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Gesundheitsamt rät zu Schutzimpfung gegen Hepatitis A bei Reisen in die Tropen, Subtropen und nach Osteuropa

18.06.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Gesundheitsamt warnt vor

Hepatitis-Infektion im Urlaub

Schutzimpfung hilft - Sogar bei „Last-Minute-Reisen“ möglich – Bei Reisen in tropische, subtropische und osteuropäische Länder

VOGELSBERGKREIS ( ). Nach Angaben des Vogelsberger Gesundheitsamtes bergen Urlaubsreisen in die Tropen und Subtropen oft unterschätzte Risiken für Hepatitis-Erkrankungen. Hepatitis-Viren werden durch fäkal-orale Kontakte, das heißt: durch mit Kot verschmutzte Lebensmittel, oder durch Schmierinfektionen auf Toiletten übertragen. Jede zweite Hepatitis-A-Infektion hat ihre Ursache in mangelhaften hygienischen Umständen im Rahmen der Urlaubsreise. Wirksamen Schutz bietet eine Schutzimpfung, die auch kurzfristig vor Antritt der Reise noch wirksam werden kann, erläutert Dr. Henrik Reygers vom Gesundheitsamt. Eine Schutzimpfung ist heute sogar schon für Last-Minute-Reisende möglich. So bildet sich ein ausreichender Impfschutz bereits nach sieben Tagen nach der Impfung.

Obwohl viele Reisende die Warnung zu Hepatitis A kennen, wird die Gefahr einer Infektion jedoch oft unterschätzt. Hepatitis A ist die häufigste Reiseerkrankung, die durch eine Schutzimpfung vermieden werden kann. Dringend wird deshalb von Dr. med. Reygers eine Impfung allen Urlaubern empfohlen, die in tropische, subtropische und osteuropäische Länder reisen. Dies schließt auch den Mittelmeerraum ein.

Der Zeitabstand zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Erkrankung beträgt zwei bis sieben Wochen. Während dieser Zeit sind auch die Mitbewohner in der Lebensgemeinschaft durch den Infizierten gefährdet, da er unbemerkt die Viren ausscheidet. Wenn sich Beschwerden entwickeln, treten zunächst unspezifische Erkrankungszeichen auf. Dazu zählen ein leichter Temperaturanstieg (niedriger als 38 Grad Celsius), Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Leistungsknick und Druckschmerzen im rechten Oberbauch auf. Etwa eine Woche später verfärbt sich die Haut gelb (Ikterus, Gelbsucht), der Urin wird dunkel und der Stuhl hell (Lehmstuhl). Bei Personen über 35 Jahren kann es im Rahmen dieser Erkrankung zu einem Leberversagen kommen, welches teilweise tödlich verläuft.

Weitere Informationen zur Durchführung von Schutzimpfungen erhalten Sie bei Ihrem Gesundheitsamt unter der Telefonnummer:

06641/977-170.