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Projekt schulbezogene Jugendarbeit in Schotten - Vogelsbergkreis, Stadt und Evangelisches Dekanat setzen gute Zusammenarbeit fort

08.02.2006 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Marx: „Es ist gut,

wenn sich die Kirche zeigt“

In Schotten wird Gemeinschaftsprojekt zur schulbezogenen Jugendarbeit fortgesetzt –

Vertragsunterzeichnung von Kreis, Stadt und Dekanat

VOGELSBERGKREIS ( ). Das Projekt zur schulbezogenen Jugendarbeit in Schotten, das gemeinsam vom evangelischen Dekanat Schotten, der Stadt Schotten und dem Vogelsbergkreis getragen wird, hat sich in den vergangenen fünf Jahren zu einem festen und unverzichtbaren Bestandteil der Jugendarbeit vor Ort entwickelt. Dies machten Landrat Rudolf Marx, Bürgermeister Hans-Otto Zimmermann und Dekan Wolfgang Keller übereinstimmend deutlich, als sie vor wenigen Tagen im Schottener Rathaus den Vertrag zur Kooperation für weitere drei Jahre unterzeichneten.

Schotten stand vor fünf Jahren weit oben auf der „sozialen Dringlichkeitsskala“, was auch die Jugendhilfeplanung deutlich gemacht habe; das Projekt habe sich nun sehr segensreich ausgewirkt, sagte Landrat Rudolf Marx. Die Zusammenarbeit gestalte sich nicht nur finanziell, sondern auch inhaltlich-konzeptionell sehr gut. Die Personal- und Sachkosten einschließlich der Weiterbildung teilen sich Stadt, Kreis und Kirche: 20 Prozent übernimmt die Stadt, je 40 Prozent tragen Dekanat und Kreis.

Dekan Keller hob hervor, dass die gute Konzeption und die Kompetenz der Fachkräfte in den vergangenen fünf Jahren unter Beweis gestellt worden sei. Bürgermeister Zimmermann beschrieb die gute Wirkung des Projekts in sozialen Brennpunkten und lobte das vertrauensvolle Miteinander der Projektpartner. Landrat Marx betonte: „Es ist gut, wenn sich die Kirche zeigt.“ Keiner der drei Projektpartner hätte die Konzeption allein umsetzen können, sagte Marx und fand dabei die Zustimmung seiner Vertragspartner.

Die Leiterin der Kreisjugendförderung, Silvia Lucas, erläuterte nach der Unterzeichnung, die Mitarbeiterinnen des Projektes, Anja Bing und Anja Ludig, stünden den Kindern und Jugendlichen als zuverlässige Ansprechpartnerinnen zur Verfügung, begleiteten sie in ihrer persönlichen Entwicklung und böten ihnen Hilfestellung und Unterstützung. Zu den unterschiedlichsten Themen und Fragestellungen würden gemeinsam mit Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern Projekte im Klassenverband, aber auch offene Projekte, Workshops und außerschulische Projekte konzipiert und durchgeführt.

„Damit werden auch neue Impulse an die Schulen herangetragen und deren Arbeit im präventiven Bereich unterstützt“, sagte Lucas. Die im Hessischen Schulgesetz vorgesehene „Öffnung der Schule nach Außen“ könne hier durch die gleichberechtigte und offene Zusammenarbeit von Schulen und außerschulischer Jugendarbeit beispielhaft mit Leben gefüllt werden. Begleitet wird die Arbeit von einem Beirat, in dem die drei Schottener Schulen, das evangelische Dekanat, der Vogelsbergkreis und die Mitarbeiterinnen des Projektes vertreten sind.

1.500 Schülerinnen und Schüler werden täglich in Schotten unterrichtet. Dekan Wolfgang Keller betonte während der Unterzeichnung die gleichberechtigte Teilnahme der Grundschule, der Gesamtschule und der Schule für Lernhilfe am Projekt. Es gehe um die Lösung von Problemen, die die Schule allein nicht bewältigen könne.

 

Die Vertragsunterzeichnung im Schottener Rathaus besiegelt die Fortsetzung der erfolgreichen schulbezogenen Jugendarbeit in Schotten. Unser Foto zeigt (vorne, von links): Landrat Rudolf Marx, Bürgermeister Hans-Otto Zimmermann und Dekan Wolfgang Keller. Hintere Reihe von links: Erster Kreisbeigeordneter Karl Erich Weber, Erste Stadträtin Heide Förschner und Präses Renate Häneke, Dekanat Schotten.

Bild: Vogelsbergkreis