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Landrat Marx und Werner Rinke sehr zufrieden - Katastrophenschutzübung - Orkan Vogelsberg - erfolgreich verlaufen

20.07.2005 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Rettungskräfte im Einsatz:

Katastrophenschutzübung „Orkan Vogelsberg“

Landrat Marx und Stabschef Rinke: „Gute

Koordination, wertvolle Erkenntnisse“

VOGELSBERGKREIS ( ). Vier Tage lang übten Rettungskräfte, Katastrophenschutzeinheiten und Feuerwehrleute eine Gefahrenlage, die im hohen Vogelsberg sehr gut denkbar ist: ein Orkan, so das Übungsszenario, rast mit 160 Stundenkilometern über die Wipfel des Hoherodskopfs hinweg. Landrat Rudolf Marx und der Leiter der Gefahrenabwehr, Werner Rinke, sind mit dem Ergebnis der Übung sehr zufrieden: „Alle Hilfskräfte haben gut zusammen gearbeitet, die Alarmierung und die Logistik haben gut geklappt. Wir haben wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die in einem wirklichen Krisenfall äußerst nützlich sind.“ Zum Teil waren bis zu 150 Hilfskräfte im Einsatz.

Es sei deutlich geworden, dass der Stab, die technische Einsatzleitung, die leitenden Notärzte, die Notfallseelsorge, die nötigen Fachbehörden, die Feuerwehren, die Hilfsorganisationen, die Katastrophenschutzeinheiten, die Bergwacht, das THW, die Polizei, die Bundeswehr, der Bundesgrenzschutz sowie der Notfunk in kürzester Zeit einsatzbereit sind.

Der Ablauf in Kürze: Schon wenige Minuten nach einer angenommenen Warnmeldung des Deutschen Wetterdienstes kommt der Katastrophenschutz-Stab unter Führung von Werner Rinke im Kreishaus in Lauterbach zusammen und baut ein Ablauf-Netzwerk auf. Verbindungen mit Leitstelle, Polizei, Forst und Stadt Schotten werden hergestellt und Informationen ausgetauscht.

Weil mit erheblichen Schäden gerechnet wird, ordnet die Verkehrsbehörde vorsorglich mehrere Straßensperrungen an. Weil, so die Annahme, durch einen touristischen Aktionstag viele tausend Spaziergänger in den Wäldern des hohen Vogelsbergs unterwegs sind, werden Warnmeldungen über die Medien verbreitet und auch vor Ort gewarnt, das Gebiet umgehend zu verlassen. Um gewappnet zu sein, werden Einheiten des Katastrophenschutzes nach Ulrichstein verlegt – mit der Möglichkeit, über mehrere Tage die Versorgung der Einsatzkräfte sicher zu stellen. Behelfsunterkünfte werden errichtet. Auch der Notfunk (in Zusammenarbeit mit den Funkamateuren – wir berichteten kürzlich) und der Notstrom werden aufgebaut. Hierzu werden Kontakte zur OVAG, zur Bundeswehr, zum BGS und zur Telekom hergestellt.

Dann – so das Katastrophenszenario – kommt der Orkan. Eine große Waldfläche wird komplett entwurzelt. Die Jugendherberge Hoherodskopf ist teilweise zerstört, mehrere Personen sind teilweise schwer verletzt und müssen geborgen werden. Darüber hinaus irren mehrere Menschen im Wald umher und müssen gefunden sowie versorgt werden. Dafür wird auch eine Hundestaffel eingesetzt. „Die Übung hat gezeigt, dass alle Hilfskräfte sehr gut auf die angenommene Ausnahmesituation vorbereitet sind“, kommentiert Landrat Marx den Abschluss des Einsatzes und dankt den vielen ehrenamtlichen Kräften für den "hoch motivierten Einsatz".

 

Unser Foto zeigt die mobile Einsatzleitung in der Nähe von Ulrichstein während der Katastrophenschutzübung „Orkan Vogelsberg“.

Bild: Vogelsbergkreis