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Auftaktveranstaltung des Wettbewerbs UNSER DORF - Voraussichtlich 15 Vogelsberger Dörfer machen mit

15.02.2005 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Wettbewerb „Unser Dorf“ wird

ehrenamtlich getragen

Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung informierte

in Maar – Regionalentscheid startet im Sommer

VOGELSBERGKREIS ( ). Alle drei Jahre wieder: Im Sommer 2005 wird es erneut spannend, wenn voraussichtlich 15 Dörfer aus dem Vogelsbergkreis im Regionalentscheid „ins Rennen“ gehen. Zur Auftaktveranstaltung des Landeswettbewerbs „Unser Dorf“ hatte die Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung des Landratsamts vor wenigen Tagen nach Maar eingeladen – und aus allen Teilen des Vogelsbergkreises kamen 55 Kommunalvertreter, Ortsvorsteher und interessierte Akteure zu einer Einführung in den Wettbewerb, um sich von Abteilungsleiterin Margit Wagner umfassend zu informieren.

Wagner hob in ihrer Einführung hervor, dass der Wettbewerb ein Angebot an die Bürgerschaft sei, Veränderungen in ihrem Gemeinwesen aus eigener Kraft mit zu gestalten. Die Idee des Wettbewerbs baue darauf, dass es der Wunsch der Bürger ist, eigenverantwortlich tätig zu sein. In diesem Prozess werde stets deutlich, was bisher soziale, kulturelle und wirtschaftliche Aktivitäten bewirkt haben. Gleichzeitig werde der Blick auf notwendige Zukunftsstrategien gerichtet. In jedem Falle werde die Identität und das Wir-Gefühl im Dorf deutlich gestärkt. Der Wettbewerb baue auf ehrenamtliches Engagement. Dies spare nicht nur kosten, sondern stärke das Selbstwertgefühl und führe oft zum Angebot von Dienstleistungen, die es sonst nicht gäbe.

„Die Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung begleitet das Projekt federführend auf regionaler Ebene. Wir sind sowohl Ansprech- als auch Beratungspartner für die Dörfer und wirken in der Bewertungskommission mit“, so Wagner. Die Veranstaltung in Maar war der Start für die Vorbereitung des Wettbewerbs, der Anmeldetermin ist der 1. März 2005. Im Sommer wollen dann voraussichtlich 15 Dörfer aus dem Vogelsbergkreis untereinander und wahrscheinlich wieder mit der Nachbarregion Hersfeld-Rotenburg in den Wettstreit treten. Dem ersten Sieger winkt ein Geldpreis von 2.400 Euro und die Teilnahme am Landesentscheid in 2006.

In Maar informierten Margit Wagner und Ingeborg Happ über die Ziele des Regionalentscheides, den Wettbewerbsverlauf und darüber, was beurteilt wird und wer beurteilt. Die teilnehmenden Dörfer werden in fünf Hauptthemenfeldern von einer Jury aus etwa fünf Experten von Behörden und Verbänden bewertet: Entwicklung des Ortes, bürgerschaftliche Aktivitäten und Selbsthilfeleistungen, Baugestaltung, Grüngestaltung und Dorf in der Landschaft.

Generell werden die Ausgangssituation des Dorfes und die daraus abgeleiteten Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie durch den Wettbewerb initiierte Projekte beurteilt. Dabei liegt das Augenmerk auf nachhaltigen Entwicklungen, ein kurzfristiger Aktionismus vor dem Wettbewerb entspricht nicht den Zielen. Ausführlich wurde in der Runde diskutiert, woran sich eine erfolgreiche Teilnahme messen lässt und wie die ein einhalbstündige Präsentation für die Bewertungskommission aussehen kann.

Der Erfolg misst sich zum einen in den konkreten örtlichen Projekten. Das kann beispielsweise die Planung und der Bau eines Spielbereiches sein unter Beteiligung von Eltern, Kindern, Älteren, Ortsbeirat in Abstimmung mit der Kommune. Doch nicht nur die offensichtlich wahrnehmbaren Veränderungen zählen. Gleichermaßen richtet sich das Augenmerk darauf, wie die Bürger und die Kommune die Entwicklung ihrer Dörfer diskutieren und eigenständig gestalten. Aktuelle Zukunftsthemen sind unter anderem die demographischen Veränderungen, neue Formen bürgerschaftlichen Engagements, die Innenentwicklung der alten Ortskerne, Initiativen in Richtung regenerativer Energien.

Abschließend erhielten die potenziellen Wettbewerbsteilnehmer gezielt Tipps für das weitere Vorgehen. Margit Wagner riet zur Bildung von Arbeitskreisen mit interessierten Bürgern und Gemeindevertretern, zur Einbindung von Experten. Wichtig sei auch die Vorbereitung der schriftlichen Dorf-Info. Bei all dem appellierte sie an die Interessierten, das Beratungsangebot „Dorf- und Regionalentwicklung“ des Landrates nutzen.

Vorgestellt und zur Verwendung empfohlen wurde das Wettbewerbsplakat „Unser Dorf“. Das Plakat dient der besseren Kommunikation vor Ort und stärkt im Vorfeld das Wir-Gefühl für die Teilnahme.