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Kreisbeigeordnete Emmermann besuchte Seniorenhilfe Maar

23.09.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Emmermann lobt ehrenamtliche

soziale Tatkraft

Gleichstellungsbeauftragte zu Besuch

bei der Seniorenhilfe in Maar

VOGELSBERGKREIS ( ). „Die Seniorenhilfe Maar hat mit ihren vielfältigen Angeboten der freiwilligen sozialen Hilfe und Unterstützung von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern in der Kreisstadt Lauterbach eine Vorbildfunktion,“ erklärte Gleichstellungsbeauftragte Sylke Emmermann, als sie sich beim jährlichen Arbeitstreffen derjenigen aktiven Mitglieder, die den Telefondienst versehen, über die Bandbreite der ehrenamtlich erbrachten Hilfeleistungen informierte.

133 Aufträge von Januar bis August dieses Jahr –viele davon mit wiederkehrenden Einsätzen, beispielsweise regelmäßige Vorlesestunden bei einem gelähmten und erblindeten alten Mann, belegen, dass die Aktiven stark engagiert sind, erläuterte die Vorsitzende der Seniorenhilfe, Erika Stöppler. Die Seniorenhilfe Maar beweist, das ehrenamtliches Engagement in der zweiten Lebenshälfte aktuell und sinngebend ist.

„Die Vielfalt ist beeindruckend,“ betonte die Gleichstellungsbeauftragte, die die Auffassung vertritt, dass jede Hilfe immer an den individuellen Bedürfnissen der einzelnen Menschen orientiert sein muss. Die gewohnte häusliche Umgebung müsse jedem Einzelnen so lange wie möglich erhalten bleiben. Die Seniorenhilfe Maar unterstütze mit ihren Aktiven in beispielhafter Weise ältere, hilfebedürftige Menschen und stärke gleichzeitig auch deren Familien. Die Führung eines selbstbestimmten Lebens zu ermöglichen und Heimunterbringung so lange wie möglich zu vermeiden, sei ein erklärtes Ziel der Kreispolitik, die die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen habe, erklärte Emmermann. Alter ist ein Thema, das nicht vernachlässigt werden darf, unterstrichen auch die anwesenden Mitglieder der Seniorenhilfe.

Die veränderte Alterssituation erfordere von den Menschen, sich auf eine nachberufliche Lebensphase einzustellen. Einen Teil der Freizeit und der erworbenen Kompetenz für andere einzusetzen, das helfe dem Geber wie dem Empfänger.

Und das der Hilfe- und Unterstützungsbedarf in den nächsten Jahren weiter ansteige, das lasse sich schließlich auch an der demographischen Entwicklung ablesen. Die Zahl der hochbetagten Älteren nehme weiter zu. Deswegen würden auch in anderen Städten und Gemeinden Initiativen gebraucht, die höher betagten Menschen bei der Bewältigung Ihres Alltags unterstützend zur Seite stünden, betonte die Gleichstellungsbeauftragte, die hofft, dass der Erfolg des Konzepts der Seniorenhilfe Maar auch für andere interessierte Bürgerinnen und Bürger Ansporn ist, über die Fragen der Lebensqualität und der gesellschaftlichen Teilhabe im Alter neu nachzudenken.

Das soziale Ehrenamt sei immer noch eher Frauen vorbehalten. Männer seien aber ebenso gefordert, sich einzubringen. Die Seniorenhilfe Maar habe auch hier Vorbildfunktion.