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Vogelsbergkreis, Stadt Alsfeld und ev. Dekanat kooperieren weitere drei Jahre bei Jugendprojekt Cafe Online - Vertragsunterzeichnung in Alsfeld

01.02.2006 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Café Online: Professionelles Team leistet

erstklassige Jugendarbeit in Alsfeld

Präses Schopbach, Landrat Marx und Bürgermeister

Diestelmann erneuern Kooperationsvertrag

VOGELSBERGKREIS ( ). Das Café Online in Alsfeld wird täglich von rund 50 Schülerinnen und Schülern besucht. Was im Jahr 2001 erstmalig als Zusammenarbeit von Evangelischem Dekanat Alsfeld, Landkreis und Stadt als Pilotprojekt begann, hat sich als sehr erfolgreich heraus gestellt und wird deshalb für weitere drei Jahre fortgesetzt. Das bekräftigten die drei Projektpartner anlässlich der Vertragsunterzeichnung vor wenigen Tagen im Alsfelder Rathaus. Präses Horst Schopbach, Landrat Rudolf Marx und Bürgermeister Herbert Diestelmann drückten ihre Genugtuung über das Gelingen des Projekts „Schulnahe Jugendarbeit“ aus, was in erster Linie auf die hohe Professionalität und die Konzeption des Teams im Café Online zurück zu führen sei.

„Unsere Zusammenarbeit ist ein gutes Signal“, meinte Landrat Marx. Es sei unabdingbar, in Zeiten begrenzten Geldes für gesellschaftlich wichtige Dinge die Kräfte zu bündeln. Dies bestätigte Präses Schopbach: „Allein hätten wir das nicht schultern können. Zu Anfang stand das Wagnis, ob das Projekt auch angenommen wird. Es stellte sich aber schnell heraus, dass die Schüler das Angebot zu sinnvoller Freizeitgestaltung gerne annahmen.“ Die Sozialpädagogen im Café Online sind Beschäftige des Dekanats, die Konzepte werden zwischen Kirche, Kreis und Stadt abgestimmt. Die Stadt Alsfeld und der Vogelsbergkreis beteiligen sich maßgeblich an den Sachkosten.

Bürgermeister Diestelmann betonte, die Stadt habe Verantwortung für eine gute Infrastruktur als Schulstandort und Mittelzentrum. „Das ist eine gute Sache, dass wir uns gemeinsam um die junge Generation kümmern“, sagte Diestelmann. Immerhin befänden sich täglich 7.000 Schüler am Schulstandort Alsfeld. Die Kooperation – auch im Bereich Hausaufgabenbetreuung – mit den Schulen sei hervorragend. Erster Kreisbeigeordneter Weber sprach von einem „bemerkenswerten Wandel“ vom ehemaligen Jugendzentrum zur jetzigen Konzeption des Café Online. Auch er hob die Notwendigkeit gut ausgebildeter Betreuer hervor. Dekan Dr. Sauer unterstrich die Bedeutung der ehrenamtlichen Mitarbeiter, betonte aber auch, dass die Balance zu den professionellen Kräften gewahrt werden müsse. Das Projekt sei eine „Erfolgsstory mit Modellcharakter“. Landrat Marx gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass es auch nach dem Januar 2009 weiter gehen werde und dankte Dekanatsjugendreferenten Norbert Kelbassa für seine richtungweisende Initiative und spätere tatkräftige und kreative Umsetzung und Weiterentwicklung des beispielhaften Projekts.

„Das Projekt zur schulbezogenen Jugendarbeit in Alsfeld hat sich in den vergangenen fünf Jahren zu einem festen und unverzichtbaren Bestandteil der Jugendarbeit vor Ort entwickelt“, erläutert Silvia Lucas, im Landkreis zuständig für die Jugendförderung.

Das Café Online habe sich in den vergangenen fünf Jahren zu einem attraktiven Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene in Alsfeld etabliert und wurde zu einem Ort, an dem eine Vielzahl neuer Erfahrungen und Erlebnisse gemacht werden können. Gleichzeitig ist es auch eine qualifizierte Anlaufstelle für Rat suchende Erwachsene, die sich einer breiten Akzeptanz erfreue.

Hervorzuheben aus Sicht von Kirche, Stadt und Kreis ist die enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen. Zu den unterschiedlichsten Themen und Fragestellungen werden gemeinsam mit Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern Projekte im Klassenverband, wie auch offene Projekte, Workshops und außerschulische Projekte konzipiert und durchgeführt. Damit würden auch neue Impulse an die Schulen herangetragen und deren Arbeit im präventiven Bereich unterstützt. Die im Hessischen Schulgesetz vorgesehene „Öffnung der Schule nach Außen“ könne hier durch die gleichberechtigte und offene Zusammenarbeit von Schulen und außerschulischer Jugendarbeit beispielhaft mit Leben gefüllt werden, unterstreicht Lucas.

 

Das Evangelische Dekanat Alsfeld, der Vogelsbergkreis und die Stadt Alsfeld setzen ihre Zusammenarbeit bei der schulnahen Jugendarbeit für weitere drei Jahre fort. Unser Bild während der Vertragsunterzeichnung im Alsfelder Rathaus zeigt (vorne, von links): Landrat Rudolf Marx, Bürgermeister Herbert Diestelmann, Präses Horst Schopbach, (hinten, von links): Erster Kreisbeigeordneter Karl Erich Weber, Erster Stadtrat Karl Prang und Dekan Dr. Jürgen Sauer.

Bild: Vogelsbergkreis