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Vogelsberg präsentierte sich selbstbewusst auf der Grünen Woche in Berlin

26.01.2005 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Region Vogelsberg präsentierte

sich sehr selbstbewusst in Berlin

Aktuell von der Grünen Woche: Die Landräte Marx und Gnadl hoben die touristischen Vorzüge hervor – Lob vom Minister

BERLIN / VOGELSBERGKREIS

Montag, 24. Januar 2005

Die Region Vogelsberg ist der Botschafter Hessens auf der derzeit in Berlin stattfindenden Internationalen Grünen Woche. Auf dem gestrigen „Ländertag Hessen“ zeigte sich der Vogelsberg, der unter anderem durch die Landräte Rudolf Marx und Rolf Gnadl repräsentiert wurde, sehr selbstbewusst und enorm vielseitig – als eine touristische Region im Aufwind. Gabi Schwall vom Hessischen Rundfunk moderierte eine hoch dynamische Bühnenshow auf dem Hessenstand mit Gästen aus Politik, Kultur und Touristik. Die Bigband der Musikschule Lauterbach unter der Leitung von Ralf Eisler setzte kraftvoll-beschwingte musikalische Akzente in dem gut durchdachten Programm auf dem Stand des Landes Hessen.

Der Hessische Minister für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Wilhelm Dietzel, hob die Bedeutung des Tourismus für die wirtschaftliche Entwicklung hervor und lobte die großen Anstrengungen in der Region Vogelsberg, zum Beispiel auch in der Dorferneuerung. Der Vogelsberg, so Dietzel, sei nicht nur der Vulkan in der Mitte Hessens, sondern eine hervorragende Destination in der Mitte Deutschlands. „Der ländliche Raum ist liebens- und lebenswert“, sagte der Minister in Berlin.

Der Vogelsberger Kreistagsvorsitzende Ulrich Künz, Bürgermeisterin Elfriede Pfannkuche (Hirzenhain), die Bürgermeister Manfred Dickert (Grebenhain), Hans-Jürgen Schäfer (Schlitz), Friedel Kopp (Freiensteinau), Hans-Otto Zimmermann (Schotten), VBV-Geschäftsführer Armin Klein und viele mehr unterstützten das Team um Uta Nebe (Geschäftsführerin der Region Vogelsberg Touristik GmbH) und Gerline Minkel, Geschäftsführerin des Vereins Bauern- und Landurlaub Hessen.

Der Vogelsberger Landtagsabgeordnete Kurt Wiegel, zugleich Landesvorsitzender des Vereins Bauernhof- und Landurlaub – die Landkreise Vogelsberg und Wetterau kooperieren mit diesem Verein zur Ausrichtung der Messe in Berlin – hob den „Urlaub auf dem Bauernhof“ als hoch attraktives Angebot gerade für Familien hervor. „Bei uns steht das Wohlfühlen und der Kontakt zu Tieren und Natur ganz oben“, berichtete Dieter Boß vom Reiterhof in Storndorf. Jürgen Günst vom Märchenbauernhof Naumburg unterstützte diese Handlungsmaxime.

Die Landräte Gnadl und Marx warben kraftvoll und überzeugend für die Vorzüge ihrer Region. Während sich der eine als leidenschaftlicher Wanderer outete (Marx), konnte Gnadl als passionierter Fahrradfahrer aus eigenem Erleben sehr glaubwürdig für den Vulkanradweg werben, der schon heute 65 Kilometer von Lauterbach nach Glauburg umfasst, und bald, so Gnadl, bis Hanau an den Main reichen wird. Alle Sparten per Velo seien im Vogelsberg sehr gut möglich: Touren, Trekking, Mountain-Biking und natürlich auch Inliner. Carsten Hardt warb für den Vogelsberg-Marathon am letzten Samstag im Juli. Jochen Leeder aus Schotten sprach vom „Reiz des Gleitens“ auf den Inlinern. In das touristische Konzept passt, so Uta Nebe, sehr gut der Vulkan-Express – ein Busverkehr für Radfahrer, mit acht Bussen auf fünf Routen. Dr. Johannes Fertig machte Werbung für Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute Wetterau, dessen Vorsitzender er ist.

Landrat Marx, der von seiner Vogelsbergkreis-Umwanderung berichtete (300 Kilometer), wies auf den neuen Qualitätswanderweg Vulkanring hin, der 130 Kilometer gut beschilderte Strecke aufzuweisen habe. In diesem Zusammenhang hob Marx auch die Bedeutung des Naturparks Hoher Vogelsberg hervor, dem ältesten seiner Art in Hessen. Wenn denn der Winter mitspielt, ist der Vogelsberg auch ein lohnendes Skifahrer-Ziel. So gibt es im Hohen Vogelsberg die größte gespurte Loipen-Strecke Hessens.

Neben den beiden „Megatrends“ Wandern und Radfahrern – Landrat Marx: „Wir sind prächtig aufgestellt“ – widmete sich die Bühnenshow auch dem immer beliebter werdenden Reiten. Hubert Straub, Leiter des Kolping-Feriendorfes in Herbstein, und Achim Rodinger aus Grünberg (Verein „Isy-Rider“) warben für vielfältige individuelle Möglichkeiten, die Schönheiten der Natur auf dem Rücken eines Pferdes zu genießen. Den Gästen in Halle 21 auf der IGW wurde deutlich: Im Vogelsberg, da gehört ein „Hauch von Abenteuer“ bei gleichzeitigem Komfort einfach zusammen.

Um das Thema „Genuss“ ging es bei allen Themen, denen sich die Gesprächsrunden und die sehr locker gestalteten Kurzvorträge widmeten. Die Gastronomie im Vogelsberg zeige sich vielseitig, einfallsreich und mit vielen region-typischen Besonderheiten, stellte Gabi Schwall vom HR fest. So kochte Gastwirt Hans Schmidt aus Lauterbach-Maar auf der Bühne ein Süppchen unter Verwendung von Bier und Sahne, das wirklich vom Feinsten war – die Lauterbacher Bierkönigin Eva verteilte die Delikatesse unter die Anwesenden. Und Hubert Straub meinte: „Die Vogelsberger Wurst ist überhaupt die beste in Hessen.“

Landrat Marx wies auf die Schönheit der vielen mittelalterlichen Dörfer und Kleinstädte – von Laubach über Lauterbach bis Schlitz, von Alsfeld bis Büdingen – hin. Diese fünf Städte wurden übrigens in einem sehr humorvollen „Ränkespiel“ ihrer prächtig kostümierten Stadtführer zu Vertretern der Region und zu Konkurrenten um die Gunst des Publikums: alle stellten ihre Vorzüge heraus. Mit dem Ergebnis, dass natürlich jede der fünf Städte eine Menge zu bieten hat – gastronomisch, historisch, kulturell, landschaftlich. Aber auch Residenzstädte, Heilbäder und etliche Schlösser, darunter das Schloss in Romrod mit dem Sitz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, seien markante Botschafter der Region Vogelsberg.

Bernd Schäfer aus Schlitz warb mit etlichen seiner Traditions-Mitstreiter für das bedeutsame Schlitzerländer Trachtenfest, das in diesem Jahr vom 8. bis 11. Juli stattfinden wird. Erwartet werden 2100 Teilnehmer aus elf Nationen – von Kuba bis Taiwan.