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Landrat Marx: Rettungswesen im Kreis hat eine gute Struktur

28.06.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Marx: Rettungswesen im

Kreis hat eine effektive Struktur

Kreisausschuss beschloss Fortschreibung des Bereichsplans –

Logistik und Einsatzstrategien auf dem neuesten Stand

VOGELSBERGKREIS ( ). Wie kann sichergestellt werden, dass ein Notfallpatient innerhalb von zehn Minuten versorgt wird? Wo sind Rettungswachen und Notarzt-Systeme zu installieren? Welches Personal stellt die Notfallversorgung sicher? Welche technische Ausstattung, welche Fahrzeuge sind notwendig? Wie wird ein Einsatz am zügigsten abgewickelt? Welche Aufgaben hat die Rettungs-Leitstelle? Die Beantwortung dieser Fragen ist im „Bereichsplan für den Rettungsdienstbereich Vogelsbergkreis“ in eine Form gegossen. In der jüngsten Sitzung beschloss der Kreisausschuss die dort niedergeschriebene Organisation und Struktur in der zweiten Fortschreibung.

Der Bereichsplan war zuvor im Bereichsbeirat beraten worden. Diesem Ausschuss gehören neben Vertretern des Kreises auch Entsandte der Krankenkassen (Leistungsträger) und des Rettungsdienstes (Leistungserbringer) an. Grundlage für den Plan sind die Anforderungen aus dem Hessischen Rettungsdienstgesetz.

In diesem Zusammenhang dankt Landrat Marx nachdrücklich für die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Verbänden und Institutionen. Zusammen mit der kreiseigenen Leitstelle in Alsfeld sei durch den Grad der Kooperation ein „verlässliches und effektives Konzept der Notfall-Hilfe im Interesse der Bürgerinnen und Bürger sicher gestellt.“

Die Großflächigkeit des Vogelsbergkreises mache eine gänzlich andere Struktur des Rettungswesens notwendig als im Ballungsgebiet, betonte Landrat Marx im Anschluss an die Sitzung des Kreisausschusses. Im Vogelsbergkreis gibt es acht Rettungswachen – in Alsfeld, Lauterbach, Grebenhain, Schlitz, Nieder-Ohmen, Köddingen, Homberg und Schotten – und drei Notarzt-Standorte, nämlich in Alsfeld, Lauterbach und Ulrichstein. Der Bereichsplan regelt verbindlich die Standorte der Einsatzkräfte und Hilfsmittel, die Abläufe, die personelle Besetzung, die Dienstpläne und die technische Ausstattung. Der Plan umfasst auch bereichsübergreifende Vereinbarungen mit den Nachbarkreisen, um die schnellstmögliche Versorgung auch über die Kreisgrenzen hinaus sicher zu stellen. Die Bereichsplan legt darüber hinaus die zu treffenden Maßnahmen bei Großschadensereignissen fest.

12.323-mal mussten im vergangenen Jahr die Rettungswagen im Vogelsbergkreis zu verletzten und ernsthaft erkrankten Menschen ausrücken. 3.995-mal wurden dabei die drei Notarzteinsatz-Systeme (NEF) zum Einsatz gebracht. Hier fahren im „Rendezvous-System“ ein Rettungstransportwagen und separat ein Arzt mit Sondersignal zum Hilfebedürftigen. Der Rettungshubschrauber kam in diesen Einsätzen 95-mal zum Einsatz.

Der Leiter des Sachgebiets Gefahrenabwehr Werner Rinke macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam,

im konkreten Notfall keine Minute Zeit zu verschenken und immer direkt die Leitstelle in Alsfeld mit der Notruf-Nummer

112

anzurufen.