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Landrat Lipphardt schreibt an Post AG wegen "Warteschlangen"

27.01.1999 Von: Pressestelle Landratsamt Lauterbach

Landrat Lippardt schreibt

an die Deutsche Post AG

„Wartezeiten in der Lauterbacher Hauptpost

sind zu lang“ - Mehr Kundenorientierung verlangt

VOGELSBERGKREIS ( ). „Warteschlangen mit 15 bis 20 Personen vor dem einzigen geöffneten Schalter in der Hauptpost in der Kreisstadt Lauterbach schädigen das Ansehen der modernen Post AG“, schreibt Landrat Hans-Ulrich Lipphardt an die für die Postfilialen zuständigen Direktion der Post AG in Saarbrücken. Anlass für die Intervention: Bürger hatten sich über zu hohe Wartezeiten in der Lauterbacher Filiale beschwert.

„Meinen Standpunkt zum bedauerlichen Abbau von immer mehr Postfilialen auf dem Land muss ich nicht wiederholen. Um so notwendiger erscheint mir jedoch, die Bedeutung und adäquate Bewirtschaftung der verbliebenen - hochfrequentierten - Filialen herauszustellen“, führt der Landrat gegenüber der Post AG weiter aus.

Die Hauptpostfiliale in der Kreisstadt Lauterbach/Hessen (Goldhelg) habe - zum Teil sicher bedingt durch den Leistungsabbau im Umland - ein enorm hohes Kundenpotenzial zu bewältigen. Unabhängig davon, dass eine hohe Frequenz die Notwendigkeit des Fortbestands von eigenbetriebenen Filialen eindrucksvoll belege, müsse die Post AG dem Umstand hoher Wartezeiten der Kundschaft wegen der hohen Frequenz Rechnung tragen.

Die offenbar umfangreiche Inanspruchnahme der Postbankdienste in der Postfiliale - spreche dafür, so der Landrat, dass offenbar viele Bürgerinnen und Bürger „ihre Bankgeschäfte nicht beim Kaufmann um die Ecke tätigen wollen“. Es werde geschätzt, dass täglich über 500 Kunden, samstags bei nur einem Bediensteten 300 Kunden zu versorgen seien. Hierbei kämen Einzelbearbeitungszeiten im Sekundenbereich heraus, die in der Praxis vielfach nicht zur verwirklichen seien. Warteschlangen könnten nicht als kundenorientiert gelten. Der Landrat freut sich indes, dass die ganztägige Öffnung (keine Mittagspause mehr) mit sehr viel Wohlwollen in der Bevölkerung aufgenommen worden sei.

Landrat Lipphardt bittet die Direktion der Post AG eine Personalvermehrung zu prüfen. Der zweite Schalter müsse häufiger als bisher geöffnet werden, damit extreme Wartezeiten für die Kundinnen und Kunden vermieden werden.