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Landrat Marx im Kreistag: Fachstelle für Frauen in Not bewährt sich / Schulbuslotsen sollen mehr Sicherheit bringen

26.05.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Rudolf Marx berichtete in Kreistagssitzung am 24. Mai 2004 in Groß-Felda unter anderem über folgende Themen (es gilt das gesprochene Wort):

Fachstelle für Frauen (und Kinder) in Not in der Kreisverwaltung bewährt sich

Nach der Schließung des Frauenhauses und der angegliederten Frauenberatungsstelle wurde von der Gleichstellungsbeauftragten Sylke Emmermann eine Alternative entwickelt, um dem Hilfe- und Beratungsbedarf von geschlagenen oder von sexualisierter Gewalt betroffenen Frauen und Kindern gerecht zu werden. Die Konzeption der Fachberatungsstelle hat die Aufgabe Lösungen für die Probleme und Schwierigkeiten der betroffenen Frauen zu finden und eine Entspannung und Stabilisierung der Situation herbeizuführen. Im Sinne einer Hilfeplanung werden gemeinsame Ziele formuliert und die notwendigen Umsetzungsschritte vereinbart. Schon in der Konzeptionsphase wurden Gespräche mit der Hessischen Sozialministerin Silke Lautenschläger geführt, mit dem Ziel einer finanziellen Unterstützung durch das Land. Die Bemühungen von Frau Emmermann waren erfolgreich. Das Land hat mit Bescheid vom 18.03.2004 dem Vogelsbergkreis für seine Interventitions- und Fachberatungsstelle „Frauen (und Kinder) in Not“ einen Landeszuschuss von 19.000 € bewilligt. Der Kreis ist dadurch in der Lage, zusätzliche Präventionsmaßnahmen für Frauen und Kindern im Vogelsbergkreis anzubieten.

 

40-mal direkte Hilfe: Auswertung Frauen-Notruf (Stand 19. Mai 2004):

40 Frauen haben sich an die Beratungsstelle gewandt. 5 Frauen sind in benachbarten Frauenhäusern untergebracht worden, davon 2 nur für kurze Zeit. 3 Frauen sind bei Nachbarn untergekommen und relativ kurzfristig konnte eine Privatwohnung angemietet werden. 3 Frauen ist durch Polizei oder einstweilige gerichtliche Anordnung die Wohnung zugewiesen worden, d.h. die Partner wurden der Wohnung verwiesen 13 Frauen befinden sich in längerfristigen Hilfemaßnahmen.

 

 

Vorbildlich: Untersuchung bestätigt hohe Rückholquote bei unberechtigten Unterhaltsvorschuss-Zahlungen

 

Der Vogelsbergkreis gehört zu den Kommunen in Hessen mit einer überdurchschnittlich hohen „Rückholquote“ im Bereich des Unterhaltsvorschuss-Gesetzes. Dies bedeutet: Wir arbeiten streng und kostenbewusst. Ungerechtfertigt abgerufene Leistungen werden zu einem hohen Prozentsatz wieder zurückgeholt. Über dieses Lob des RP Kassel freue ich mich sehr. Das RP hatte eine örtliche Untersuchung unseres Amtes für Jugend, Familie und Sport durchgeführt. Etwa 25 Prozent der ausgezahlten Gelder können durch konsequente Befragungen zurück geholt werden. Dies bedeutet: positive finanzielle Auswirkungen durch zeitnahen Zugriff. Besonders positiv stellt die Untersuchung heraus, dass unsere Fachleute im Regelfall einvernehmliche Regelungen mit den Schuldnern treffen und in jedem Einzelfall geprüft wird, Stundungszinsen zu erheben. 70 Einzelfälle sind überprüft worden. Sachorientiert, gesetzes- und richtlinienkonform, einzelfallbezogen, regelmäßige Überprüfungen, strenges Nachfragen – dies sind hervorstechende Bewertungen unseres Amtes im Bericht des RP. Die Rückholquote liegt um 6 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Der Bericht attestiert es als äußerst positive Entscheidung, mit einer zusätzlichen Planstelle die Arbeit zu verbessern und die Effizienz zu erhöhen.

 

Schulbuslotsen – mehr Sicherheit ab nächstem Schuljahr

Ab dem kommenden Schuljahr werden an allen Vogelsberger Mittelstufenschulen Schritt für Schritt Schulbuslotsen eingesetzt werden. Getragen wird dieses Projekt von der Polizeidirektion Osthessen als Ergänzung zu dem erfolgreichen Programm SMOG in enger Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt, der Vogelsberger Verkehrsgesellschaft, den Busunternehmern und dem Schulträger. Bereits im Dezember vorigen Jahres hat es erste Abstimmungen zwischen allen beteiligten Stellen gegeben, die allesamt das Schulbuslotsenprojekt im Vogelsbergkreis unterstützen wollen. Am 15.03.2004 sind alle Mittelstufenschulen des Vogelsbergkreises in einer Informationsveranstaltung in der Oberwaldschule Grebenhain ausführlich über dieses Projekt und die im Landkreis Fulda gemachten guten Erfahrungen informiert worden. Beginnen wird das Projekt in Schlitz, Grebenhain, Schotten und Lauterbach. In dem Fuldaer Projekt hat sich gezeigt, dass durch den Einsatz von Schülern als Schulbuslotsen die Sicherheit und Ordnung in den Schulbusen wesentlich verbessert werden kann. Die Schulbuslotsen sind Ansprechpartner für die Fahrschüler; sie vermitteln bei Konflikten während der Fahrt und melden Verstöße dem Koordinator in der Schule. Der Einsatz der Schulbuslotsen ist freiwillig und erfolgt nur im Einverständnis mit den Eltern und dem Klassenlehrer. Vorausgesetzt wird eine gewisse soziale Kompetenz und eine Altersstufe mindestens aus den Jahrgängen sieben oder acht.