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Kreisbaudezernent Geißel weist auf neue Förderwege beim Hausbau hin

31.08.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Baudezernent Geißel weist

auf Finanzhilfen beim Hausbau hin

Drei neue Förderwege – Auch Hilfe beim Kauf

von Gebrauchtimmobilien – Infos beim Kreisbauamt

VOGELSBERGKREIS ( ). Das Land Hessen erweitert die Finanzierungshilfen für Wohneigentum. Darauf macht Kreisbaudezernent Heinz Geißel in einer Pressenotiz aufmerksam. Erstmals seit zehn Jahren ist unter anderem auch wieder die Hilfe bei der Finanzierung von Gebrauchtimmobilien möglich. Darüber hinaus gibt es ab sofort für Häuslebauer zwei neue, zinsverbilligte Darlehensangebote: das Hessen-Baudarlehen und das Eigenheimzulage-Darlehen.

Angebot 1: Hessen-Baudarlehen - die zinsverbilligte Förderung für den Neubau

Das erste Angebot ist das Hessen-Baudarlehen. Es fördert den Neubau von Eigenheimen. Das Land gewährt Häuslebauern ein Darlehen, dessen Höhe in der Regel zwischen 80.000 Euro und 115.000 Euro (je nach Bauort) beträgt. Die Mittel für das Darlehen stammen zu rund 70 Prozent von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und zu rund 30 Prozent vom Land. Weil das Land seinen Darlehensanteil zinslos den Bürgern bereit stellt, bekommen sie das Hessen-Baudarlehen zu einem Zins, der um etwa 30 Prozent unter dem Kapitalmarktzins des KfW-Darlehens liegt. Das Hessen-Baudarlehen wird nachrangig im Grundbuch gesichert. Der erststellige Beleihungsraum bleibt für Kredite von Banken oder Sparkassen frei. Das Land übernimmt mit einer Landesbürgschaft weitgehend das Risiko. Die Landesbürgschaft wird kostenlos bereitgestellt.

Beim Hessen-Baudarlehen ziele die Unterstützung des Landes besonders auf Haushalte mit geringem bis mittlerem Einkommen, erläutert Kreisbeigeordneter Geißel. Für die Förderung gelten deshalb bestimmte Einkommensgrenzen. Bei einer Familie mit zwei Kindern dürfe das Brutto-Jahreseinkommen rund 60.000 Euro nicht überschreiten. Die Antragsteller müssten mindestens 15 Prozent der Gesamtkosten mit Eigenkapital finanzieren können. Bevorzugt würden Familien mit Kindern gefördert. Auch Bauvorhaben, die dem generationenverbundenen Wohnen dienten, könnten berücksichtigt werden. Für die Förderung von Wohneigentum im zweiten Halbjahr 2004 hat das Wirtschaftsministerium den Wohnungsbauförderungsstellen Finanzmittel für Hessen-Baudarlehen in Höhe von insgesamt 41,5 Millionen Euro bereit gestellt. Die Mittel können bis 15. Dezember 2004 in Anspruch genommen werden.

Angebot 2: Eigenheimzulage-Darlehen

Sofern bauwillige Bürger Anspruch auf die Eigenheimzulage haben, bietet das Land zusätzlich zum „Hessen-Baudarlehen“ ein Eigenheimzulage-Darlehen an. Je nach Anzahl der Kinder beträgt das Darlehen zusätzlich zwischen 36.000 Euro und 84.000 Euro. Der Zinssatz ist um 2,5 Prozent günstiger gegenüber aktuellen Hypothekendarlehen. Um diese Zinsverbilligung zu erreichen, müssen sieben der acht Jahresraten der Eigenheimzulage an das Land abgetreten werden. Auch für das Eigenheimzulage-Darlehen wird kostenlos eine Landesbürgschaft eingesetzt, soweit es im Grundbuch nachstellig gesichert wird. Die Tilgung beträgt zwischen einem Prozent und zwei Prozent jährlich. Das Eigenheimzulage-Darlehen kann auch unabhängig vom Hessen-Baudarlehen beantragt werden. Dann gelten die Einkommensgrenzen für den Anspruch auf die Eigenheimzulage, die deutlich über den Einkommensgrenzen für das Hessen-Baudarlehen liegen.

Hessen-Baudarlehen und Eigenheimzulage-Darlehen zusammen bedeuten, dass mit Hilfe des Landes beim Neubau oder Kauf eines neuen Eigenheimes bzw. einer Eigentumswohnung 116.000 Euro bis 200.000 Euro finanziert werden können.

Angebot 3: Erstmals wieder Finanzierung des Erwerbs von Gebrauchtimmobilien

Weiterhin bietet das Land erstmals wieder finanzielle Hilfen beim Erwerb von Gebrauchtimmobilien an. Dazu können Bürger Darlehen beantragen. Die Landestreuhandstelle Hessen werde in einer Probephase die Finanzierung bereitstellen. Die Zinsen für die Darlehen liegen im unteren Bereich des Kapitalmarktzinses. Eine Subventionierung aus dem Landeshaushalt ist zunächst nicht vorgesehen. Das Darlehen beträgt bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten, höchstens jedoch 100.000 Euro. Das Darlehen zum Kauf von Gebrauchtimmobilien kann ebenfalls mit dem Eigenheimzulage-Darlehen kombiniert werden. Die Darlehen werden nachrangig im Grundbuch gesichert. Das Land unterstütze das Finanzierungsangebot mit einer Landesbürgschaft und übernehme daher auch hier das Risiko. Kredite von Banken oder Sparkassen könnten im erststelligen Bereich des Grundbuches gesichert werden.

Die drei neuen Förderangebote des Landes können ab sofort bei der Wohnungsbauförderung des Vogelsbergkreises beantragt werden: Kreisbauamt, Bahnhofstraße 79, Lauterbach. Telefon 06641 / 977-469.

Nähere Informationen auch im Internet unter

 

 

http://www.LTH.de