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Theaterprojekt in Grundschulen - Gegen sexuelle Gewalt - Am 4. Oktober in Kirtorf und am 5. Oktober in Lauterbach

28.09.2005 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Das „Nein-Sagen“ lernen und

das Selbstbewusstsein steigern

Gegen sexuelle Gewalt: Erneut Theaterprojekt der Gleichstellungsbeauftragten in Kirtorf und Lauterbach

VOGELSBERGKREIS ( ). Nach den großen Erfolgen in den vergangenen vier Jahren in Schlitz, Mücke, Grebenhain, Groß-Felda, Schotten, Alsfeld, Ulrichstein und Homberg kündigt die Vogelsberger Gleichstellungsbeauftragte Sylke Emmermann erneut ein Theaterprojekt gegen sexuellen Missbrauch an.

Das Mathom-Theater wird diesmal in Kirtorf und Lauterbach zu Gast sein. Die Termine für die Eltern der Grundschulkinder, die das Stück am darauffolgenden Tag während des Unterrichts anschauen werden, sind: Dienstag, 4. Oktober, 20 Uhr, Kirtorf Gleentalhalle, und Mittwoch, 5. Oktober, 20 Uhr, in der Eichberg-Grundschule Lauterbach.

Im Anschluss an das Theaterstück können die Eltern mit Fachleuten, unter anderem mit Vertreterinnen und Vertretern der Pro Familia, des Caritasverbandes und der Polizei, über das Thema sexuelle Gewalt diskutieren. Sylke Emmermann verwirklicht das Theaterprojekt in Zusammenarbeit mit den Grundschulen.

Gezeigt wird das Theaterstück „Finger weg von Julia“, das vom Mathom-Theater aus Melle sehr einfühlsam und wirkungsvoll in Szene gesetzt wird. Es ist vorgesehen, das Theaterstück zunächst in einem Elternabend zugänglich zu machen und hier entsprechende Diskussionen anzuregen, um dann am jeweils folgenden Tag, die Theateraufführungen für die Kinder durchzuführen. Es handelt sich bei dem Theaterstück „Finger weg von Julia“ um ein sogenanntes Präventions-Theaterstück, das einfühlsam die Kinder gemeinsam mit ihren Pädagogen in die schwierige Thematik einführen soll. Inhaltliches Ziel des Stückes ist es, dass die Kinder lernen sollen, selbst über ihren Körper zu bestimmen und auch gegenüber Erwachsenen in bestimmten Situationen mit gutem Gewissen „Nein“ zu sagen.

Sylke Emmermann hofft auf große und lebhafte Resonanz bei den Eltern und den Lehrern. Nach den Theateraufführungen gibt es jeweils Möglichkeiten zur Diskussion mit den beteiligten, fachkompetenten Personen. Weiterhin ist geplant, so die Gleichstellungsbeauftragte, eine aktive Nachbereitung des Projektes anzubieten, beispielsweise durch begleitende Fortbildungsmaßnahmen für Lehrerinnen und Lehrer zu diesem schwierigen Themenkomplex. Sylke Emmermann freut sich darüber, dass die Grundschulen das Theaterprojekt in den Unterricht einbeziehen.