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PC-Raum für Grundschulkinder - 40.000 Euro aus Europa - Landrat Marx überbrachte LEADER plus Bescheid

13.07.2005 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

40.000 Euro aus Europa für

„It’s for kids“ an der Stadtschule

LEADER Plus: Landrat Marx überbrachte

Bescheid an Bürgermeister Diestelmann

VOGELSBERGKREIS ( ). Das ehemalige Fahrradhaus an der Stadtschule in Alsfeld wird zum Kommunikations- und Kreativzentrum für Kinder von sechs bis zehn Jahren umgebaut. Mit 40.000 Euro hilft dabei die Europäische Union. Landrat Rudolf Marx überreichte in Anwesenheit der künftigen jungen Nutzer und der Elterninitiative Regenbogen e.V. an Bürgermeister Herbert Diestelmann den Zuwendungsbescheid. Die EU-Mittel stammen aus dem LEADER-Plus-Programm, das schon etliche Projekte in der Region zur Verwirklichung verholfen hat (wir berichteten mehrfach). Die 40.000 Euro sind 50 Prozent der geplanten Investitionssumme.

Mit dem Projekt „It’s for Kids“ – zu Deutsch: Es ist für Kinder – entstehe in Alsfeld eine örtlich und regional bedeutsame Einrichtung mit einem kindgerechten Angebot für den Einstieg in die EDV-Sphäre, sagte Landrat Marx. Den Interessen der Kinder und Eltern hinsichtlich einer zukunftsfähigen Entwicklung werde entsprochen durch den frühen und verantwortungsvollen Zugang zu diesem Medium. Auch Kinder, die zu Hause keine Kommunikationstechniken zur Verfügung hätten, erhielten hier Unterstützung.

Bürgermeister Diestelmann bedankte sich für die Unterstützung der EU und sagte: „Wir – Kreis und Stadt – tun gemeinsam etwas für Familien, wir reden nicht nur darüber.“ Das Stadtoberhaupt und Schulleiter Peter Schwärzel dankten dem sehr engagierten Verein Regenbogen. Es gehe, so der Schulleiter, um das „Heranführen an einen sinnvollen Umgang mit der Informationstechnologie“. Das geplante Projekt sei „praktisch die Erweiterung des Café Online für die Jüngsten.

Ralf Tost vom Verein Regenbogen bedankte sich seinerseits bei Kreis und Stadt für die Ermöglichung des Projekts. Dank der „hervorragenden Kooperation“ könne hier viel für die Kinder getan werden. Der Bedarf für außerschulische Angebote sei offenkundig: „Wir haben derzeit 72 Kinder in der Nachmittagsbetreuung“, sagte Tost.

Der allgemeine Strukturwandel und die künftigen Herausforderungen für den ländlichen Raum machten integrierte Entwicklungsansätze zur Schaffung günstiger Rahmenbedingungen unerlässlich, so Marx weiter. Dabei helfe die EU. Wesentliches Kernstück dabei sei die Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität durch ausreichend Angebote an Infrastruktur, Bildung und Kultur. Die Realisierung solcher Projekte sei Aufgabe der gesamten Region mit all ihren Akteuren – Kreis, Kommunen, andere öffentliche Träger und private Initiativen. In diesen Kontext reihe sich auch sehr gut „It`s for Kids“ ein.

Das Projekt erhielt das Votum zur Förderung im Rahmen von LEADER-Plus durch die regionale Entwicklungsgruppe, den Beirat der Vogelsberg Consult, dessen Vorsitzender der Landrat ist.

Der Landrat freue sich auch als Schuldezernent über die Maßnahme, denn das Betreuungsangebot an der Stadtschule werde zu einem Bestandteil des Regenbogenprojekts „It’s for kids“.

Das Projekt wird im vertraglichen Verbund starten: Der Vogelsbergkreis stellt als Eigentümer die Fahrradhalle für die geplante Nutzung zur Verfügung. Die Stadt Alsfeld ist Bauherrin und die Elterninitiative Regenbogen e.V. übernimmt die inhaltlichen Aufgaben sowie die Betreuung und bringt Eigenleistung bei der Baumaßnahme ein.

Das ehemalige Fahrradhaus auf dem Gelände der Stadtschule ist eigenständig in der Organisation, jedoch mit einer Durchlässigkeit zur Schule und für die Kinder problemlos erreichbar. Durch den Umbau wird ein Kommunikationsraum geschaffen für bereits bestehende Angebote und für vier kindgerechte PC-Nutzerplätze. Hier sollen künftig Kooperationspartner aus Schule, VHS, Jugendeinrichtungen, Computerclub und sonstige Engagierte für einen sinnvollen EDV-Einstieg zur Verfügung stehen. Auch Eltern können sich Rat für die kindgerechte IT-Nutzung holen.

Der architektonisch angegliederte Windfang mit schräg gestellter und geschlossener Stirnseite bietet Platz als Aktions- und Präsentationsfläche, u.a. für eigene EDV-Präsentationen, für Kino, Malerei, Graffiti. Zusätzlich entstehen durch die Baumaßnahme notwendige Funktionsbereiche, wie Büro und Abstellraum, Garderobe und WC-Bereich. In die Förderung einbezogen sind die baulichen Investitionen mit den technischen Anlagen und die Außenanlage.

Derartige Investitionen für am Gemeinwohl orientierte Einrichtungen zur Verbesserung der regionalen Versorgung und für Information und Kommunikation in dauerhaft angelegten Organisationsstrukturen erfüllen die Voraussetzungen, als LEADER-Plus-Projekt eingestuft zu werden, erläuterte Margit Wagner, Abteilungsleiterin im Sachgebiet Dorf- und Regionalentwicklung.

Mit LEADER-Plus-Mitteln wurden in Alsfeld bereits die „Kinderspielwiese Erlenpark“ und der Anbau eines Jugend- und Projektraumes an das Dorfgemeinschaftshaus in Reibertenrod gefördert (wir berichteten).