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Landrat Marx übergibt europäische Fördergelder für Jugendraum in Reibertenrod

29.11.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Marx: Europa hilft der

Jugend in Reibertenrod

Erster Spatenstich durch Landrat, Bürgermeister

und Ortsvorsteher für Jugend- und Projektraum

VOGELSBERGKREIS ( ). „Europa ist konkret. Mit den hier eingesetzten Mitteln wird direkt geholfen, der Jugend in Reibertenrod ein attraktives Angebot zu schaffen.“ Dies sagte Landrat Rudolf Marx anlässlich des Baubeginns für den Anbau eines Jugend- und Projektraumes an das Dorfgemeinschaftshaus in Reibertenrod. Gemeinsam mit Alsfelds Bürgermeister Herbert Diestelmann, Ortsvorsteher Armin Günther und der Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft DGH, Ingrid Günther, vollzog der Landrat als Chef des Amtes für den ländlichen Raum – Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung – symbolisch den ersten Spatenstich. Das Projekt wurde vom Beirat der Vogelsberg Consult GmbH als hochrangig eingestuft. Dieser Beirat ist im Vogelsbergkreis die „regionale Entwicklungsgruppe“. Sie ist verantwortlich für die abschließende Bewertung eingereichter Projekte als Voraussetzung für die Freigabe europäischer Fördergelder, die dann über das Land ausgezahlt werden. Vorsitzender des Beirats ist Landrat Marx.

Die Stadt Alsfeld erhielt für das geplante Projekt eine Zuwendung von etwa 30.000 Euro. Das sind EU-Mittel in Höhe von 50 Prozent der Investitionssumme, die das Land Hessen im Rahmen des LEADER-Plus-Programms zur Verfügung stellt. Dadurch entstehe die Möglichkeit, eine örtlich und überörtlich bedeutsame Einrichtung für Jugendliche im Rahmen einer organisierten Jugendarbeit zu etablieren“, hob Landrat Marx hervor.

Bürgermeister Herbert Diestelmann hob die Bedeutung als „Gemeinschaftsaktion des Ortes“ hervor, die sich bereits dadurch dokumentiere, dass sehr viele Bürgerinnen und Bürgern mit ihren Kindern zum Start des Bauprojekts an das Dorfgemeinschaftshaus gekommen waren. Die Stadt Alsfeld habe 50.000 Euro im Haushalt veranschlagt. Er dankte der Aktionsgemeinschaft, die ebenfalls erheblich zum Gelingen des Vorhabens beitrage. Die angekündigte Eigenleistung der Bürgerschaft sei der Garant für den Erfolg.

Besonders bedeutsam sei der integrative Ansatz: „Die Jugendlichen können sich so sehr gut mit ihrem Dorf identifizieren“, so Diestelmann. Es gebe rund 50 Jugendliche unter 15 Jahren im Dorf, berichte Ortsvorsteher Günther. Träger des Projektes ist die Stadt Alsfeld. Die Konzeption erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendpfleger und dem Ortsvorsteher.

Die neu entstehenden Räume am DGH sollen als Treffpunkt im Dorf für Freizeitaktivitäten und als Ort für kontinuierliche Projektinitiativen genutzt werden. Durch das Engagement der Jugendlichen für das soziokulturelle Gemeinschaftsleben im Dorf entstehen beispielsweise attraktive Angebote für Kinder bei Festen und weiteren Veranstaltungen bis hin zu lokal vernetzenden Aktionen, wie den Ferienangeboten. Darüber hinaus sind Treffen mit Jugendgruppen in der Region und den europäischen Partnerstädten von Alsfeld geplant.

„Derartige Investitionen für nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtete Einrichtungen zur Verbesserung der Lebensqualität in den Bereichen Grundversorgung und Kommunikation in dauerhaft angelegten Organisationsstrukturen erfüllen die Voraussetzungen, als LEADER-Plus-Projekt eingestuft zu werden. Der umfassende und vernetzende Projektansatz sowie die Übertragbarkeit und der beispielhafte Charakter für ähnliche Projekte sind weitere Entscheidungskriterien“, so Margit Wagner, Leiterin der Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung. In die Förderung einbezogen sind die baulichen Investitionen mit der Außenanlage sowie die Erstausstattung mit Mobiliar und einer Teeküche.

 

 

Ein neuer Treffpunkt für die Jugend in Reibertenrod wird geschaffen. Unser Bild zeigt (von links) Ingrid Günther und Ortsvorsteher Armin Günther, Bürgermeister Herbert Diestelmann und Landrat Rudolf Marx beim symbolischen ersten Spatenstich.

Bild: Vogelsbergkreis