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236.000 Euro für Sanierung der Alten Schule in Radmühl - Landrat Marx überreichte Zuwendungsbescheid aus der Dorferneuerung an Bürgemeister Kopp

19.05.2005 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Weitere 236.000 Euro für die

Dorferneuerung in Radmühl

Landrat Marx überbrachte Zuwendungsbescheid –

Nach dem DGH wird jetzt die Alte Schule saniert

VOGELSBERGKREIS ( ). Grünes Licht für das zweite Großprojekt der Dorferneuerung in Radmühl: Landrat Rudolf Marx überreichte Bürgermeister Friedel Kopp einen Zuwendungsbescheid über 236.337 Euro. Nunmehr kann auch die Sanierung der Alten Schule beginnen. Der Umbau und die Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses sind bereits abgeschlossen.

Bürgermeister Kopp und die Ortsvorsteher Werner Höll und Reinhard Heineck brachten ihre Freude über die Landesunterstützung zum Ausdruck. Bereits am 11. März 2006 soll die Einweihung stattfinden. Landrat Marx sagte: „Wir wollen keine Museumsdörfer, sondern Orte, wo das Leben pulsiert.“ Der Bürgermeister überbrachte auch die Grüße von Pfarrerin Fink. Das dann sanierte Gebäude soll wie bisher auch für Gottesdienste genutzt werden.

Seit dem Jahr 2001 sind die beiden Ortsteile Hessisch und Preußisch Radmühl gemeinsam im Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen. „Wir brauchen die Erhaltung und sinnvolle Nutzung der historischen Bausubstanz in unseren Dörfern“, unterstrich Landrat Marx. Voraussetzung dafür seien Eigeninitiative und Motivation der Kommunen und der Bürgerschaft vor Ort, damit die Ideen für die zukünftige Entwicklung zielgerichtet umgesetzt werden können. Beispielhaft dafür stehe das Projekt Alte Schule in Radmühl. Dorfentwicklung biete für Radmühl auch die Chance, dass beide Ortsteile durch gemeinsame Projekte noch enger zusammenwachsen.

Die 236.000 Euro für das denkmalgeschützte Fachwerkgebäude aus dem Jahr 1806, das im Jahr 1856 aus Birstein (Ortsteil Unterreichenbach) nach Radmühl umgesetzt wurde, sind Mittel des Landes Hessen aus dem Dorferneuerungsprogramm. Das ist der Zuschuss für das Gesamtinvestitionsvolumen der Kommune in Höhe von knapp 349.000 Euro. Darüber hinaus wurde im Vorfeld die Planung mit knapp 32.000 Euro bezuschusst. „Durch die Förderung schafft die Landesregierung eine solide Grundlage für die Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum. Darüber hinaus profitiere davon das regionale Handwerk und Gewerbe“, betont der Landrat, denn Fördergelder im Rahmen der Dorferneuerung brächten jeweils ein Mehrfaches an Folgeinvestitionen mit sich.

Die Alte Schule in Preußisch Radmühl wurde bisher überwiegend kirchlich genutzt. Auch nach der Sanierung und Modernisierung des Gebäudes soll der Gemeinschaftsraum im Obergeschoss für Gottesdienste zur Verfügung stehen. Im Erdgeschoss soll ein Raum als „Spinnstube“ fungieren. Die Frauengemeinschaft (Strickfrauen) hat schon konkrete Pläne, wie die Aktivitäten unter ihrer Regie ausgebaut werden können, z.B. Seniorennachmittage, Einrichtung einer Krabbelgruppe, zusätzliche kulturelle Kleinveranstaltungen, kleine Familienfeste. Funktionale Verbesserungen in diesem Kontext sind der Einbau einer Teeküche sowie eines Sanitärbereiches. Daneben gibt es Überlegungen, das Erdgeschoss für historische Sammlungen zur Heimatgeschichte zu nutzen. Durch dieses Projekt soll für beide Ortsteile ein weiterer gemeinsamer Ort der Begegnung und kultureller Treffpunkt für alle Bürger entstehen.

„Besonders begrüßenswert ist es, dass im Rahmen der Dorferneuerung auch für die Alte Schule in Preußisch Radmühl eine adäquate Lösung gefunden werden konnte“, so Margit Wagner, Leiterin des Sachgebietes Dorf- und Regionalentwicklung. Das Gebäude wird saniert und dient künftig privaten Wohnzwecken. Parallel zum öffentlichen Bereich bildet die Beratung und Förderung privater Bauherren einen wesentlichen Schwerpunkt in der Dorferneuerung.

Radmühl ist bis 2009 in der Dorferneuerung. Dadurch verbleibt noch Zeit, geplante private Vorhaben in Angriff zu nehmen und verbleibende kommunale Maßnahmen zu realisieren, wie die grünordnerische Gestaltung der Ortseingänge und Friedhöfe sowie die Wiederherstellung alter Dorfpfade als Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen. Bisher wurden rund 707.000 Euro an Zuschüssen gewährt für kommunale Projekte und für bisher 20 private Baumaßnahmen.