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Bürgermeisterdienstversammlung unter Vorsitz des Landrats befasste sich mit Landesplanungsvorgaben

28.09.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Marx: „Wir gehen

die Zukunft aktiv an“

Bürgermeister-Dienstversammlung diskutierte über

Bevölkerungsentwicklung und Planungsvorgaben

VOGELSBERGKREIS ( ). Unter dem Eindruck jüngst veröffentlichter Prognosen der Entwicklung und der Chancen des Vogelsbergkreises diskutierten eine Bürgermeisterin und 16 Bürgermeister unter dem Vorsitz von Landrat Rudolf Marx die Herausforderungen, die sich aus der zum Teil rückläufigen Bevölkerungsentwicklung ergeben. In der Bürgermeisterdienstversammlung im Lauterbacher Kreishaus machte der Landrat deutlich: „Wir gehen die Zukunft aktiv an“ und widersprach damit dem Vorhalt der SPD-Kreistagsfraktion, der Kreis verspiele seine Chancen. Das Gegenteil sei der Fall. Trotz der bedrückenden finanziellen Enge mache der Kreis seine strukturpolitischen Hausaufgaben.

In der lebhaften Debatte beklagten etliche Rathauschefs die Planungsvorgaben des Landes, die dem ländlichen Raum zu wenig Beachtung schenkten. Dies gelte sowohl für den Landesentwicklungsplan als auch für den Regionalen Raumordnungsplan. Landrat Marx appellierte, nicht zu resignieren und statt dessen kraftvoll und vor allem gemeinsam für die Region zu kämpfen. Dazu zähle auch, dass die heimischen Vertreter in der Regionalversammlung „ihre Verantwortung äußerst ernst nehmen und die hiesigen Interessen gegen Metropolendenken heraus stellen müssen“.

Bürgermeister Jürgen Adam (Schwalmtal) meinte: „Der Raumordnungsplan vernachlässigt den Vogelsbergkreis.“ Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer (Schlitz) plädierte für die Erstellung differenzierter, aussagefähiger und langfristiger eigener Prognosen, um den Vorgaben der Landesplanung fundiert entgegen treten zu können. Dr. Birgit Richtberg (Romrod) sprach sich klar gegen Abgrenzungsdenken aus. Natürlich werde der Bevölkerungsrückgang Auswirkungen auf Schulstandorte, Kindergärten und Senioreneinrichtungen haben, meinte der Landrat. Damit müsse sehr verantwortlich und differenziert umgegangen werden.

Weitere Themen der Bürgermeisterdienstversammlung waren unter anderen Zuständigkeitsfragen bei der Seuchenabwehr nach dem Infektionsschutzgesetz sowie die Funktion von ekom21 (KIV) als Dienstleister für die Kommunen im IT-Bereich. Geschäftsführer Manfred Mutz entwarf in seinem Vortrag die technologischen Voraussetzungen für Formen des e-Government, also der Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger nicht nur Informationen digital abzurufen, sondern Entscheidungswege transparent mitgehen zu können.