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Jahresbericht 2003 des Sachgebiets Gefahrenabwehr - Brandschutz

14.04.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Marx: Zuverlässigkeit der

Feuerwehren verdient hohes Lob

Jahresbericht 2003 der Abteilung Gefahrenabwehr –

Hohe Bedeutung des vorbeugenden Brandschutzes

VOGELSBERGKREIS ( ). „Gefahrenabwehr für die Menschen, Schutz von Sachwerten und Umweltschutz – überall stellen sich die Feuerwehren im Vogelsbergkreis den wachsenden Herausforderungen mit hoher Verantwortung und absoluter Zuverlässigkeit“, bewertet Landrat Rudolf Marx die ehrenamtliche Tätigkeit in den 179 Wehren des Kreises im Jahresbericht 2003 des Sachgebiets Gefahrenabwehr der Kreisverwaltung. Die ehrenamtlichen Tätigkeit in den Feuerwehren verdiene hohes öffentliches Lob. Marx: „Die Bürgerinnen und Bürger im Vogelsbergkreis wissen, dass sie sich auf ihre Feuerwehren verlassen können.“

Einen besonderen Dank richtet Landrat Marx an alle Kreisausbilder: „Nur durch ihr Engagement und ihr hohes Fachwissen kann der gute Ausbildungsstand unserer Feuerwehren gesichert und ausgebaut werden“, betont der Landrat. 474 Feuerwehrleute wurden vergangenes Jahr geschult.

Die Feuerwehren des Vogelsbergkreises wurden im Berichtszeitraum zu 441 Brandeinsätzen (2002: 249), 18 Katastrophenschutz- und 381 Hilfeleistungen (Vorjahr: 766) gerufen. Diese Einsatzzahlen beinhalten 43 Autobahneinsätze (57 im Vorjahr).

Im Jahr 2003 waren 2.331 Mädchen und Jungen (2002: 1.998) im Alter von 10 bis 17 Jahren in 130 Jugendfeuerwehren im Vogelsbergkreis tätig. Landrat Marx dankt allen Jugendfeuerwehrwartinnen und –warten sowie den Betreuerinnen und Betreuer der Jugendfeuerwehr, die sich um die Förderung, die Aus- und Fortbildung der Jugendfeuerwehren bemühten. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung für Jugendliche, wurden kreisweit eine ganze Reihe Veranstaltungen der allgemeinen Jugendarbeit und Brandschutzerziehung mit großen Erfolg durchgeführt.

Es sei gut, wenn leistungsfähige Feuerwehren im Kreis im Falle eines Brandes helfen. Es sei aber noch besser, wenn im Vorfeld durch Vorbeugung alles unternommen werde, Brände überhaupt zu verhüten bzw. mögliche Gefahren zu vermindern, heißt es im Jahresbericht der Behörde. Der vorbeugende Brandschutz beginne bei der Begutachtung von Bau- und Genehmigungsanträgen und reiche über die Prüfung von Nutzungsänderung bis hin zur Abnahme von Veranstaltungen und Durchführung von Gefahrenverhütungsschauen.

Der vorbeugende Brandschutz erstreckt sich auf alle Maßnahmen zur Verhinderung eines Brandausbruches und Brandausbreitung sowie der Sicherstellung von Rettungswegen. Dazu gehören insbesondere die Festlegung der Brandgefahr, die Unterteilung größerer baulicher Anlagen in Brandabschnitte, die Sicherstellung von Rauch- und Wärmeabzug, die Festlegung und Kennzeichnung von Fluchtwegen und Notausgängen sowie die Installation von Brandmelde- und Alarmeinrichtungen. Ein wichtiger Bestandteil ist die Sicherstellung des Grundschutzes der Löschwasserversorgung. Auch die Unterweisung beim Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen und Geräten sowie die Erstellung von Brandschutzordnungen und Durchführung von Begehungen vor Ort ist ein wichtiger Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Brandschutzerziehung von Kindern und Jugendlichen gerichtet, heißt es im Jahresbericht. Hierzu gab es Veranstaltungen in Schulen und Kindergärten.

2003 wurden im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren 131 brandschutztechnische Stellungnahmen und Gutachten sowie 39 Überprüfungen bestehender baulicher Anlagen und eine große Anzahl von Beratungen und Gesprächen zu einzelnen Objekten durchgeführt.