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Gesundheitsamt warnt vor Salmonellen im Hackfleisch - Hygiene äußerst wirchtig!

17.06.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Gesundheitsamt warnt vor

Salmonellen im Hackfleisch

Empfehlung: Vollständig auf rohes Fleisch und

rohe Eier verzichten – Hygiene unverzichtbar

VOGELSBERGKREIS ( ). In den vergangenen Wochen sind in mehreren Bundesländern gehäuft Infektionen aufgetreten, die durch seltene, neue Salmonellentypen verursacht wurden. Darauf macht das Vogelsberger Gesundheitsamt aufmerksam. Salmonellosen, also Erkrankungen mit Salmonellen, sind häufig ernste, mit Durchfall, Fieber, Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen einhergehende Erkrankungen. Bei schwachen, älteren Menschen aber auch bei Kindern kann diese Erkrankung zum Tode führen. Ursache für diese schwerwiegende Erkrankung sind mit Salmonellen belastete Lebensmittel.

Bei dem neuen Salmonellentyp wird diese Erkrankung über Schweinefleisch auf den Menschen übertragen. Die Betroffenen haben rohes Hackfleisch vom Schwein gegessen. Der Verbraucher kann sich wirksam gegen eine Salmonelleninfektion schützen, wenn er auf den Verzehr von rohen Lebensmitteln tierischer Herkunft wie Fleisch oder Eier bzw. von Speisen, die unter Verwendung von rohen Eiern hergestellt wurden, vollständig verzichtet, betont Dr. Henrik Reygers vom Kreisgesundheitsamt. Hackfleisch sollte immer gut durcherhitzt werden – wird es roh gegessen, besteht jederzeit die Gefahr einer Salmonelleninfektion.

Viele bakterielle Krankheitserregern können sich in Lebensmitteln bei nicht sachgerechter Lagerung oder Verarbeitung vermehren. Dazu gehören besonders die Salmonellen. Deshalb muss beim Umgang mit Lebensmitteln auf peinliche Sauberkeit und bei empfindlichen Produkten und Speisen auf die richtige Behandlung und Lagerung geachtet werden.

Dr. med. Henrik Reygers, Leiter der Abteilung Umwelt und Hygiene des Gesundheitsamtes des Vogelsbergkreises, empfiehlt, besonders in den Sommermonaten die Beachtung elementarer Hygienemaßnahmen. So sollte Fleisch, Hackfleisch und frische Bratwurst beim Kochen, Braten und Grillen unbedingt völlig durcherhitzt werden. Die Kerntemperatur im Fleisch sollte mindestens 70 Grad Celsius für mindestens zehn Minuten betragen. Lebensmittel, die gekühlt werden müssen (Kartoffelsalat, Nudelsalat) sollten nicht zu lange außerhalb des Kühlschranks gelagert werden. Besonders bei Salaten ist auf eine Kühlung auch außerhalb des Kühlschrankes (Kühlplatten) zu achten. Die Temperatur im Kühlschrank sollte auf unter 7°C eingestellt werden, bei sehr empfindlichen Lebensmitteln sollte die Temperatur sogar 4°C betragen. Empfindliche Lebensmittel sollten nicht zu lange im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dies bedeutet, dass eine zeitnahe Verwendung erfolgten sollte.

Wichtig ist auch, dass vor dem Umgang mit rohen Lebensmitteln als auch nach dem Umgang mit rohen Lebensmitteln die Hände gut gewaschen werden. Die Handtücher sind regelmäßig zu wechseln. Die benutzten Gerätschaften sollten auch nach jedem Arbeitsgang gründlich gereinigt werden. Hier leistet eine Spülmaschine gute Dienste, da die dort vorhandene Wassertemperatur von über 55°C zu einer weitgehenden Abtötung der Keime während des Spülganges führt.

Für weitere Rückfragen steht das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises gerne zur Verfügung. Auch das Veterinäramt des Vogelsbergkreises ist ein Ansprechpartner zum Thema Lebensmittelhygiene im Handel.