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Kreisbeigeordneter Fink: Kreis arbeitet zielstrebig an der Einführung eines neuen Rechnungswesens

18.11.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

„Wir wollen mehr Klarheit

über Kosten und Leistungen“

Kreisbeigeordneter Fink: Kreis arbeitet zielstrebig

an der Einführung eines neuen Rechnungswesens

VOGELSBERGKREIS ( ). „Der Vogelsbergkreis arbeitet zielstrebig an der Einführung eines neuen Rechnungswesens, das gegenüber der bisherigen Kameralistik für mehr Klarheit über Kosten und Leistungen sorgen soll.“ Dies teilt Kreisbeigeordneter Wilfried Fink als Vorsitzender der Lenkungsgruppe Organisation in der Kreisverwaltung mit. Bereits mehrfach hat sich die Arbeitsgruppe Betriebswirtschaft mit der Umsetzung der Einführung des neuen Buchführungssystems, das sich an die Systematik in der freien Wirtschaft anlehnt, beschäftigt. Die Einführung der „Doppik“ (Doppelte Buchführung in Konten) für die gesamte Kreisverwaltung ist zum 1. Januar 2008 geplant.

„Mit dem neuen Rechnungswesen werden sowohl die Verwaltung für ihre tägliche Arbeit als auch die Politik für die Kriterien ihrer Vorgaben mehr Transparenz und Effizienz erhalten“, betont Kreisbeigeordneter Fink. Der Vogelsbergkreis beschäftige sich gegenwärtig intensiv mit vorbereitenden Tätigkeiten, die sich aus der beabsichtigten Änderung des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens ergeben. Um den Übergang geordnet und effektiv zu gestalten, entwickelt die Arbeitsgruppe Betriebswirtschaft, die von Dr. Eckhard Köhler-Hälbig, Leiter des Amtes für Controlling und Rechnungsprüfung, geleitet wird, die Umsetzungsstrategie. Bei der Einführung des neuen Steuerungsmodells soll die Beratung erfahrener externer Wirtschaftsberatungsunternehmen in Anspruch genommen werden. Aus diesem Grund prüfen die Lenkungsgruppe Organisation sowie die Arbeitsgruppe Betriebswirtschaft derzeit die Angebote mehrerer Beratungsunternehmen. Die für die Inanspruchnahme dieser Leistung notwendigen Gelder seien bereits in den – noch „kameralen“ – Doppelhaushalt 2005/2006 eingestellt worden.

Kreisbeigeordneter Wilfried Fink betont, der Vogelsbergkreis fange „nicht bei Null“ an. Für die Pilotbereiche Gesundheitsamt und Volkshochschule werde bereits die Kosten- und Leistungsrechnung eingesetzt. Wie in privaten Unternehmen seien hier Dienstleistungen als Produkte definiert. Die Kostenstellen-, Kostenträger- und Kostenartenrechnung ermögliche eine transparente Zuordnung der entstehenden Kosten. Als nächster Verwaltungsbereich werde im Hochbauamt im Laufe des kommenden Jahres eine Kosten- und Leistungsrechnung aufgebaut. Mit dem Haushaltsjahr 2004 wurde bereits die Sachkostenbudgetierung für die gesamte Verwaltung eingeführt. Die Budgetierung wird im Schulbereich im Vogelsbergkreis schon über zehn Jahre angewandt.

Das „Dienstleistungsunternehmen Kreisverwaltung“ mit seinen 600 Beschäftigten (davon über 400 in der Verwaltung) müsse mit der Einführung der Doppik eine Eröffnungsbilanz vorlegen und dazu die Schulden sowie das gesamte kreiseigene Vermögen bewerten. Die genaue Vermögenserfassung der 71 Liegenschaften mit 773.000 Quadratmetern bebauter Grundstücksfläche und 320 Kilometern Kreisstraßen müsse ebenfalls „strategisch und akribisch“ bewältigt werden, betont Wilfried Fink. Das Verfahren zur bilanziell verwertbaren Vermögenserfassung beginne im kommenden Jahr.