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Gesundheitsamt warnt vor Backmohn als Schlafmittel für Säuglinge

04.05.2005 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Gesundheitsamt warnt vor Backmohn

„Nicht zu verwenden als Schlafmittel für Säuglinge“

VOGELSBERGKREIS ( ). „Backmohn ist kein Schlafmittel für Säuglinge.“ Darauf macht das Kreis-Gesundheitsamt aufmerksam. Backmohn, der für die Herstellung von schlesischem Striezel oder Mohnkuchen genutzt wird, wird auch teilweise als Hausmittel zur Förderung des Schlafes bei Kleinkindern genutzt. Backmohn kann jedoch auf Grund qualitativer, natürlicher Schwankungen unterschiedliche Mengen der Alkaloide Morphin und Codein enthalten. Diese Alkaloide können bei Überdosierung zu schwersten bis tödlichen gesundheitlichen Schäden mit Atemnot bis hin zum Atemstillstand führen.

So kam es vor kurzem zu einem Fast-Todesfall, bei dem ein Kind wegen Schlafstörungen eine Backmohn-Honigmilch verabreicht bekam. Nur durch das notärztliche Eingreifen konnte der Tod des Säuglings verhindert werden. Bei toxikologischen Untersuchungen wurden sehr hohe Mengen von Morphin und Codein im Urin nachgewiesen. Dieser Fall zeige, so Dr. Henrik Reygers, dass Hausmittel zum Ein- und Durchschlafen ihre Tücken haben. Dies begründet sich u.a. dahingehend, dass eine genaue Dosierung nicht abschätzbar ist.Das Gesundheitsamt empfiehlt daher, dass Säuglinge und Kleinkinder, welche an Schlafstörungen leiden, besser von ihrem Kinderarzt betreut werden sollten.