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Dorferneuerung: Landrat Marx in Burg-Gemünden - 138.000 Euro für den Kirchenvorplatz

25.06.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Marx: Stärkung des Handwerks und

der Gemeinschaft durch Dorferneuerung

Landrat Marx überbrachte Zuwendungsbescheid –

Fast 140.000 Euro für Ortskern in Burg-Gemünden

VOGELSBERGKREIS ( ). Start frei für die Aufwertung und Gestaltung des Vorplatzes zur Kirche und zur Burg sowie des Fußweges zur Kirche in Burg-Gemünden: Landrat Rudolf Marx überreichte anlässlich eines Besuchs vor Ort einen Zuwendungsbescheid aus dem Hessischen Dorferneuerungsprogramm an den Gemündener Bürgermeister Lothar Bott in einer Größenordnung von 137.600 Euro.

„Die Landes- und EU- Mittel schaffen eine stabile Grundlage für die Weiterentwicklung der Dörfer mit hoher Lebensqualität“, so Marx. „Die Kommunen erhalten

über einen Zeitraum von neun Jahren die Chance, investitionsträchtige Themenfelder mit der finanziellen Hilfe des Landes Hessen anzupacken. Die Motivation zur Eigeninitiative und damit zur Realisierung von Projekten für das Gemeinwesen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Dorferneuerung, die ihrerseits die Gemeinschaft stärkt. Daneben wird das regionale Handwerk und Gewerbe gestärkt. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass eingesetzte Fördergelder ein Mehrfaches an Investitionen auslösen“.

Bürgermeister Lothar Bott und Ortsvorsteher Fritz Wittchen dankten für die Bereitstellung der Mittel und sprachen von einem „guten Impuls“ für die Gemeinde. Landrat Marx betonte, mit der Maßnahme könne der „Charme des Ensembles“ für die Nachwelt erhalten werden.

Die 137.600 Euro für die Sanierung des Platzes und die funktionelle Verbesserung des Weges zur Kirche sind der Anteil aus dem Dorerneuerungsprogramm für das Gesamtvorhaben in Höhe von 183.500 Euro. Das Projekt spielt eine zentrale Rolle in Burg- Gemünden. Angestrebt wird eine zurückhaltende Gestaltung des gesamten Bereiches unter Verwendung ortstypischer Materialien und einfacher Details, wie Basalt, wassergebundene Flächen. Die angrenzenden, teils beschädigten, Trockenmauern sollen erhalten, bzw. wieder aufgebaut werden. Auch der steile Zugang von der Lutherstrasse, eine Abkürzung für Fußgänger über einen Weg entlang der Hangkante mit eingebundener Treppenanlage wird erneuert. Daneben entsteht ein behindertengerechter Zugang zum Kirchhof und zur Kirche. Die Freiflächen werden mit Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ausgestattet. Ziel ist es, durch die Nutzung und Entwicklung dieser bereits vorhandenen Potenziale in der Dorfmitte, einen Beitrag zur Optimierung des Ortsbildes zu leisten und gleichzeitig einen historischen Ort zum Treffen und Verweilen wieder zu beleben.

Margit Wagner, Leiterin der Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung erläuterte weitere Details: Die Dorerneuerung läuft in Burg-Gemünden bis zum Jahr 2009. Die Liste der kommunalen Projekte steht fest. Themen sind u.a.: das DGH-Umfeld (bereits neu gestaltet), die Sanierung der Alten Schule, des Backhauses und des alten Feuerwehrgerätehauses mit Überlegungen zur funktionalen Verbesserungen, die Erweiterung des Jugendraumes, naturnahe Spielräume für Kinder, die Nutzungsoptimierung am Festplatz, die Ausschilderung eines Dorfrundgangs unter Einbeziehung der traditionellen Fußwege im Dorf, Begrünungsmaßnahmen. Für private Bauherren wird weiterhin eine kostenlose Beratung angeboten für Sanierungsvorhaben und die Umnutzung von Bausubstanz zu Wohnraum oder für gewerbliche Maßnahmen. Bisher flossen Fördermittel in Höhe von 269.000 Euro nach Burg-Gemünden.

 

 

Unser Bild zeigt (von links) Margit Wagner, Leiterin der Abteilung Dorferneuerung/Regionalentwicklung, Karl Schultheiß vom Arbeitskreis Dorferneuerung in Burg-Gemünden, Ortsvorsteher Fritz Wittchen, Bürgermeister Lothar Bott und Landrat Rudolf Marx bei der Überreichung des Zuwendungsbescheids, mit dessen Hilfe nun Vorplatz sowie der Weg zur Burg und zur Kirche erneuert werden kann.

Bild: Vogelsbergkreis