.

Die Auswahl des Vogelsbergkreises durch die Bundesregierung belegt nach Ansicht von Jugenddezernent Marx, wie gut und effektiv die bisherige Zusammenarbeit zwischen Kreis und den freien Trägern der Jugendhilfe bislang schon war. „Die vorhandene gute Struktur wird durch die Teilnahme an dem Projekt belohnt“, freut sich Marx. Nun sei eine weitere Verbesserung möglich. Seit Jahren werde im Vogelsbergkreis erfolgreich darauf geachtet, Kinder und Jugendliche fachlich noch effektiver zu betreuen und ihre Potenziale zu entfalten. Daher springe dieses Modellprogramm, so Marx, „gewissermaßen auf einen im Vogelsbergkreis bereits fahrenden Zug auf“. Der Geschäftsführer des Vereins „Hilfe für das verlassene Kind e.V.“, Bodo Kester, sieht Chancen für weitere betriebliche Strukturverbesserungen durch das Projekt.

Innerhalb des auf drei Jahre angelegten wissenschaftlich begleiteten Modellprogramms mit dem vollständigen Namen „Qualifizierung der Hilfen zur Erziehung durch wirkungsvolle Ausgestaltung der Vereinbarungen zu Leistungen, Entgelten und Qualitätsentwicklung nach dem Sozialgesetzbuch VIII“ sollen beispielhafte Vereinbarungen zwischen Jugendamt und Leistungserbringer entwickelt und erprobt werden. Beide – also der öffentliche Jugendhilfeträger und die Einrichtung als Leistungsanbieter – erhalten qualifizierte Beratung und Moderation durch die pädagogische Fakultät der Universität Bielefeld (Prof. Dr. Dr. Hans-Uwe Otto). Regiestelle ist das Institut für soziale Arbeit (ISA) in Münster.

Der Jugendhilfeausschuss des Vogelsbergkreises hatte sich Ende November 2005 auf das Haus am Kirschberg als Tandempartner festgelegt, unter anderem auch wegen der breiten Palette der Leistungsbereiche dieser Einrichtung. Bereits im Oktober hatte das Amt für Jugend, Familie und Sport eine Interessenbekundung beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend abgegeben. Darin hatte Jugenddezernent Marx gegenüber der zuständigen Bundesbehörde ausgeführt, dass im Vogelsbergkreis innerhalb der Arbeitsgemeinschaft mit den freien Jugendhilfeträgern auf der Grundlage des Achten Sozialgesetzbuches „bereits einheitlich abgestimmte und qualitativ hochwertige Arbeitsergebnisse erzielt wurden“, die über den Landkreis hinaus beispielgebend seien. Der begonnene Prozess könne nun mit dem Modellprogramm zielgerichtet optimiert werden.

 

 

Der Vogelsbergkreis ist einziger hessischer Landkreis in einem Modellprojekt zur Jugendhilfe des Bundesfamilienministeriums. Unser Foto zeigt von links Geschäftsführer Bodo Kester, Landrat Rudolf Marx, die stellvertretende Jugendamtsleiterin Dagmar Scherer, den Projektverantwortlichen im Amt für Jugend, Familie und Sport, Helmut Benner, und die pädagogische Leiterin des Hauses am Kirschberg, Gerhild Hoos-Jacob.

Foto: Vogelsbergkreis