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Neue Heizzentrale an der Gerhart-Hauptmann-Schule - Vogelsbergkreis beschreitet neue Wege bei Investition und Betrieb

01.09.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Vogelsbergkreis beschreitet neue

Wege bei Investition und Betrieb

Erneuerung der Heizzentrale an der Gerhart-

Hauptmann-Schule in Alsfeld – „Contracting“ mit GWV

VOGELSBERGKREIS ( ). Erstmalig im Vogelsbergkreis wird eine Bauinvestition in Form eines „Wärmliefer-Contractings“ durchgeführt. Dies teilt Landrat Rudolf Marx mit, der kürzlich gemeinsam mit Dr. Peter M. Szepanek von der Gas- und Wasserversorgung Fulda (GWV) als Vertragspartner den Fortgang der Installationsarbeiten an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Alsfeld in Augenschein nahm. Dieses „Private-Public-Partnership“-Modell ermögliche eine Großinvestition, ohne neue Schulden machen zu müssen. Darüber hinaus werde durch die Anbindung der Erich-Kästner-Schule an die neue Heizzentrale der Wirkungsgrad erheblich erhöht.

Wärmeliefer-Contracting bedeutet: alle erforderlichen Arbeiten wurden funktional beschrieben und der günstigste Bieter führt die kompletten Investitionen einschließlich deren Finanzierung durch. Der Investor ist dann auch für den anschließenden Betrieb der Anlage verantwortlich. Die Vergütung dieser Investitionen wird dann über einen vertraglich vereinbarten Zeitraum von 15 Jahren über die Wärmelieferung erfolgen. Hier wird der Vogelsbergkreis die Finanzierungs- und Betriebskosten der Anlagen über einen Grundpreis und die Wärmelieferung über einen Arbeitspreis (vergleichbar mit der privaten Stromrechnung) mit monatlichen Zahlungen leisten. Der Umfang der ausgelösten Investition beläuft sich auf rund eine halbe Million Euro (wir berichteten).

Eine Kompletterneuerung der Heizzentrale der Gerhart-Hauptmann-Schule verbessert die standortspezifischen Emissionswerte erheblich. Die angrenzende Erich-Kästner-Schule wird an die neue Heizzentrale der Gerhart-Hauptmann-Schule angeschlossen. Zukünftig wird somit über eine einzige Heizzentrale der Wärmebedarf von zwei Schulen abgedeckt. Diese Vorgehensweise senkt die jährlichen Betriebskosten der Anlagenbetreuung und erhöht den Wirkungsgrad der Heizkessel gegenüber Einzellösungen.

Seither war in insgesamt drei Heizzentralen an beiden Schulen eine thermische Leistung in der Summe von 907 Kilowatt installiert. Künftig wird mit 740 Kilowatt installierter Leistung – also 18 Prozent weniger – in der Gerhart-Hauptmann-Schule unter Nutzung der Brennwerttechnik eine deutliche Effizienzsteigerung erzielt.

Brennwerttechnik bedeutet, dass die normalerweise etwa 160 Grad Celsius heißen Abgase des Heizkessels durch einen Wärmetauscher geführt, dort bis auf 60 bis 80 Grad Celsius abgekühlt werden und die somit gewonnene Wärme (Kondensationswärme des Wasserdampfes) genutzt werden kann. Das Abfallprodukt „Kondenswasser“ wird abgeleitet. Der Gasverbrauch wird durch diese Technik um etwa acht bis zehn Prozent vermindert. Dadurch ergibt sich eine bestmögliche Ausnutzung des eingesetzten Brennstoffes, in diesem Fall Erdgas.

 

Neue Heizzentrale an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Alsfeld. Unser Bild zeigt (von links) Dipl.-Ing. Reiner Döring, Büro HLS/Alsfeld, Dipl.-Ing. Klaus Moll, GWV Fulda, Dr. Peter M. Szepanek, GWV Fulda, Landrat Rudolf Marx und Timo Winter, Mitarbeiter der Fa. Ettenberger, Fulda.

Foto: Vogelsbergkreis