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Touristik-Experten berieten in Lauterbach-Maar über gemeinsame Strategien der Vermarktung der Region

14.01.2005 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Marx: „Wir wollen noch besser

und noch bekannter werden“

Der Landrat hatte zu einem Touristik-

Workshop nach Maar eingeladen

VOGELSBERGKREIS ( ). „Wir wollen noch besser und noch bekannter werden“, sagte Landrat Rudolf Marx in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Region Vogelsberg Touristik GmbH, als er vor wenigen Tagen gemeinsam mit Geschäftsführerin Uta Nebe einen Touristik-Workshop im Dorfgemeinschaftshaus Lauterbach-Maar eröffnete. Der Landrat freute sich, über 80 Touristik-Anbieter, Vermarktungs-Experten und Kommunalpolitiker begrüßen zu können. Er hob die gute Zusammenarbeit mit dem Wetteraukreis in der gemeinsamen Vermarktung der Region und den „guten Aufschwung“ hervor, den der Tourismus im Vogelsberg mit der neuen Touristik GmbH bereits genommen habe.

Als besondere Merkmale der Region stellte Landrat Marx sowohl den Rad- als auch den Wandertourismus heraus. Der Vogelsberg habe mit dem Tourismus sehr gute wirtschaftliche Entwicklungspotenziale. Der Workshop in Maar war Teil der Entwicklung eines Destinations- und Strukturkonzeptes für die Region Vogelsberg (wir berichteten). Den Auftrag hat die Beratungsgesellschaft REPPEL + PARTNER. Ziel des Workshops war es, in einem breiten Kreis von Akteuren und Entscheidungsträgern im Vogelsberg-Tourismus Ziele, Strategien und Maßnahmenvorschläge zur erfolgreichen Entwicklung des Tourismus im Vogelsberg miteinander zu diskutieren und in die Konzepterarbeitung einzubringen.

Berater und Moderator Dr. Wolfram Schottler stellte die Ziele des Konzepts vor, analysierte die gegenwärtigen Marktbedingungen und nannte wichtige Perspektiven auf der Grundlage seiner bisherigen Erkenntnisse. Wichtigste Botschaft von Dr. Schottler: „Die Akteure der Region müssen dringend ihre Kräfte bündeln.“ Es sei eine „kollektive Leistung“, eine Destination selbstbewusst und erfolgreich zu vermarkten und im Wettstreit mit anderen Anbietern zu bestehen. Der Vogelsberg brauche eine „gemeinsame Strategie“ und eine „schärfere Profilierung“. Die Alleinstellungsmerkmale der Region müssten noch besser heraus gearbeitet und miteinander vernetzt werden. Generell müsse ein Umsteuern von der Angebots- auf die Nachfrageorientierung erfolgen, denn die Kunden von heute wüssten ganz genau, was sie wollten.

Der Trend gehe eindeutig in Richtung Genuss, Gesundheit und Individualität. Damit das durchaus vorhandene Angebot besser bei den Kunden ankomme, müssten „klare Themen“ geschaffen werden. „Schöne Landschaft“ allein reiche heute nicht mehr. Neben dem „Vulkan“ sollte die regionale Küche deutlich besser heraus gearbeitet und auf die Weiterentwicklung von Aktiv-, Wellness- und Gesundheitsangeboten größeren Wert gelegt werden. Dies hätten auch die von ihm durchgeführten Gästebefragungen eindeutig ergeben, so Dr. Schottler. Die Potenziale seien durchaus vorhanden. Radfahren, Wandern – jeweils verknüpft mit „Genuss“ – und Gesundheit/Entspannung seien die zentralen Themen. Nicht zu unterschätzen sei die Bedeutung von Kongress- und Tagungsgästen großer Firmen und Institutionen, die sich bewusst für die Verknüpfung von Lernen bzw. Verhandeln und Erholung entschieden. „Geschäft plus Genuss“ sei kein Widerspruch, so Dr. Schottler. Auch dies sei durch Befragungen belegt. Hier habe der Vogelsberg große Chancen – auch wegen seiner zentralen Lage in Deutschland.

In den drei Arbeitsgruppen beschäftigten sich jeweils rund 25 Experten mit den Bereichen „Natururlaub, Aktivurlaub, Gesundheitsurlaub“, „Veranstaltungstourismus“ sowie „Freizeitwirtschaft und Tagestourismus“. Ende Februar/Anfang März ist ein weiterer Workshop vorgesehen, der konkrete Umsetzungsmaßnahmen festlegen soll.

Die Erstellung des „Struktur- und Destinationskonzepts für Kultur, Touristik und Freizeit“, die bis Mai 2005 abgeschlossen sein soll, ist ein weiteres Projekt, das maßgeblich mit Mitteln der Europäischen Union gefördert wird. Zu 80 Prozent wird es aus dem „Topf“ Leader-plus bezuschusst; der Beirat der Vogelsberg Consult GmbH hatte unter Vorsitz von Landrat Marx das Vorhaben als regional hochrangig eingestuft. Die Vogelsberg Consult GmbH ist zugleich Vertragspartner des beauftragten Unternehmens Reppel + Partner Institut für Tourismus- und Kurortberatung, Freizeit und Kulturmanagement, dessen Geschäftsführer Dr. Schottler den Entwicklungsprozess moderiert.

Der Werkvertrag mit Reppel + Partner sieht eine „nachfrageorientierte Konzepterstellung“ vor, die vorhandene Analysen kreisübergreifend einbeziehen soll. „Ziel ist eine möglichst breite Akzeptanz, die durch einen integrierenden und kommunikativen Ansatz erreicht werden soll“, heißt es im Paragrafen eins des Werkvertrags. Das Aufzeigen von Entwicklungsperspektiven mit klaren Aussagen zu den erforderlichen (Handlungs-)Schwerpunkten ist das Ziel der Konzeption.