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Landrat Marx widerspricht Homberger Kommunalpolitikern - WIndkraftanlagen nicht einfach hinnehmen

01.04.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

„Rechtslage pro Windkraft

ist keineswegs eindeutig“

Landrat Marx widerspricht Homberger

Stadtverordneten – „Mehr Mut“ gefordert

VOGELSBERGKREIS ( ). „Jede neue Windkraftanlage im Vogelsbergkreis ist eine Zumutung für unsere Bevölkerung und unsere schöne Landschaft.“ Dies ist der Kommentar des Vogelsberger Landrats Rudolf Marx zum Beschluss der Homberger Stadtverordnetenversammlung, für vier neue Anlagen „grünes Licht“ zu geben. Marx fordert die Kommunalpolitiker zu „mehr Mut“ auf und nicht einfach gegenüber der Energiewirtschaft oder der vermeintlichen Rechtslage zu „kapitulieren“. Denn die Rechtslage sei – anders als in Homberg bewertet – keineswegs eindeutig. „Wer nicht kämpft, hat schon verloren“, schreibt der Landrat Vertretern aller Fraktionen in Homberg ins Stammbuch.

Gesetzliche Grundlagen und richterliche Urteile seien vielfach vorhanden, um auch Ablehnungen zu begründen. Erstmals werde in ablehnenden Begründungen auch von der „Notwendigkeit des Naturgenusses“ gesprochen. Gerichte räumten verstärkt dem Landschaftsschutz deutlichen Vorrang vor den Interessen der Energiewirtschaft ein. Diese berechtigte hohe Priorität müsse auch bei Entscheidungsträgern in den Kommunalparlamenten die „entscheidende Rolle“ spielen, denn der Vogelsbergkreis sei schon jetzt „zum Teil unerträglich verschandelt“. Im Vogelsbergkreis stünden bereits jetzt weit über 150 Windräder. Die Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes müssten endlich den Stellenwert erhalten, der angemessen sei. „Jeder an seinem Platz ist gefordert, das Seine zu tun, damit unser Landschaftsbild nicht vollends zerstört wird. Die geplanten Windräder in Homberg sind nicht vom Kreisbauamt zu genehmigen, sondern – weil es mehr als zwei Anlagen sind – vom Immissionsschutzamt beim Regierungspräsidium in Marburg.