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12. Vogelsberger Familientreffen im Kolpingdorf Herstein war wieder sehr erfolgreich - 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

15.12.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Information des Kolping-Feriendorfes Herbstein

Ein Wochenende, das unter die Haut ging

12. Vogelsberger Familienwochenende im Kolpingferiendorf Herbstein

Bereits zum zwölften Male veranstalteten das Katholische Bildungswerk Oberhessen gemeinsam mit dem Vogelsberger Amt für Jugend, Familie und Sport und dem Kolping-Feriendorf ein „Vogelsberger Familientreffen“ mit Müttern, Vätern, Kindern und Jugendlichen. Vom 10. bis 12. Dezember wurde im Kolpingdorf in Herbstein allen 140 teilnehmenden Familienmitgliedern (40 Familien) ein umfangreiches Programm angeboten.

Am Freitag öffneten sich die Tore des Kolping-Familienferiendorfes, um mit Familien zum Thema 'Wohlfühlen in der eigenen Haut' oder "Ich könnte gerade aus meiner Haut fahren" ein Wochenende zu erleben.

Das Thema wurde am Abend vorgestellt und hierzu acht Workshops gebildet in denen es darum ging dieses Thema zu erarbeiten. Hundertwasser, der von fünf Häuten spricht, war Grundlage. Er spricht von der eigenen Haut, der Kleidung, der Wohnung, dem sozialen Umfeld und dem Globus auf dem wir leben. Wenn es uns als Familie gut oder schlecht geht, so liegt dies meistens an einer dieser Häute. Die Frage, die sich am Wochenende stellte war die, "Wie können wir diese Häute mitbestimmen und gestalten und dafür sorgen, dass wir uns in diesen Häuten wohler fühlen?".

140 Teilnehmer - Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Großeltern - tauchten am Samstag morgen in die einzelnen Arbeitskreise ein. Dort ging es nicht nur darum über die einzelnen Häute zu reden, sondern sie auch stückweit zu begreifen, zu fühlen und zu bestimmen. Da ging es um auch Begrifflichkeiten wie:

"Ich fühle mich wohl in meiner Haut"

"Das geht unter die Haut"

"Ich könnte gerade aus meiner Haut fahren"

"Das Fell über den Kopf ziehen"

"Die eigene Haut retten"

"Die vier eigenen Wände"

"hautnah"

Zu Gast waren an diesem Wochenende wieder ca. vierzig Familien. Einige schon das zwölfte Mal, andere zum ersten Mal. Es war voll ausgebucht und man kann sagen, das dieses Wochenende im Kreis derer Familien überhaupt nicht mehr wegzudenken ist. Es wird gleichgesetzt mit Adventszeit und ist Vorbote zum Weihnachtsfest. Als Vertreter des Dekanates Alsfeld besuchte uns Herr Dekan Helmut Grittner, der überrascht war über das qualifizierte Angebot und die Zahl der Familien, die dieses Wochenende besuchten. Er wünschte der Veranstaltung ein gutes Gelingen und weiteres Bestehen für die Zukunft.

Hubert Straub dankte dem Träger der Veranstaltung, dem Katholischen Bildungswerk Oberhessen in Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugend, Familie und Sport des Vogelsbergkreises und dem Team des Kolping Feriendorfs, das dieses Familientreffen zum zwölften Male auf die Beine stellten.

 

 

 

Eine Gruppe unter der Leitung von Doris Mayer machte sich mit sieben Pferden, Betreuern und Reitern auf den Weg, "den Globus nach Häuten" zu durchforsten.

Ein Theaterstück, angeregt durch Harald Wieger, mit dem Thema "Schönheitsideale oder was ist Schönheit" sprach eine grosse Gruppe an.

Das Farben sehr vielfältig sind, aber sie erst über das Licht richtig zur Geltung und zum Ausdruck kommen, wurde in einem Malatelier mit Dr.Dr. Karl Friedrich Reith

experimentiert und deutlich. Es entstand ein Bild, daß das Thema haben könnten: "Tanz auf dem Vulkan mit Hand und Fuß".

Wie schnell sich Blicke und Gesichtszüge verändern können und durch Bewegung "aus der Haut fahren", war Thema von Ulla Löffler mit Schminke und Masken.

Vom Schneckenhaus über das Haus der Zwerge zum eigenen Haus und zu den eigenen vier Wänden mit Schönheit, Stabilität und Wohlbehagen, präsentierte bei Lagerfeuer und Öllampen die Hüttenbaugruppe unter der Leitung von Norbert Ludwig mitten im Wald.

Das Häute in verschiedener Spannung, unterschiedlich klingen, das sagt uns die Trommel. Welche Töne noch dazu beitragen können, die unterschiedlichen fünf Häute zu erkennen, sie zu fühlen und mit ihnen eins zu werden, wurde im Musikstudio mit Christine Eisler experimentiert.

Gottfried Keller's bekanntes Werk "Kleider machen Leute" wurde, in Einer eigens eingerichteten Schneiderwerkstatt mit Anette Knieling bewiesen. Hier entstanden die extravagantesten Klamotten bis hin zum Zwiebelkleid, wo man die Häute einzeln wegschälen konnte.

Wer auf der Suche nach seiner eigenen Mitte bisher noch leer ausging, hatte beim Bau eines Zen-Gärtleins die Möglichkeit der Mitte näher zu kommen. Sorgfältig angelegte "Kleingärten" mit eigenem Klein-Werkzeug wurden geschaffen.

Für die Allerkleinsten gab es unter der Leitung von Anneliese Schmelz und Heike Steinfeld kein Zen-Gärtlein, sondern ein Kindergärtlein. Mit Spielen, tanzen und abstrakten Bildern konnten auch die Kleinen am Thema des Wochenendes teilnehmen.

Die Gesamtleitung hatte Hubert Straub, Geschäftsführer des Feriendorfes und seine Frau. Er eröffnete am Samstag abend die Präsentationsbühne geschminkt in vier Hautfarben und einem Globus als Kopfbedeckung - zwei Stunden lang prickelndes Programm mit Inhalten der Workshops.

Der Sonntag, dritter Advent, begann mit einer Meditation in der Kirche des Feriendorfes mit dem Thema: "Unterschiedliche Hautfarben, Kulturen und Länder sind eine Bereicherung unseres Lebens - wir leben von dem was alle säen und alle ernten und tragen damit zur einer Vielfalt bei".

Das Abschluss-Highlight des Wochenendes war ein Konzert der Gruppe Spunk am Sonntag vormittag mit Gerd Müller und Kollege Axel der als Willi Winter seine Winterreise vorstellte.