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1300 PC in Vogelsberger Schulen - 1,2 Millionen Euro für Ausstattung und Support

04.06.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Marx: „Hervorragende

Kooperation nutzt unseren Schülern“

Fast 1.300 PC stehen in Vogelsberger Schulen –

1,2 Millionen Euro für Ausstattung und Support

VOGELSBERGKREIS ( ). Auf die Bedeutung der Medieninitiative Schule@Zukunft macht Landrat Rudolf Marx in einer Pressemitteilung aufmerksam, die auch der Vogelsbergkreis zur Finanzierung von Schulcomputern nutzt. Darüber hinaus wertet er die Zusammenarbeit mit den Schulträgern Stadt und Landkreis Gießen sowie mit der Universität Gießen und der Telekom AG als sehr positiv. Diese „hervorragende Kooperation“ entlaste nicht nur die Kreiskasse – sie komme direkt den Schülerinnen und Schülern in ihrer täglichen Praxis durch ein verbessertes Angebot zugute. Im Jahr 2003 sind für die Mittelstufen, Oberstufen und die Grundschulen 450 neue Computer angeschafft worden (wir berichteten). Für 2004 sei die Anschaffung von weiteren 140 PC sowie von 70 Notebooks und 45 Beamern vorgesehen, teilt Marx mit.

Auf einer Konferenz in Gießen erläuterte Heiko Häse vom Schulverwaltungsamt, dass der Vogelsbergkreis in den Jahren 2001 bis 2004 etwa 1,16 Millionen Euro für die Ausstattung und den Support an den Schulen aufgewendet habe. Für die 17.842 Schüler an den 38 Schulen des Landkreises stünden derzeit 1.272 Schülercomputer zur Verfügung. Dies ergebe einen Schnitt von 14 Schüler pro PC. Im Landkreis Gießen und der Stadt Gießen liege dieser Wert nach Aussage der beiden Schulverwaltungsamtsleiter bei 18 bzw. 12 Schüler pro Computerarbeitsplatz.

Das Land Hessen unterstütze den Vogelsbergkreis über die Initiative Schule@Zukunft seit 2001 bis einschließlich 2004 mit insgesamt 290.000 Euro. Der Vogelsbergkreis steuere aus eigenen Mitteln im gleichen Zeitraum 870.000 Euro bei, das seien 75 Prozent der Gesamtausgaben in diesem Bereich.

Kultusstaatssekretär Joachim Jacobi hatte in Gießen eine hessenweite Konferenzreihe mit dem Titel "Medieninitiative Schule@Zukunft 2004-2005" eröffnet. Ziel der insgesamt acht Regionalkonferenzen in verschiedenen Städten sei die Stärkung des regionalen Bildungsmanagements. "Nur im Schulterschluss zwischen Land und Schulträgern sind die Zukunftsvisionen von einer professionellen IT-Entwicklung an Schulen zu meistern", sagte Jacobi vor Vertretern der Schulträger, der Staatlichen Schulämter, der Bildstellen und Medienzentren, der Studienseminare und der Regionalstellen des Hessischen Landesinstituts für Pädagogik (HeLP) aus den Bereichen Gießen, Marburg und Vogelsberg.

Die Medieninitiative Schule@Zukunft habe für die IT-Ausstattung in Schulen sowie für Support und Service bisher 80 Millionen Euro investiert, betonte Jacobi. Neben der Landesregierung hätten sich daran auch die Schulträger, die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände sowie "branchenspezifische Wirtschaftspartner" beteiligt - auf der Grundlage der im Mai 2001 unterzeichneten "Schwalbacher Erklärung".

Unter der gemeinsamen Verantwortung aller Beteiligten sei das Medien-Projekt zu einem "Erfolgsmodell" geworden. Hessenweit, so der Staatssekretär, stehen derzeit 62.500 PC für den Unterricht zur Verfügung – 40.000 davon mit Internetzugang. Rund 15.000 Lehrerinnen und Lehrer hätten sich inzwischen in Fortbildungsmaßnahmen die erforderliche Kompetenz angeeignet. "Diese Schulung bleibt eine dauerhafte Aufgabe." Das neue Lehrerbildungsgesetz werde künftig junge Lehrkräfte "ganz selbstverständlich" mit der nötigen Medien- und unterrichtsdidaktischen Kompetenz in die Schulen entlassen. "Unsere bisherigen gemeinsamen Anstrengungen müssen in einen sich selbst tragenden Prozess einmünden", machte Staatssekretär Jacobi in einem Pressegespräch deutlich. Der Leiter des vom Kultusministerium beauftragten Frankfurter Projektbüros, Rolf Miller, und Ministerialrat Rudolf Peschke aus dem Kultusministerium waren sich mit Jacobi einig, dass mittelhessische Initiativen wie das M@AUS-Zentrum (Medien-Ausbildung-Universität-Schule) "ein Beispielmodell für andere Regionen" sein können.