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Vogelsbergkreis und OVAG kooperieren - 21 Blockheizkraftwerke in 17 Schulen

10.11.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Vogelsbergkreis beschreitet neue

Wege bei Investition und Betrieb

Kraft-Wärme-Kopplung an 17 Schulstandorten – „Contracting“ mit der OVAG

VOGELSBERGKREIS ( ). Erneut werden im Vogelsbergkreis umfangreiche Investitionen in Form eines „Contractings“ durchgeführt. Dies teilt Landrat Rudolf Marx mit, der kürzlich gemeinsam mit dem OVAG-Vorstandsvorsitzenden Hans-Ulrich Lipphardt und Erstem Kreisbeigeordnetem Karl Erich Weber ein umfangreiches Vertragswerk unterzeichnete. Vereinbart ist die Installation von Klein-Blockheizkraftwerken an 17 Schulstandorten des Kreises durch die OVAG, die auch für die Wartung zuständig ist. Ziel ist die Einsparung von Primärenergie durch gezielte Ausnutzung der Kraft-Wärme-Kopplung. Die Vertragsunterzeichner waren sich im Alsfelder Landratsamt einig: Dies ist nicht nur ein interessantes „Private-Public-Partnership“-Modell, sondern auch ein „aktiver Beitrag zum Klimaschutz“. Die von der OVAG eingebauten und betriebenen BHKW kosten insgesamt rund 500.000 Euro.

OVAG-Chef Lipphardt drückte seine Freude über das entstandene Vertragswerk zwischen dem kommunalen Energieversorger und dem Vogelsbergkreis aus. „Die OVAG fühlt sich als kommunales Unternehmen den beteiligten Kreisen verpflichtet“, hob Lipphardt hervor. „Dies ist ein neuer erfolgreicher gemeinsamer Weg“, sagte Landrat Rudolf Marx.

Jedes Kleinkraftwerk hat eine Primär-Leistungsaufnahme von 20,5 kW,

wobei 27% (5,5 kW) in elektrische und 61 % (12,5 kW) in thermischr Energie umgewandelt werden. In der Summe entspricht dies 115 kW elektrischer Gesamtleistung (damit können rd. 1925 Glühbirnen à 60 Watt betrieben werden) und 262,5 kW thermisch (damit können rd. 15 Einfamilienwohnhäuser mit einem Wärmebedarf von rd. 18 kW bei Minus 12°C beheizt werden).

Diese relativ geringe thermische Leistung reicht aus, um zu Beginn der Heizperioden die Schulgebäude auf Temperatur zu halten, ohne dass die vorhandenen großen Heizkessel mit ihrem zu diesem Zeitpunkt wesentlich schlechteren Gesamtwirkungsgrad mitwirken müssen.

Der anfallende elektrische Strom wird direkt in das Netz des Schulgebäude eingespeist und verringert somit die monatlichen Stromkosten.

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung handelt es sich im Prinzip um einen Otto-Motor, der an 12 Standorten mit Gas und an fünf Standorten mit Diesel betrieben wird. An diesen Motoren ist ein Generator angekoppelt, der durch die mechanische Drehbewegung Strom erzeugt. Die bei der Verbrennung entstehende Abwärme wird für Heizzwecke in den Gebäuden verwendet. Die erste Anlage wurde an der Max Eyth Schule in Betrieb genommen.

Wo stehen die neuen Block-Heiz-Kraftwerke?

Heizölbetriebene BHKW´s :

1 Grundschule Feldatal

1 Grundschule Herbstein

1 Gleentalhallle Kirtorf

1 Grundschule Romrod

1 Grundschule Schotten

Gasbetriebene BHKW´s :

2 * Gerhart Hauptmann Schule Alsfeld

1 * Geschwister Scholl Schule Alsfeld

2 * Max Eyth Schule Alsfeld

1 * Groß-sporthalle an der Bleiche Alsfeld

1 * Dreifelder Sporthalle Gesamtschule Homberg

1 * Gesamtschule Homberg und Einfeld Sporthalle

1 * Eichbergschule Lauterbach

2 * Wascherde Gesamtschule Lauterbach

1 * Alexander von Humboldt Gymnasium Lauterbach

2 * Gesamtschule Schlitz

1 * Gesamtschule Schotten

1 * Grund und Hauptschule Wartenberg