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Vogelsbergkreis wird als einer von 69 deutschen Landkreisen das Arbeitslosengeld II umsetzen

15.09.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Marx: „Jetzt wird mit

hoher Energie das ALG II vorbereitet“

Vogelsbergkreis gehört zu den 14 hessischen

Kommunen, die „Hartz IV“ vor Ort umsetzen

VOGELSBERGKREIS ( ). Der Vogelsberger Landrat Rudolf Marx zeigte sich gestern sehr erfreut darüber, dass der Vogelsbergkreis zu den 69 Kreisen und Städten gehören wird, die „Hartz IV“ vor Ort umsetzen. Die hessische Landesregierung konnte im Berliner Wirtschaftsministerium alle 14 Bewerber „durchbringen“. „Jetzt wird mit hoher Energie alles Personelle, Sachliche, Räumliche und Organisatorische vorbereitet, um das Arbeitslosengeld II hier umzusetzen“, betonte der Landrat. Die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe hält Marx für „richtig und zielführend“. Das Prinzip „Fördern und Fordern“ sei für den Vogelsbergkreis nicht neu. Die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt sei oberstes Ziel aller Bemühungen.

Die langzeitarbeitslosen Menschen im Vogelsbergkreis könnten sich darauf verlassen, dass ihre Interessen bei den Fachleuten des Landratsamtes in guten Händen sei. Marx sagte: „Wir können auf ein vielfältiges Netz von sozialen Angeboten verweisen, haben ein schlüssiges Konzept vorgelegt und sind für die Übernahme der Aufgabe gewappnet.“

Durch die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II als neue Leistung ab Januar 2005 war es möglich geworden, dass 69 Kommunen der Bundesrepublik im Rahmen einer Experimentierklausel die alleinige Zuständigkeit wahrnehmen können. „Dass der Vogelsbergkreis dazu gehört, macht mich stolz und gibt uns Gelegenheit, das in den vergangenen Jahren Aufgebaute zum Wohle der Vogelsberger Bürgerinnen und Bürger weiter zu entwickeln.“

Die Kommunale Vermittlungs-Agentur wird organisatorisch zum Amt für Soziale Sicherung gehören. „Die Vorbereitungen für die Organisation sind bereits abgeschlossen, so dass wir unverzüglich damit beginnen können, die nächsten wichtigen Schritte zu gehen. Schon in den nächsten Tagen werden die notwendigen Stellen ausgeschrieben, Schulungen werden vorbereitet und die Anschaffung einer Software in die Wege geleitet.“

Die Kommunale Vermittlungs-Agentur wird Standorte in Alsfeld und Lauterbach unterhalten. Der räumliche Engpass wird sich mit der Fertigstellung des Verwaltungs-Neubaus auflösen. Landrat Marx verweist in diesem Zusammenhang auf das Verwaltungsgebäude „Altes Landratsamt“ in der Lauterbacher Bahnhofstraße und stellt in Aussicht, dass dort nach einem zweckmäßigen Umbau ein Job-Center entstehen wird, in dem die Kommunale Vermittlungs-Agentur und die Agentur für Arbeit alle Dienste gemeinsam anbieten könnten, die für die Vermittlung in Arbeit notwendig seien.

Die Aufgabenerledigung – Betreuung, Unterstützung, Vermittlung (Zuständigkeit aus einer Hand) – werde in „enger, guter und bewährter“ Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit geschehen. Etwa 7000 Menschen im Vogelsbergkreis sind ab Januar 2005 vom Arbeitslosengeld II betroffen. Dies entspricht etwa 3500 Haushalten. Es handelt sich dabei um Menschen, die länger als 12 Monate arbeitslos (über 55-Jährige über 18 Monate) sind und/oder als Sozialhilfeempfänger als „vermittelbar“ gelten, das heißt eine Tätigkeit von mindestens drei Stunden täglich aufnehmen könnten.